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Geschenke für Design-Junkies: Onlineshop-Portrait Donkey Products

Aus dem
t3n Magazin Nr. 36

06/2014 - 08/2014

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Eine Fahrradtasche für Bierliebhaber, ein Holz-Tablet und der Kinderlöffel „Knatter“ sind nur drei Artikel aus dem Sortiment von Donkey Products. Das Unternehmen entwickelt alle Produkte selbst. Im stationären Handel sind die Produkte bereits fest etabliert. Jetzt wollen die Hamburger im Onlinehandel angreifen.

Geschenke für Design-Junkies: Onlineshop-Portrait Donkey Products

Donkey Products hat sich auf smarte und hippe Geschenkartikel spezialisiert – diese zwei Attribute vermutet man bereits, wenn man sich auf den Weg zum Kreativ-Hauptquartier der Hamburger macht. Der Firmensitz befindet sich in einem gemütlichen Hinterhof mitten im Szeneviertel Sternschanze. Gründer und Inhaber Florian Berger ist ein alter Online-Hase, auch wenn er seinen Webshop erst 2013 aus dem Boden stampfte. Bereits zur Jahrtausendwende gründete er eine auf Design spezialisierte Agentur. Als er jedoch die Idee zu seinem ersten Produkt hatte – einem Oldschool-Telefonhörer zum Anschluss an Smartphones –, merkte er schnell, dass hier seine Zukunft liegt. Im Gegensatz zum Agenturgeschäft könne man den Erfolg in diesem Bereich direkt messen, so Berger: „Du legst ein Produkt auf den Tisch und die Leute finden es entweder total super oder einfach nur schlecht.“

Urban Gifts for Happy People

Diese Erkenntnis nahm Berger zum Anlass, sich aus dem Agenturgeschäft zurückzuziehen und Donkey Products zu gründen. Das war 2008, das Jahr, in dem Berger „komplett bei Null mit einem weißen Blatt Papier“ anfing.

Donkey Products sieht sich selbst nicht nur als Produktentwickler, sondern auch als Designlabel und Ideenagentur. Der Anspruch an die eigenen Artikel: Jedes Produkt soll eine Geschichte erzählen, die dem Käufer ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Das klappt in den meisten Fällen erstaunlich gut – egal ob es um klassische Geschenkartikel geht, um Kinderprodukte oder um Einrichtungsartikel.

Klassischer Retail als Wurzel

Donkey Products war zwischen der Gründung 2008 und 2013 fast ausschließlich auf B2B ausgerichtet. Das Unternehmen hatte zwar einen Onlineshop, der aber laut Berger nur nebenher lief. Erst seit dem vergangenen Jahr bauen die Hamburger ihren Shop für Endkunden ernsthaft als weitere Vertriebssäule auf. Das ist kein Zufall: „Mir war von Anfang an klar, dass ich irgendwann einen Webshop benötige. Vorher wollte ich aber in den Handel, um ordentliche Stückzahlen absetzen zu können“, erklärt der Director of Possibilities, wie die Jobbeschreibung auf der Visitenkarte von Inhaber Florian Berger lautet.

Dass mit seinen Produkten tatsächlich einiges möglich ist, merkte der gelernte BWLer bereits auf der ersten Messe, auf der er sein Unternehmen und seine Artikel präsentierte. Die Donkey-Produkte weckten nicht nur das Interesse von klassischen Geschenkartiklern; auch Museumsshops, auf Kinder fokussierte Retailer und Einrichtungsläden klopften bei Berger an.

Mit ihren Messeauftritten richten sich die Hamburger besonders an den stationären Handel.
Mit ihren Messeauftritten richten sich die Hamburger besonders an den stationären Handel.

