von Dirk Olbertz, 03.06.2008

Die Zukunft von Social Networks ist dezentral: NoseRub

Aus dem
t3n Magazin Nr. 12

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Eine solche Profil-URL von Xing lässt sich als Kontakt hinzufügen, doch bleibt sie eine Sackgasse und kann nie der Mittelpunkt der eigenen Netzaktivitäten werden – zumindest nicht, solange Xing hCard und XFN ignoriert und damit ihren Mitgliedern die Teilnahme an einem noch viel größeren Netzwerk verwehrt: dem Internet.

Sicherheit und Privatsphäre

Wer sich NoseRub auf dem eigenen Server installiert oder einen Hostingservice wie Identoo.com nutzt, hat damit automatisch eine OpenID [5]. In Zukunft wird man sich mit dieser OpenID bei anderen NoseRub-Servern einloggen und dort authentifizieren können. Auf den Servern ist dann genau hinterlegt, welche Daten eines Profils für mich vom Besitzer sichtbar gemacht wurden und welche nicht. Im Zusammenspiel mit OAuth wird die gleiche Technologie genutzt werden, um die Synchronisation der Profil- und Accountdaten in regelmäßigen Abständen automatisch durchzuführen.

Auch das DiSo-Projekt verfolgt diesen durch vorhandene Standards getriebenen Ansatz und eignet sich somit als vollwertiger Kontaktendpunkt für NoseRub-Server. In diese Richtung wird sich die Zukunft der sozialen Netzwerke bewegen: Anstatt zu versuchen, alle Nutzer auf eine Plattform zu bekommen, wird man sich als Plattform der Wahl präsentieren, mit der man das gesamte soziale Netzwerk verwalten kann. Es kommt dann viel mehr auf Usability und Innovationen der Plattform an als darauf, möglichst viele Leute in das Netzwerk zu ziehen – das passiert bei den wirklich guten Plattformen von ganz alleine.

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