Über eigene, separat zu lizenzierende OXtender lässt sich sogar Outlook nahtlos in eine auf dem Open-Xchange Server basierende Groupware-Umgebung integrieren. Gleiches gilt für den unter Linux weit verbreiteten Personal Information Manager Evolution. Auch für diesen existiert ein spezieller OXtender, der die Integration vereinfacht. Wer vor dem Hintergrund der Support-Problematik auch über mehrere Rechner-Architekturen hinweg eine weitgehend einheitliche Software-Landschaft realisieren möchte, kann auch ohne OXtender glücklich werden, indem er auf die Produkte Firebird und Thunderbird der Mozilla Foundation zurückgreift. Ähnlich große Flexibilität ist auf dem Markt derzeit wohl nicht zu finden.

Da es sich bei den über verwalteten Daten in der Regel um sensible Informationen handelt, bietet der Open-Xchange Server Mechanismen zu deren Schutz. Auf Seite des Web-Interface sind dies Secure Socket Layer (SSL) und Transport Layer Security (TLS), die beide über Zertifikate realisiert werden. Diese können auch bei der Anbindung von Clients zum Einsatz kommen, wo sie der Verschlüsselung der Kommunikation dienen und die übermittelten Daten auf diesem Weg nach aktuellem Stand der Technik abhörsicher machen. Der limitierende Faktor ist dabei die Unterstützung der jeweiligen Technik auf der Seite des Clients. Mittlerweile sind aber alle weiter verbreiteten Produkte in der Lage, mit Zertifikaten umzugehen.

Auf dem Weg in die Zukunft

Mit dem gebotenen Funktionsumfang ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Die Entwickler arbeiten bereits intensiv an den Verbesserungen, die in die nächsten Versionen einfließen sollen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Einsatz in verteilten Umgebungen. Ganz besonders weit oben auf der Liste der noch zu implementierenden Funktionen stehen dabei die Trennung zwischen Web-Interface und Backend-Server sowie eine Datenreplikation zwischen mehreren Servern. Einmal realisiert, sorgen diese beiden Punkte für eine deutlich bessere Skalierbarkeit und eine höhere Datensicherheit. Spätestens mit der Einführung dieser Features schließt der Open-Xchange Server die letzte Lücke, die ihn noch von den beiden marktbeherrschenden Systemen trennt.

Neben den Standardverfahren bietet der Mailfilter des Open-Xchange Server den Einsatz regulärer Ausdrücke an.

Neben den Standardverfahren bietet der Mailfilter des Open-Xchange Server den Einsatz regulärer Ausdrücke an.

Zusätzlich arbeiten einige Teams daran, dem Open-Xchange Server Funktionen zu spendieren, die weit über das eigentliche Groupware-Konzept hinausgehen. So ist beispielsweise denkbar, die bereits vorhandene Verwaltung der Groupware-Nutzerkonten per LDAP auch zum Management eines Samba-Servers heranzuziehen. So gerüstet könnte der Open-Xchange Server durchaus eine Alternative zu Windows Server 2003 darstellen – die nötige Leistungsfähigkeit bringt Samba bereits mit. Auch auf den immer stärker in den Markt drängenden Appliances auf Linux-Basis würde sich der Open-Xchange Server sicher gut machen.

Dass der Open-Xchange Server bereits jetzt eine für viele Anwendungsfälle mehr als ausreichende Leistung bietet, beweisen Kunden wie ARS Altmann, das Zentralkrankenhaus Lausanne mit immerhin über 7.000 Anwendern, der Bund deutscher Kriminalbeamter und nicht zuletzt die Bundesgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen.

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