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t3n 31

Open Device Labs: Testlabore für das mobile Web

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Fazit: Multi-Device-Testing ein Muss

Aufgrund der mannigfaltigen Landschaft mobiler Endgeräte in der heutigen Zeit gilt Multi-Device-Testing für moderne Webprojekte mittlerweile als Pflicht für professionelle Webentwickler. Open Device Labs sind eine spannende Möglichkeit, die eigenen Projekte mit wenig Aufwand umfangreichen Testläufen zu unterziehen. Zudem sind sie auch Treffpunkte für Entwickler, sich auszutauschen und gegenseitig zu inspirieren.

Interview mit LabUp-Machern: „63 Open Device Labs bereits gegründet“

LapUp! ist eine Non-Profit-Organisation, die die Gründung und Weiterentwicklung von Open Device Labs weltweit unterstützt. Wir sprachen mit Projektgründer Andre Jay Meissner und Unterstützer Sven Wolfermann über den Hintergrund und Einsatzmöglichkeiten von ODLs.

Andre Jay Meissner (Twitter) hat neben seinem Developer Relations Job bei Adobe die Initiative „LabUp!“ [8] zur Förderung von Open Device Labs ins Leben gerufen. Er pflegt ein globales Verzeichnis und hilft ODLs bei Gründung, Betrieb und Weiterentwicklung.

Wie hilft LabUp! Gründern und Betreibern von ODLs?

Andre Jay Meissner (AJM): Wir sehen uns vor allem als Informationsdrehscheibe. Wir sammeln Infos und geben diese weiter, helfen beim Netzwerken zwischen ODL-Managern, arbeiten an zentralen Lösungen der Promotion und machen Lobbyarbeit. Kürzlich ist auch unsere neue Website [9] online gegangen.

Sind ODLs weltweit verbreitet?

AJM: Als ich im Juli 2012 zum ersten Mal von der Idee der ODLs hörte, gab es acht weltweit. Und keines davon außerhalb Europas. Im September kam das erste in Nordamerika dazu. Heute gibt es 63 ODLs auf fünf Kontinenten. Davon sind 44 bereits etabliert und stellen gemeinsam über 650 Devices zur Verfügung. Weitere 19 ODLs sind in der Gründungsphase, und ich höre regelmäßig von neuen Vorhaben.

Welche Möglichkeiten gibt es, an Testgeräte zu kommen?

AJM: Hersteller anschreiben, kann und sollte man versuchen. Leider blicken nicht alle Anbieter in gleichem Maße über ihren Tellerrand und verkennen den Nutzen einer flächendeckenden Qualitätssicherung. Bei einigen Herstellern gibt es zum Glück gut funktionierende Developer Relations Teams und Programme zum Device Seeding. Aber selbst dort kommen schnell Zweifel an der Seriosität von ODL-Betreibern auf – was beim materiellen Wert der Geräte ja teilweise verständlich ist. Unsere Initiative versucht, hier zu helfen, indem wir ODLs eine Lobby geben, ODL-Betreibern die Anliegen der Hersteller verständlich machen und die Anfragen von ODLs gebündelt an die Hersteller richten.

Sven Wolfermann (Twitter) ist ist freier Webentwickler mit Schwerpunkt Frontend-Entwicklung und sehr aktiv in Sachen Multi-Device-Testing von Websites.

iOS und Android oder doch Bada und Symbian? Nach welchen Kriterien wählst du Testgeräte aus?

Sven Wolfermann (SW): Grundsätzlich nach der Zielgruppe und der primären Nutzungsregion der Website. Selbst in Europa gibt es diesbezüglich sehr deutliche Unterschiede: In Großbritannien zum Beispiel ist Blackberry noch wesentlich stärker vertreten als in Deutschland, Bada hingegen ist in Frankreich recht stark, weit mehr als zum Beispiel Windows Phone. In anderen Regionen finden sich viele günstigere Smartphones mit Symbian OS. Und natürlich sind unterschiedliche Bildschirmgrößen und Pixeldichten zum Testen von Responsive Webdesigns interessant.

Welche Software kannst Du für das Testen und Debuggen auf mobilen Geräten empfehlen?

SW: Adobes Edge Inspect ist eine echte Erleichterung beim Entwickeln. Eine Website auf alle verbundenen Geräte zu spiegeln, ist echt praktisch. Wenn der Entwickler Fehler in der Darstellung erkennt, kann er mit dem eingebauten Debugger den Fehlern auf die Spur gehen. Auch Screenshots von den Geräten lassen sich damit machen und automatisch auf den Rechner ziehen.

Michael Scharnagl
Michael Scharnagl

arbeitet als selbstständiger Frontend Entwickler in Berlin. Er hat sich vor allem auf die Umsetzung von Responsive Design spezialisiert und legt großen Wert auf Webstandards. Desweiteren betreibt er das Open Device Lab Berlin, ist Mitgründer der Usergroup „Berlin Desknots“ und bloggt als justmarkup.

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Links und Literatur

  1. ODLs weltweit
  2. Halterung bauen
  3. Test-Software
  4. Adobe Edge Inspect
  5. Weinre
  6. Phonegap Weinre Server
  7. JS bin
  8. LabUp!
  9. Die neue ODL-Website OpenDeviceLab.com

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4 Reaktionen
Thorsten Wilhelm

Wo bleiben die Betreiber von Teststudios und Use Labs, die könnten so etwas doch auf aufbauen, pflegen und anbieten, dann im Paket mit Nutzertestings. Oder gibt das schon ?

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Tobias

Ich finde die Idee sehr gut. Gerade wenn ich eine Anwendung auf verschiedenen Tabletgrößen testen möchte, lässt sich das nur von der Optik her simulieren. Die Usability kann nur direkt am jeweiligen Device getestet werden.

Nur schade das es kein Open Device Lab in BW gibt...

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JasonAldean
JasonAldean

Am besten machen wir das ganze Internet rückwärtskompatibel bis Rauchzeichen.

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JasonAldean
JasonAldean

Gestern habe ich eine Webseite für ein dampfbetriebenes Mobilgerät mit Linux Obscure Edition angepasst. Das ganze Layout war kaputt, und es war einzig allein meine Schuld. Warum schreibt ich auch Code der den Webstandards folgt wenn doch jeder weiß das man soviele Browserhacks wie möglich unter Verwendung von mindestens 10 verschiedenen Javascript Libraries einbinden muss damit die Webseite dann auch professionell ist.

brb teste gerade eine Webseite auf einem Backstein

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