Nicht nur MP3s sind auf dem Vormarsch, auch das Internet spielt für immer mehr Nutzer die erste Geige, wenn es um den Musikgenuss geht. Mittlerweile macht das Streaming von Musikvideos und Musik etwa ein Fünftel der täglich mit Musik verbrachten Zeit aus. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI). [1] Demnach stehen besonders Webradios und Musikvideo-Portale mit einem Anteil von jeweils acht Prozent hoch in der Gunst der Nutzer.
Rund die Hälfte der täglich konsumierten Musik entfällt dem BVMI zufolge weiterhin auf Tracks, die sich im Besitz des Nutzers befinden. Dabei machen digitale Audiodateien 28 Prozent des gesamten täglichen Musikkonsums aus und Songs auf Tonträgern immerhin noch 20 Prozent. Auch das herkömmliche Radio spielt mit einem Anteil von 34 Prozent am Gesamtkonsum weiterhin eine zentrale Rolle beim Musikhören.
Streaming und die Gema
Werbefinanzierte oder abobasierte Streaming-Dienste wie Napster, Spotify, Simfy oder Rdio spielen dagegen mit einem Anteil von zwei Prozent in Deutschland noch eine untergeordnete Rolle. Der Geschäftsführer des BVMI, Dr. Florian Drücke, rechnet allerdings damit, dass sich dies schnell ändern könnte: „Streaming-Dienste eröffnen spannende neue Konsumwelten für Musik, die vor allem für digital affine und webaktive Menschen besonders attraktiv sind. Darüber hinaus bieten sie gerade auch denjenigen, die sich bislang häufig umsonst illegal mit Musik im Netz versorgt haben, eine Brücke zum legalen Musikkonsum im Internet.“
Einer der Gründe dafür, dass sich Musik-Streaming hierzulande noch nicht durchgesetzt hat, dürfte die Lizenzproblematik sein. Bitkom und Gema hatten sich erst zum Jahreswechsel auf ein einheitliches Gebührenmodell als lizenzrechtliche Grundlage für Streaming-Anbieter geeinigt. Streaming-Anbieter müssen für jede Flatrate pro Nutzer im Monat je nach Angebot zwischen 60 und 100 Cent abführen. Damit besteht nun auch in Deutschland eine rechtliche Grundlage für Musik-Streaming-Dienste, was zur Folge hatte, dass 2012 hierzulande bereits einige neue Anbieter starteten, die teilweise schon geraume Zeit im Ausland agieren. Der jüngste und wohl bekannteste Vertreter ist Spotify. Doch was hat es mit Musik-Streaming-Diensten auf sich?
Flatrates für Musik
Generell kann man Streaming-Dienste in zwei Kategorien unterteilen: Radio-Streaming und On-Demand-Streaming. Bei Radio-Streaming-Diensten wie Aupeo und last.fm kann der Nutzer keine einzelnen Songs anwählen, sondern sich „lediglich“ für ein Genre entscheiden. Bei last.fm beispielsweise gibt man einen Interpreten an und erhält dann Musik von diesem und ähnlichen Künstlern XYZ eine gute Möglichkeit, neue und einem bisher unbekannte Musik zu entdecken.
Im Gegensatz zu Plattformen wie iTunes oder Amazon kaufen Nutzer bei On-Demand-Musik-Streaming-Diensten nicht jedes Album und jeden Song einzeln. Vielmehr bieten diese Dienste einen Katalog mit mehreren Millionen Tracks, auf die der Nutzer jederzeit über das Internet Zugriff hat. Einige Anbieter ermöglichen sogar während eines laufenden Abos die Offline-Nutzung.
Die meisten großen Anbieter verfügen über Datenbanken, die zwischen sieben und 16 Millionen Titel beinhalten. Im Durchschnitt kann der Hörer etwa 15 Millionen Songs streamen.
Sébastien Bonset
![Google Musik-Streaming als Spotify-Konkurrent kurz vor dem Start [Google I/O]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-464970_kopfhoerer_medium.jpg)







von ZergVanDerb 18.09.2012 (16:54Uhr) 1.
Auch für rdio gibt es eine ios-app.
von Stefan Lochner via facebook 18.09.2012 (17:18Uhr) 2.
Vielleicht kein klassischer Streamer, aber ich hätte Musicplayr gerne in der Liste gesehen. Finde das äußerst smart.
von Christoph 19.09.2012 (09:35Uhr) 3.
Und was ist mit Grooveshark?
von Markus 19.09.2012 (10:32Uhr) 4.
Besonderheit bei Simfy ist noch, dass es dort einen Browser-Player gibt. Für mich ein wichtiges Kriterium, da ich mir keinen Desktop-Player installieren möchte.
von webdesign – Meine Lesetipps: Septe… 10.03.2013 (15:33Uhr) 5.
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