Mit freier Software zur eigenen Community
Open Source für Social Networks

Sebastian Kopatz, Matthias Palm, t3n Nr. 12 (06/2008) | 1 Kommentar |  |  Teilen

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Immer mehr Unternehmen, Veranstalter und Vereine erkennen die Potenziale, die sich durch ein Social Network als Plattform zur Kollaboration und zum sozialen Austausch ergeben. Nicht immer kommen dabei Baukasten-Lösungen in Frage, weil sie nicht selbst gehostet oder nicht individuell genug angepasst werden können. Wir stellen acht an die individuellen Bedürfnisse anpassbare Softwarelösungen vor, mit denen Entwickler ein eigenes Social Network aufsetzen, einrichten und betreiben können. Alle Systeme sind kostenlos, fast alle zudem Open Source.

Die vorgestellten Lösungen haben verschiedene Stärken und Schwächen und setzen auf unterschiedliche Sprachen, entweder PHP oder Ruby (on Rails). Eine Tabelle am Ende des Artikels gibt einen Überblick über die Features, die jedes einzelne System bietet, und ermöglicht so einen direkten Vergleich.

Elgg

Elgg wurde im Jahr 2004 von zwei Studenten an der Universität von Edinburgh als E-Learning- und Kollaborations-Plattform entwickelt. Nach und nach entwickelte sich Elgg zu einem System, mit dem sich auch Social Networks betreiben lassen. Die Software ist unter der GPL lizenziert, setzt auf PHP sowie MySQL und besitzt eine eigene Plugin-Architektur. Darüber hinaus unterstützt Elgg zahlreiche offene Standards wie RSS, LDAP, OpenID, FOAF sowie XML-RPC zur Integration anderer Blog-Systeme.

Elgg lässt sich dank Single Sign-On via OpenID gut mit Systemen wie Moodle, Drupal und MediaWiki kombinieren. Kernpunkt von Elgg ist das multimediale Portfolio eines Nutzers. Dieser kann neben seinem Profil auch ein Weblog führen, einen Podcast betreiben, Dateien hochladen, RSS-Feeds einbinden und sämtliche Inhalte mit Tags versehen, über die sich Verbindungen zu anderen Nutzern herstellen und Gruppen gründen lassen. Dem Nutzer bietet Elgg die komplette Kontrolle darüber, wer seine Inhalte sehen darf – von komplett öffentlich bis auf einzelne Nutzer beschränkt.

Nach der Installation präsentiert sich Elgg in seinem Standard-Template zunächst recht schlicht, lässt sich aber mit PHP- und CSS-Kenntnissen anpassen. Die Entwicklung eigener Templates ist nicht ganz einfach, da Elgg derzeit nicht auf eine Template-Engine wie Smarty setzt. Eine deutsche Übersetzung gehört zum Standardumfang von Elgg, die Benennung einiger Menüpunkte ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

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Eine Antwort zu “Mit freier Software zur eigenen Community: Open Source für Social Networks”

  1. #1 Feuerwehr Gettsdorf

    Elgg ist zwar nicht schlecht, bietet aber nicht sehr viele Erweiterungen um den Anforderungen einer wirklich großen Community gewachsen zu sein. Ich kann da nur das kostenpflichtige Marlida empfehlen, angefangen von Miniblog bis zu Gameapps ist hier alles möglich.

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