von Dirk Olbertz, 03.06.2008

Die Zukunft von Social Networks ist dezentral: NoseRub

Aus dem
t3n Magazin Nr. 12

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URLs sind Deine Freunde

Nun kann man Kontakte hinzufügen, um anschließend deren Social Stream aggregiert anschauen zu können. Anders als in klassischen können hier beliebige URLs als Kontakt hinzugefügt werden. Dort sucht NoseRub dann nach einer hCard, um daraus Namen und Foto auszulesen. Alle mit dem rel=„me“-Attribut versehenen Links werden nach RSS-Feeds durchsucht und diese dann als Netzaccounts des Kontakts angesehen.

Kostenlose Spielwiese für NoseRub: Auf Identoo.com kann man NoseRub ausprobieren und außerdem seine kompletten Daten exportieren.

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Wenn die URL ebenfalls eine durch NoseRub generierte Profilseite ist, sind die Informationen in genau diesem Format dort abgelegt. Da die verwendeten Microformate aber offen und frei zugänglich sind, kann jeder sie auch manuell, zum Beispiel in seinem eigenen Blog, nutzen. Viele Blogbetreiber tun dies bereits, um Besuchern anzuzeigen, wo sie beispielsweise die neusten Fotos finden können. Fügt man dem Link ein rel=„me“ hinzu, ist er automatisch ein standardkonformer XFN-Link und kann (nicht nur) von NoseRub ausgewertet werden.

Auch die Social-Graph-API von Google benutzt diese Informationen, um zu einer beliebigen URL die weiteren zugehörigen URLs herauszufinden. Dies ist praktisch, wenn man seine Netzidentität an vielen verschiedenen Stellen ausgebreitet hat. Googles Social-Graph-API ist somit in der Lage, zu einer Twitter-Account-URL auch die URLs zu del.icio.us und dem eigenen Blog zurückzugeben – vorausgesetzt, die URLs sind untereinander korrekt per XFN verknüpft.

Halbgar in Deutschland

Sehr ernüchternd ist es aber, wenn man sich die öffentlichen Profile von Xing-Nutzern anschaut. Obwohl die Mitglieder dort ihre unterschiedlichen Accounts angeben können, werden diese im öffentlichen Profil nicht angezeigt. Xing unterstützt auch nicht das Microformat hCard.

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