von Dr. Joachim Sturm, 03.12.2006

Die KBSt als Wegbereiter für offene Standards und Open Source in der Verwaltung: Offene Standards – ein Widerspruch in sich?

Aus dem
t3n Magazin Nr. 6

SAGA - Standards und Architekturen für E-Government-Anwendungen

Die Modernisierung der Verwaltung ist eine Daueraufgabe des Staates. Durch die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie hat die Aufgabe seit den 90er Jahren eine neue Qualität erreicht. Verwaltungskunden, Bürger und Unternehmen erwarten neben service- und transaktionsorientierten elektronischen Dienstleistungsangeboten insbesondere einen „Service aus einer Hand“. Die Nutzer differenzieren in der Regel nicht nach Verwaltungsebenen, sondern setzen auf ein durchgängiges und umfassendes elektronisches Angebot. Für einen modernen elektronischen Kommunikationsraum gilt es daher, die bestehenden elektronischen Inseln bei Bürgern und Unternehmen sowie Behörden sicher miteinander zu verbinden. Auf der Basis einer verlässlichen Identifizierung und Erreichbarkeit der Kommunikationspartner muss der Austausch vertraulicher Daten sichergestellt sein. Dazu bedarf es insbesondere der Vorgabe einheitlicher IT-Standards und IT-Architekturen.

Mit dem Dokument „Standards und Architekturen für E-Government-Anwendungen“ (SAGA) wird die Basis geschaffen [2]. Das Standardpapier ist eines der wichtigsten Dokumente des deutschen E-Government. SAGA prüft verbreitete Standards, Verfahren und Methoden der modernen Informationstechnik und gibt klare Empfehlungen für den Einsatz im E-Government-Bereich. Die in SAGA referenzierten Standards bilden somit eine langfristige Grundlage für den reibungslosen Datenfluss im deutschen E-Government. Sie stellen sicher, dass behörden- und organisationsübergreifende E-Government-Anwendungen interoperabel, plattformunabhängig und zugleich investitionssicher realisiert werden können.

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