Mittlerweile ist Donkey Products auch im Buchhandel, in Modeläden, in Einrichtungshäusern und Blumenläden vertreten. Die Design-Artikel des Hamburger Unternehmens finden sich zum Beispiel im KaDeWe in Berlin, bei Urban Outfitters in Nürnberg, in den Galeries Lafayette in Paris, im Geekshop in Südkorea und als Shop-in-Shop in zahlreichen Karstadt-, Kaufhof- und Thalia-Filialen. Zu den bekanntesten Onlineshops, die Produkte von Donkey Products führen, gehören unter anderem Design3000, Magazin und frontlineshop.

Zwar ist Donkey Products ganz klar ein Geschenkartikler, aber die eigenen Artikel passen nach Ansicht von Berger in ganz unterschiedliche Branchen. Diese Annahme ist eng verknüpft mit der Zukunftsprognose, die der Geschäftsführer für den Onlinehandel im Allgemeinen abgibt: „Ich glaube, dass Shops sich in Zukunft auf bestimmte Zielgruppen und nicht mehr auf Produktgruppen spezialisieren werden. Ich kann mir zum Beispiel gut vorstellen, dass ein Bekleidungsshop für Hipster auch bestimmte Geschenkartikel aus unserem Sortiment anbietet.“ Gar nicht so abwegig, denn die Preisspanne von fünf bis 30 Euro macht diese Produkte zu perfekten Mitnahmeartikeln. Donkey Products plant entsprechend verstärkt Kooperationen mit der Modebranche.

Die Zukunft ist online

Abgesehen von allen weiteren Plänen für Kooperationen mit dem stationären Handel liegt seit Kurzem der Fokus auf online. Vor der Gründung seines Onlineshops setzte sich Berger mit einigen Bekannten zusammen, um in einem Workshop die Weichen zu stellen. Mit dabei: Hubertus Bessau von mymuesli.de, Alexander Graf von eTribes und einige andere. Ersterer war mit mymuesli zu der Zeit auf dem Weg in den Retail-Handel, sodass Berger und Bessau perfekt von den Erfahrungen des anderen profitieren konnten.

Mit Janne-Flemming Berngruber fand der Donkey-Products-Chef „einen richtig guten Mann“, der die Pläne gemeinsam mit der Agentur Netshops umsetzen konnte und den Onlineshop heute auch leitet. Die Entscheidung für das Shopsystem fiel auf Shopware. Ausschlaggebend hierfür war in erster Linie die ausführende Agentur, die mit der entsprechenden Expertise aufwarten konnte und so die Software gemäß den Vorstellungen von Donkey Products individualisieren konnte. Die Mitarbeiter des Hamburger Unternehmens schätzen an Shopware besonders die einfache Handhabung im Backend und das hohe Maß an Individualisierungsmöglichkeiten. Zu den wichtigsten eingesetzten Plugins zählt Berngruber jene für Gutscheine, Routing-URLs und Homeboxes für das Design der Startseite.

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4 Antworten
  1. von Philipp am 17.11.2014 (14:19 Uhr)

    Ja gute Idee, auch wenn es sich mehr um Geschenkideen, als richtige hochwertige Designprodukte handelt, aber werde ich mir mal anschauen ob ich für den Blog http://smartdesigned.de/ da ein paar Produkte aufnehme.

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  2. von Gerhard maier am 17.11.2014 (21:46 Uhr)

    Und was sagen die Einzelhändler die die Marke eingführt haben?
    Denen fährt man jetzt and Bein!!!

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    • von Stefan H. am 18.11.2014 (10:52 Uhr)

      Das sehe ich anders, je bekannter eine Marke ist und je mehr sie selber ins Marketing steckt, desto besser ist es auch für die Einzelhändler. So war und ist es zumindest bei uns als Sportartikelhersteller. Der Einzelhandel sieht jedoch alles immer gerne als Gefahr und nicht als Chance.

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  3. von Christos Papadopoulos am 18.11.2014 (11:14 Uhr)

    In letzter Zeit finde ich auf t3n viele geniale Shopempfehlungen, ich habe zu danken, mein Geldbeutel ist bald leer! :D :)

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