Zusammenspiel von sozialen und technischen Faktoren ist entscheidend
Der Clou dabei: Der Shopbetreiber bietet eine technische Basis an und seine Kunden beteiligen sich aus eigenem Antrieb an den Wertschöpfungsprozessen des Unternehmens. Aber erst die aktive Beteiligung der Konsumenten und die persönliche Beziehung untereinander führen zu einem funktionierenden Social Commerce. Diese Faktoren sind die Basis für eine vertrauensvolle Kommunikation unter den Marktteilnehmern.
Produktbewertungen, persönliche Empfehlungen, Vorschläge, Blogs und Wunschlisten sind heute die Grundausstattung einer Social-Commerce-Plattform, die Produktsuche über eine Farbmatrix oder Materialien ist eine reizvolle Erweiterung. Händler können die Unterhaltungen zu ihren Produkten durch gute Produktbeschreibungen, Bilder, Anwendungsbeispiele und vielleicht auch durch originelle „virale” Marketingansätze unterstützen.
Lohnt es sich für Shopbetreiber?
Bislang war E-Commerce stark dadurch geprägt, dass sich der Kaufinteressent auf die Website des Online-Shops begab und dort ein Produkt kaufte. Doch dieses klassische Muster des Online-Shoppings beginnt sich zu ändern: Nicht mehr der Shop selbst ist der zentrale Punkt für den Verkauf, sondern es sind viele verschiedene Internetseiten, Portale oder Blogs, die oft eine viel persönlichere Beziehung zu den Konsumenten aufbauen können, als dies mit einem normalen Online-Shop möglich wäre.
Die Angebote müssen also näher am Interessenten sein, ohne diesen allerdings zu sehr zu bombardieren oder zu langweilen. Hierbei spielen vor allem Empfehlungen von anderen Konsumenten eine große Rolle. Auf Bewertungs- und Empfehlungsportalen oder direkt in sozialen Netzwerken wie Facebook berichten Käufer über Produkte und ihre persönlichen positiven und negativen Erfahrungen mit diesen Produkten. Wenn man als Anbieter offen und transparent an den „Marktgesprächen” teilnimmt, lässt sich ein langfristiger Erfolg erzielen. Denn begeisterte Kunden sind die besten Verkäufer, wie man spätestens seit Tupperpartys weiß.
So reizvoll die technischen Möglichkeiten des Social Commerce sind: Im Hinterkopf sollten Sie immer das Überangebot an Informationen haben. Setzen Sie also eher auf ungewöhnliche Geschichten und Ansätze, die sich vom stets vorhandenen „Grundrauschen“ absetzen. Und vergessen Sie nicht, Ihre Verdienstmöglichkeiten frühzeitig einzuplanen.


![Social Commerce: Warum Shops bei Facebook nicht durchstarten [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-366319_infografik-social-commerce-Kopie-_medium.jpg)
![So wirken sich Social Logins auf den E-Commerce aus [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-384042_sociallogin_27395_medium.jpg)

3 Antworten
von Roland 09.09.2009 (20:55Uhr) 1.
Sehr guter Artikel auch wenn das Startup für individuelle Möbel - woonio hier vergessen wurde - aber ich helf ja gern nach :)
von Social Commerce: Wie Online-Shops vom ge… 10.09.2009 (00:33Uhr) 2.
[...] Gemeinsam einzukaufen macht immer noch am meisten Spaß. Doch diese Möglichkeit fehlt vielen Kunden beim Online-Shopping. Social Commerce kann den Spaß am Einkaufsbummel im Web steigern – und die Umsätze ankurbeln. Was liegt näher, als die soziale Komponente des Einkaufsbummels wieder mehr in den Vordergrund zu holen und so den Spaßfaktor für Shopper und den Umsatzfaktor für Shopbetreiber zu erhöhen? Ein Artikel von Ulrich Hafenbradl aus t3n Magazin Nr. 15 zeigt Beispiele aus der Praxis und klärt, inwiefern sich die Mühe für Shopbetreiber lohnt. Er steht jetzt im Heftarchiv zur Verfügung. » weiterlesen [...]
von Fundstücke und Lesenswertes zu den Them… 16.09.2009 (14:34Uhr) 3.
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