von Javier Salas, 04.12.2005

Interesse an freien Content Management Systemen wächst weiter: Open Source CMS-Challenge 2005

Aus dem
t3n Magazin Nr. 2

Die Kommunikationspausen zwischen den Fachvorträgen wurden zum Austausch zwischen Dienstleistern und Teilnehmern genutzt.

Am 20. Oktober fand in Stuttgart die Open Source CMS-Challenge 2005 statt. Auf der deutschlandweit einzigen Veranstaltung dieser Art berichteten drei Anwender in Fachvorträgen von ihren Erfahrungen mit den Open Source Content Management Systemen OpenCMS, TYPO3 und Zope/Plone. In der begleitenden Ausstellung konnten die drei Produkte verglichen werden. Unter den Experten herrschte weitgehend Einigkeit: Die Open Source Systeme sind eine ernstzunehmende Konkurrenz für etablierte Anbieter und entwickeln sich rasant weiter.

Nachdem die CMS-Challenge [1] in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal stattfand, waren die Veranstalter auf den Andrang der Teilnehmer vorbereitet. Knapp 50 Entscheider mittelständischer Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen informierten sich an einem Nachmittag über die leistungsfähigsten Open Source Content Management Systeme OpenCMS, TYPO3 und Zope/Plone.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Fachvorträge von Anwendern und deren Erfahrungen aus der Praxis. Die Referenten der Kreissparkasse Waiblingen, der Schattauer GmbH und der Parnass Ltd. beleuchteten vor allem die Gründe, warum sie sich in ihrer jeweiligen Situation für ein Open Source entschieden hatten. Von diesem Know-how profitierten vor allem jene Teilnehmer, die vor einer vergleichbaren Investitionsentscheidung stehen.

Durch das Programm führte Hans-Ulrich Schmid von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, der kurzfristig für den erkrankten Chefredakteur des Content Management Magazins, Jörg Dennis Krüger, einsprang. WEB for ALL, eine gemeinnützige Initiative für ein barrierefreies Internet, verdeutlichte in ihrer Keynote sehr plastisch, mit welchen Barrieren benachteiligte Benutzer auf Internetseiten kämpfen müssen. Auf besonderes Interesse stießen Argumente, warum der Mehrwert einer barrierearmen Website den Aufwand meist überschreitet. „Voraussetzung dafür“, so die Projektleiterin Brigitte Luckhardt, „ist jedoch der Einsatz eines Content Management Systems. Ohne CMS ist die Pflege nicht wirtschaftlich vertretbar.“

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