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Online-Shop Solvino im Porträt: „Lebensmittel sind Vertrauenssache“

Aus dem
t3n Magazin Nr. 29

09/2012 - 11/2012

Wer Kai Grimme von Solvino nur ein paar Sätze lang zuhört, begreift schnell, dass der gelernte Chirurg für sein Business brennt. Der Gründer steht voll hinter den Delikatessen, die er über solvino.de vertreibt. Angefangen hat alles mit Wein, doch mittlerweile gehören auch Kaffeesorten aus aller Welt, erlesene Pesti und weitere besondere Lebensmittel zum Sortiment.

Online-Shop Solvino im Porträt: „Lebensmittel sind Vertrauenssache“

Solvino
Solvino-Gründer Kai Grimme in seinem Büro.

Die ursprüngliche Geschäftsidee von Solvino umreißt Grimme in wenigen Worten: die Lust am Besonderen, bewusster Genuss, Wein, Sonne, ein netter Abend mit Freunden. Diese Idee ergab sich aus seiner damaligen Lebenssituation, denn als Klinikarzt war genau für derartige Dinge keine Zeit. Während der Freundeskreis zum Feierabend auf dem Balkon die Seele bei einem Glas Wein baumeln ließ, war Grimme immer noch im OP. 70 bis 80 Stunden Arbeit pro Woche waren keine Seltenheit und das Gehalt rechtfertigte diesen Zeitaufwand in keiner Weise.

Gemütlichkeit als Inspiration

Grimme überlegte, was er an seiner Situation ändern könnte. Internetaffinität und ein Interesse am Unternehmerischen führten in Kombination mit dem Eindruck, dass man damals nirgendwo leckere und hochwertige Weine online kaufen konnte, zu der Idee, einen entsprechenden mit einem Partner als Geldgeber zu gründen.

Der gelernte Chirurg stürzte sich nicht direkt ins Business, sondern plante den Start minutiös. Als die Sache immer ernster wurde, überlegte er, ob er wie eBay-Powerseller „vom Sessel aus“ arbeiten oder das Thema gleich richtig angehen will. Er machte es richtig, gründete eine GmbH und sah sich nach einem vollwertigen Shopsystem um.

Freunde und Familie als Schlüssel zum Erfolg

Besonders ohne die Unterstützung seiner Frau, wäre Grimme nie so weit gekommen, erklärt der Gründer. Er bezog ohnehin von Anfang an Freunde und Familie in den Gründungsprozess ein. So ist es beispielsweise den ihm nahestehenden Personen zu verdanken, dass Solvino nicht ilgusto24 heißt, und auch die Entscheidung für Shopware als Shopsystem fiel aufgrund der Einschätzung von Bekannten, die dem damals noch jungen Shopsystem-Anbieter viel zutrauten. Der Chirurg erinnert sich schmunzelnd daran, dass viele seiner Wünsche an ein Online-Shopsystem damals noch nicht erfüllt waren. Hatte man beispielsweise 100 Stück von einem Artikel, konnte ein Kunde theoretisch trotzdem 200 Stück in den Warenkorb legen.

Grimme gab sich damit nicht zufrieden und hakte nach. Der Shopsystem-Entwickler agierte flexibel und bot einen guten Service. Shopware integrierte beispielsweise für Solvino mit wein.cc eine Preissuchmaschine für Weine, die mittlerweile standardmäßig Teil der Shopware-Installation ist.

Der Anspruch, alle Bestellungen noch am selben Tag zu verschicken, führte dazu, dass Grimme schon früh mit allen Wassern gewaschen war. Er lernte schnell, wen man wo kennen muss, um die Pakete noch loszuwerden. In der Anfangsphase belud er seinen Kombi abends manchmal sogar zwei Mal, um die Sendungen zum Umschlagplatz zu bringen, wenn die Postfilialen schon geschlossen waren. Auch hier zahlte es sich aus, Freundschaften zu schließen.

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Eine Antwort
  1. von matthias.faenger am 19.02.2013 (11:46 Uhr)

    Idee und Shop gefallen mir im Grunde sehr gut. Nur das Shopdesign sieht mir einfach zu sehr nach "typisch Shopware" aus. Außerdem findet sich mMn zuviel Textwüste in zu kleiner Schriftgröße, was auf mich den Eindruck von reinem SEO-Text macht.

    Alles in allem aber ein gute Idee, ordentlicher Shop und (scheinbar) erlesene Produkte. Daher viel Erfolg!

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