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Die beliebtesten Social Reader im Vergleich

Aus dem
t3n Magazin Nr. 29

09/2012 - 11/2012

Eine Vielzahl von Nachrichten- und Social-Media-Kanälen strömt auf den Webnutzer von heute ein. , , E-Mails, RSS-Feeds – in diesem digitalen News-Chaos Ordnung zu halten, ist nicht immer einfach. Seit gut zwei Jahren wollen spezielle Social-Reader-Apps Internetnutzern dabei helfen, den täglichen Newsstream besser zu organisieren. Zudem bereiten sie den Content grafisch auf und präsentieren ein ansprechendes Magazin-Layout.

Die beliebtesten Social Reader im Vergleich

t3n29 content teaser

Das Web ist eine riesige Sammlung von Inhalten. Die für sich interessantesten Inhalte herauszufiltern gerät zu einer wahren Herausforderung. Unzählige News-Websites buhlen um die Gunst der Leser im Netz, hinzu kommt ein schier unbegrenztes Angebot an Special-Interest-Content. Als sei dies nicht genug, bringt es die Natur des Internets mit sich, dass Nutzer nicht nur auf nationale Inhalte zugreifen können, sondern auch auf internationale. Wie lässt sich angesichts dieser Informationsflut die Übersicht bewahren und Wichtiges von Unwichtigem trennen? Wäre es da nicht schön, eine personalisierte Anwendung zu haben, die den Nachrichtenstrom vorfiltert und grafisch ansprechend aufbereitet? Ein persönliches Web-Magazin? Die Vision der personalisierten Zeitung ist schon älter, trifft aber im Grunde genau den Kern dessen, was Social-Reader-Apps versuchen: aus der großen Menge an Inhalten eine Art digitalen Hub zu machen, der alle für den Nutzer wichtigen Inhalte bündelt und grafisch ansprechend aufbereitet.

Flipboard: Die Vorzeige-App

Die zunehmende Verbreitung von Tablets dürfte die Nachfrage nach einem angenehmen Leserelebnis noch weiter steigern. Tablets wie das iPad bieten sich aufgrund intuitiver Touchsteuerung und Bildschirmgröße geradezu dafür an, personalisierte Inhalte in Magazinform darzustellen. Genau deshalb ist wohl auch die vielversprechendste Lösung im Sommer 2010 zuerst auf dem iPad erschienen. Die Rede ist von Flipboard. Mittlerweile ist die Applikation auch für das iPhone und für Android verfügbar. Flipboard[1] ermöglicht die Einbindung von Social-Media-Accounts wie , Twitter und Google+ sowie RSS-Feeds. Audio- und Videoinhalte von Soundcloud und YouTube sind kürzlich dazugekommen. Zudem liefert das Flipboard-Team redaktionell aufbereitete Themenbereiche wie Technologie, Sport oder Entertainment, die sich ebenfalls abonnieren lassen. Nutzer können die Inhalte bei Flipboard leicht in den eingebundenen Social-Media-Kanälen teilen und mit eigenen Kommentaren versehen. In den USA kooperieren zahlreiche Verlage, Nachrichten-Sites und Online-Magazine mit Flipboard und stellen ein eigenes Angebot bereit. Artikel dieser Kooperationspartner stellt Flipboard in einem besonders ansprechenden Magazin-Layout dar, mitunter unterbrochen von einseitgen Anzeigen.

dig Social Curation Flipboard
Flipboard ist bereits seit über zwei Jahren auf dem Markt und der wohl bekannteste Vertreter im Bereich der Social-Reader-Apps.

Besonders interessant bei Flipboard sind die so genannten Titelgeschichten. Prominent auf der Startseite der Applikation platziert, präsentieren sie dem Nutzer eine Auswahl von interessanten, auf ihn zugeschnittenen Inhalten. Diese bestehen aus Texten, Tweets und Artikel, die aktuell bei Freunden aus den Social-Media-Kanälen populär sind, im Flipboard-Netzwerk viel gelesen werden und die für den Nutzer besonders relevant sein sollen. Die Auswahl dieser Titelgeschichten basieren auf der Semantik-Technologie des Startups Ellerdale, das Flipboard gekauft hat. Diese Technologie greift dabei nicht nur auf populäre Inhalte zu, sondern folgt eben auch der Relevanz-Logik. Ein Beispiel: Wenn der User oft mit einer bestimmten Person auf Facebook interagiert, dann ist es wahrscheinlich, dass dieser Nutzer alle Status-Updates und Fotos dieser Person auch immer lesen möchte. Für ihn persönlich ist alles, was diese Person schreibt, interessant, für die große Mehrheit der Flipboard-Nutzer allerdings nicht. Hier tritt also eine Technologie an die Stelle des Menschen, um relevante Inhalte auszuwählen. Und so sind die Titelgeschichten bei Flipboard eine Sammlung sehr persönlicher Inhalte wie Tweets, Facebook-Posts und Fotos von guten Freunden und Online-Kontakten sowie aktuellen Nachrichten und Artikel von abonnierten Inhalten. Das ist ein interessanter Ansatz und vereint das Lesen von Nachrichten und persönlicher Social-Media-Kanäle.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.

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Eine Antwort
  1. von Steve am 03.09.2012 (21:42 Uhr)

    Hallo zusammen,

    von Google Currents hatte ich mir ehrlich gesagt auch etwas mehr erhofft. Nicht nur als Leser, auch als Publisher. Als letzterer hat man schon einiges, was man einstellen kann, um den eigenen Kanal individuell zusammenzustellen. So kann man neben RSS-Feeds auch den eigenen Google Plus Stream einbinden. Wenn man den Kanal aber richtig schick machen will, gehts schon los. Da sollte man als unerfahrener einiges an Zeit mitbringen, damit man nach zahlreichen Tests dann endlich das Ergebnis hat, was einem zumindest etwas zufrieden stellt. Na mal schauen, ob Google irgendwann da mal was besseres zur Verfügung stellt.

    Grüße
    Steve

    PS. Bei eurem Kanal bei Currents habt ihr euch viel Mühe gegeben. Möchte nicht wissen, wieviel Zeit darin steckt. Gefällt mir super.

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