typoscript2ce: TypoScript im Content

Die Extension typoscript2ce ermöglicht die Ausführung von TypoScript-Code als normales Inhaltselement. Dadurch lassen sich spezielle Ausgaben innerhalb einer Seite realisieren. Ein Anwendungsbeispiel ist das Erstellen von Menüs zwischen einzelnen Contentelementen.

truncate_cache: Cache schnell leeren

In größeren Projekten können die Cache-Tabellen in der Datenbank (zum Beispiel cache_pages) schnell sehr umfangreich werden. Wird der Cache über das Backend geleert, verwendet hierzu den Befehl „DELETE FROM“. Bei zigtausenden Einträgen kann dieser Vorgang gegebenenfalls mehrere Minuten dauern und so den Workflow unterbrechen.

Durch Installation der Extension truncate_cache wird zum Löschen der TRUNCATE-Befehl verwendet, der die Tabellen blitzschnell leert.

ICE: Flexible Content-Elemente ohne TemplaVoilà

Eines der Argumente, die für den Einsatz von TemplaVoilà sprechen, ist die Nutzungsmöglichkeit der flexiblen Content-Elemente (FCE). Mit Hilfe dieser lassen sich individuelle Eingabemasken für Daten erstellen.

Mit Hilfe von ICE (Individual Content Elements) ist eine vergleichbare Funktion auch ohne den Einsatz von TemplaVoilà verfügbar. Da hierbei auch keine komplexen XML-Strukturen zum Einsatz kommen, ist der Overhead im Vergleich zu FCE geringer. ICE kann übrigens auch in Verbindung mit TemplaVoilà eingesetzt werden.

Das ICE-Pack ist eine Sammlung von mehrerer Extensions: icecore für die Grundfunktionen, icefront für die Ausgabe im Frontend und icebox für das Erstellen verschachtelter Inhaltselemente auf Basis von IRRE (Inline Relational Record Editing). Mit Hilfe von iceflavor lässt sich das Aussehen der Elemente im Frontend beeinflussen.

Fügt man eine ICE-Box als Content-Element ein, wird eine zusätzliche Inhaltsspalte „Inline Elements“ erstellt. Diese in der Box enthaltenen Inhaltselemente können sowohl Standard-Inhalte als auch spezielle ICE-Elemente sein. Eine Box kann dabei bis zu 20 Elemente enthalten. Eine Verschachtelung ist jedoch auch möglich, da eine ICE-Box weitere Boxen als Unterelemente enthalten kann. Bei der Bearbeitung der ICE-Box können die Inline-Elemente über die IRRE-Funktion hinzugefügt werden.

Die Inline-Elemente werden über die IRRE-Funktionalität verwaltet.

Die Inline-Elemente werden über die IRRE-Funktionalität verwaltet.

Für die Ausgabe der ICE-Box im Frontend kann zwischen vier Rendering-Varianten gewählt werden. Im einfachsten Fall werden die Inline-Elemente wie normale Content-Elemente nacheinander dargestellt. In der zweiten Variante werden die Elemente mit einem <div>-Container mit eigenen CSS-Klassen umschlossen.

Für ältere, tabellenbasierte Layouts können die Elemente auch in Tabellen ausgegeben werden. Die vierte Option bietet die Möglichkeit, ein eigenes Template mit Platzhaltern für das Rendering zu verwenden.

Content-Elemente können auch mit einem Container umschlossen werden.

Content-Elemente können auch mit einem Container umschlossen werden.

Wer möchte, kann die Darstellung der Inline-Elemente mit verschiedenen „Geschmackssorten“ (ICE flavors) ausrüsten. Dabei handelt es sich um die Option, Elemente zum Beispiel mit abgerundeten Ecken oder Farben zu versehen. Auf der Website ice.4any1.de zeigt der Autor einige Anwendungsbeispiele.

beko_debugster: Tool für Programmierer

Wer eine eigene Extension programmiert, setzt häufig die Funktion „debug“ aus der TYPO3-API ein. Damit besteht die Möglichkeit, Variablen im Frontend auszugeben, etwa um Arrays in Tabellenform darzustellen. So kann man sich auch bei komplexeren Datenstrukturen schnell einen Überblick verschaffen.

Einen Schritt weiter geht jedoch die Extension beko_debugster. Nach der Installation werden die Aufrufe von „debug“ einfach durch „debugster“ ersetzt und die untersuchten Daten mit unterschiedlichen Farben je nach Datentyp dargestellt sowie Unix-Zeitstempel in den entsprechenden Datumswert im Klartext umgewandelt. Eine kleine Hilfe, die man schnell nicht mehr missen möchte.

Fazit

Unter der Vielzahl der verfügbaren TYPO3-Erweiterungen kann man immer wieder echte Leckerbissen finden. Es kann sich durchaus lohnen, Erweiterungen mit wenig aussagekräftigen Namen oder ohne Dokumentation auszuprobieren. Manchmal ist es jedoch auch notwendig, einen Blick in den Quellcode zu werfen um herauszufinden, welche Funktion die Erweiterung bietet. Unbekannte Extensions sollte man jedoch nie in einem Live-System installieren, da unvorhersehbare Probleme auftreten können.

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