Es bedarf jedoch einer profunden Strategie, die die Behörden bei der Modernisierung und Weiterentwicklung ihrer jeweiligen IT-Landschaft unterstützt. Sie muss helfen, trotz heterogener Systeme eine reibungsfreie und zuverlässige Kommunikation über Behörden- und Standortgrenzen hinweg zu ermöglichen und gleichzeitig die sensiblen und lebenswichtigen Infrastruktursysteme von Staat und Verwaltung zu sichern.
Die KBSt – Kompetenzträger in der Bundesverwaltung
Als zuständige Behörde verfolgt das Bundesministerium des Innern seit Jahren eine entsprechende Strategie. Sie ist in erster Linie auf die Vermeidung beziehungsweise Verringerung von leicht angreifbaren und daher sicherheitstechnisch bedenklichen Monokulturen in der Systemlandschaft gerichtet. Außerdem gilt es, die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern zu reduzieren. Die Förderung offener Standards und die Schaffung von Software-Vielfalt am Markt gehören zu den zentralen Aspekten der Strategie. Als Organisationseinheit im Innenministerium unterstützt ein Expertenteam der KBSt die Bundesbehörden auch im Themenbereich offene Standards und OSS. In ihren Projekten setzt die KBSt besonders auf praktische, dem Behördenbedarf entsprechende Werkzeuge und Methoden, die eine wirtschaftliche Umsetzung der gesamtstrategischen Vorgaben ermöglichen. Das virtuelle Open-Source-Software-Kompetenzzentrum (OSS-CC) [1] ist eine Anlaufstelle für alle Interessierten rund um das Thema OSS mit einer Übersicht zu aktuellen OSS-Verwaltungsprojekten, die durch Informationen zu Trends im europäischen Kontext sowie durch eine Linksammlung und ein Glossar ergänzt werden. Darüber hinaus zeigt sich die KBSt für die Weiterentwicklung von „SAGA“ und dem „Migrationsleitfaden“ verantwortlich, zwei auch international stark beachteten Publikationen.

















