Voneinander profitieren
Oft geht es bei Ventures eben nicht ausschließlich um Geld. Vielmehr können beide Seiten auch anderweitig voneinander profitieren. Auf der einen Seite erhält der Kapitalnehmer in vielen Fällen Unterstützung in Sachen strategische Ausrichtung oder Unternehmensorganisation. Auf der anderen Seite kann auch der Kapitalgeber langfristig profitieren, wenn das Venture eng am eigenen Geschäftsfeld ausgerichtet ist. In diesem Sinne ist ein junges und meist kleines Unternehmen nicht bloß Bittsteller, wenn es mit seinem Produkt dem meist größeren Unternehmen einen konkreten Marktvorteil bieten kann. Es wird aber deutlich, dass für Ventures fundierte Marktkenntnisse elementar wichtig sind – die gute Idee allein wird in den wenigsten Fällen ausreichen, um ein Geschäftsmodell mit fremden Kapital zur vollen Blüte zu bringen.
Bevor sich ein an Venture Capital interessierter Unternehmer an einen möglichen Kapitalgeber wendet, sollte er sich intensiv mit der Frage nach dem eigenen Stand beschäftigen, denn damit ist insbesondere auch die Frage nach der Höhe der zu erwartenden Investition verknüpft. Sicher ist: Bei Venture Capital handelt es sich nicht um eine Förderung für Gründer. Für den Investor steht ganz klar der zu erwartende Gewinn im Vordergrund. Nach einer vertraglich festgelegten Zeit von drei bis zehn Jahren will er an dem bis dahin gestiegenen Wert des Unternehmens teilhaben. Er hat wenig Interesse daran, dass eine Idee den Erwartungen nicht gerecht wird und deshalb sollte sich ein Unternehmer ganz realistisch über die eigenen Chancen am Markt im Klaren sein. Die Überlegungen sollten außerdem einer Überprüfung standhalten und so steht am Anfang jedes Ventures ein ausgefeilter Businessplan. Darüber hinaus ist es wichtig, sich vor der Kontaktaufnahme mit den möglichen Beteiligungsgesellschaften zu beschäftigen, denn der beste Businessplan nützt nichts, wenn das Venture nicht ins Portfolio des potenziellen Partners passt. Davon abgesehen würde ein Jungunternehmen aus dieser Verbindung auch keinen optimalen Nutzen ziehen, denn der mögliche Partner verfügt nicht über brauchbares Branchenwissen, das Kapitalgeber zum beiderseitigen Nutzen gerne zur Verfügung stellen.




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Eine Antwort
von Kompetenz Center Existenzgründung &laqu… 12.01.2010 (10:57Uhr) 1.
[...] zu stärken. Dies berichtet die WAZ in ihrer Ausgabe vom 6. Januar. Den ganzen Artikel findet Ihr hier [...]