In aller Regel geht der Arbeit mit Xen ein relativ schwieriger Lernprozess voraus. Zum einen ist Xen selbst ein sehr stark auf den Hypervisor-Kern reduziertes System, bei dem komfortable, intuitiv benutzbare Tools weitgehend fehlen. Zum anderen verfügen noch nicht alle Betriebssysteme (Linux, *BSD, Solaris) über eine durchgängige Unterstützung für Installation und Konfiguration, von Einheitlichkeit ganz zu schweigen. Der Umstand, dass der Aufbau und Betrieb von Virtualisierungslösungen obendrein sehr umfassende Kenntnisse nicht nur in Betriebssystemen, sondern auch von Netzwerken, Speichertechnologien und Sicherheitslösungen verlangt, erleichtert den Umgang damit nicht.
Leichte Installation
Bei eisXen [1] handelt es sich um eine schlanke Linux-Distribution, welche das Aufsetzen eines Xen-Servers sowie das Installieren und Betreiben virtueller Maschinen einfach und schnell gestaltet. Im Gegensatz zu den „großen“ Linux-Distributionen kann der ambitionierte Administrator damit innerhalb von 10 Minuten zu einem kompletten Xen-Server mit zum Beispiel zwei laufenden virtuellen Maschinen (in der Xen-Terminologie „unprivilegierte Domains“, kurz „domU“) gelangen.
Management virtueller Maschinen
eisXen ist von der bekannten eisfair-Distribution [2] abgeleitet und hat deren wichtigste Eigenschaft geerbt. Sie ermöglicht, leistungsfähige Linux-Server aufzusetzen und zu betreiben, ohne Linux-Kenntnisse zu besitzen. Wie eisfair verfügt auch eisXen über eine äußerst simple Installationsroutine sowie über einen integrierten Paketmanager, über den man auf Tastendruck alle gewünschten Softwarepakete installiert (mit automatischem Download aus dem Internet). Besonders wichtig dabei ist, dass die Konfiguration aller Dienste – sei es E-Mail, Webserver oder eine Datenbank – über völlig einheitliche Mechanismen erfolgt.





