Permission-Marketing mit TYPO3 ist ein reiches Betätigungsfeld: Notwendig ist dabei nicht nur, „direct_mail“ oder andere Extensions rein technisch in den Griff zu bekommen. Dem Kunden die auf Marketingebene nötigen Services und Beratungsleistungen anzubieten, trägt entscheidend dazu bei, die Differenzierung aufzubauen und den Unterschied noch deutlicher zu machen. Auch hier sind ergänzende strategische Komplementär-Allianzen sinnvoll, denn sie erhöhen abermals die Lösungskompetenz im fokussierten Bereich.
Permission-Marketing-Spezialisten des technischen Bereichs können beispielsweise mit dem Adresshandel, mit Offline-Direktmarketing-Experten oder mit SEO-Spezialisten kooperieren. News- und Blogging-Experten kooperieren sinnvollerweise mit PR-Experten, Spezialisten für multilinguale Websites mit internationalen Offline-Agenturen und Übersetzungsbüros sowie Shop-Experten mit Logistik- und ERP-Spezialisten. Zur Verdeutlichung: Es wird nicht ausreichend sein, nur einige Installationen vorgenommen zu haben. Sofern wirkliche Differenzierung aufgebaut werden soll, muss die Lösungskompetenz im gewählten Fokus umfassend und erschöpfend sein. Alles andere „verwässert“ das Profil, die Differenzierungsstrategie funktioniert nicht und verbesserte Preise lassen sich nicht erzielen.
Integrationsschwerpunkte
Im Bereich der Integration und Konnektivität mit weiteren IT-Systemen findet sich ein weiteres großes und rasch wachsendes Betätigungsfeld. Unternehmen benötigen möglichst umfassende und nahtlose Integrationen, um zu eleganten, produktiven und ganzheitlichen Lösungen zu gelangen. Das gilt unabhängig davon, ob die Integration zu einem CRM-, einem Groupware- oder ERP-System hergestellt werden soll und auch unabhängig davon, ob das Fremdsystem Open Source oder proprietär ist. Spezialisierungen sind hier über die Auswahl einzelner Fremdsysteme (z. B. vtiger, SugarCRM, eGroupWare, Exchange) oder über die generelle Orientierung (z. B. Workflow-Systeme oder Marketing- und Vertriebs-Support) möglich. Strategische Komplementär-Allianzen sind auch hier wieder ein interessantes Mittel, um die Differenzierung zu verstärken: Wer sich auf Groupware- und Workflow-Systeme spezialisiert, kann sinnvoll mit Organisationsberatern kooperieren. Ein CRM-Fokus passt gut zu Vertriebsberatern und -trainern oder auch zu Marketing-Spezialisten.
Die vorgenannten Beispiele zeigen, dass eine Differenzierungsstrategie nicht im Handumdrehen realisiert werden kann. Keinesfalls reicht es aus, sich beispielsweise als Experte für Tourismus-Websites auszugeben und dadurch auf Erfolg zu hoffen. Das Kommunizieren einer realen Differenzierung ist nur der finale Baustein. Wirkliche Differenzierung lässt sich nur herstellen, wenn sie sich in allen Wertschöpfungsaktivitäten widerspiegelt und ganzheitlich gelebt wird: In der Personalpolitik wie der Marketingkommunikation, im Vertrieb wie in der Technik, in der Produkt- und Servicepolitik wie in Finanzierung, in Kalkulation und PR. Die genannten Beispiele zeigen, dass es gerade die Mühen des Aufbaus einer Differenzierung sind, die Wettbewerber tendenziell davon abhalten, die Strategie zu imitieren. Strategisches Denken und Handeln erfordern Konzentration und Ausdauer.


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