Die Definition des Begriffs „Aufschwung“ ist relativ. Das aktuelle, lediglich zyklisch bedingte Hoch der deutschen und europäischen Wachstumsraten kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die mittel- und langfristigen Perspektiven weniger rosig sind. DB Research, ein Think Tank der Deutschen Bank, geht beispielsweise von nur 1,5 Prozent durchschnittlichem Wachstum für Deutschland bis zum Jahr 2020 aus [1].
Doch wie sieht es in der IT-Branche aus, die seit 25 Jahren immer wieder zur Wunderbranche deklariert wird? Eine Studie der EITO (European Information Technology Observatory) geht derzeit von nur 2,9 Prozent Wachstum in Europa aus [2], womit das Branchenwachstum kaum über dem der Gesamtwirtschaft liegt und die Renditen nachlassen. Viele Software-Unternehmer reagieren mit Sparmaßnahmen und denken über die Einführung von standardisierten und automatisierten Entwicklungsprozessen, den Aufbau und Einsatz von Bibliotheken und ähnliche Mittel mit entlastendem Charakter nach. Ebenso wie Outsourcing haben auch diese Maßnahmen ihre Berechtigung. Sie verschaffen Freiräume und verbessern die Produktivität. Sie stellen jedoch noch längst keine wirkliche Strategie dar, auf die sich ein Open-Source-Dienstleister in Zukunft stützen kann.



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