Eine der wichtigsten Entscheidungen überhaupt ist, welche Zahlungsarten der Shop in den jeweiligen Ländern akzeptiert. Die Auswahl eines Payment-Service-Providers, der diese Aspekte abdeckt, damit sich der Onlinehändler voll und ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann – den Verkauf seiner Produkte – ist deshalb enorm wichtig.

Das Angebot an Zahlverfahren im europäischen Ausland ist enorm. Payment-Service-Provider helfen Shopbetreibern dabei, die richtigen auszuwählen.

Das Angebot an Zahlverfahren im europäischen Ausland ist enorm. Payment-Service-Provider helfen Shopbetreibern dabei, die richtigen auszuwählen.

So stellt sich bei dem Aufbau des neuen Online-Angebots im Ausland die Frage: Welche Bezahlsysteme biete ich als Shopbetreiber an, damit Kunden bei mir überhaupt einkaufen können? Denn nicht alle Online-Bezahlverfahren, die in Deutschland gängig sind, werden auch in anderen Ländern akzeptiert. Während in Deutschland zum Beispiel das Elektronische Lastschriftverfahren (ELV) sehr beliebt ist, werden Debitverfahren selbst innerhalb der Europäischen Union in vielen Ländern nur zur Begleichung wiederkehrender Rechnungen verwendet – etwa für Miete, Wasser, Gas und Strom. Dort haben sich andere Verfahren etabliert. Die Vielfalt der Bezahlsysteme für Internettransaktionen gleicht einem Dschungel – europaweit gibt es mehr als 300 Verfahren. Die braucht ein Internethändler natürlich nicht alle zu bedienen. Der Payment-Service-Provider allerdings schon, denn davon hängen der Erfolg des Shops und die Höhe der Kosten für die Zahlungsabwicklung ab – und damit auch der Ertrag, den der Shop letztendlich erwirtschaftet.

Lokale und internationale Systeme

Die Online-Zahlverfahren lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen: in diejenigen, die international von Händlern akzeptiert werden und in die lokalen Systeme, die in der Regel nur in dem jeweiligen Zielland gültig sind. Zu den internationalen Bezahlmethoden gehören die klassische Banküberweisung und der Rechnungsausgleich per Nachnahme. In beiden Fällen entstehen dem Kunden durch die Gebühren von Banken oder Paketzustellern jedoch hohe Zusatzkosten, was die Attraktivität dieser Bezahlformen beim Kunden mindert. Verwendung beim Einkauf per Mausklick finden auch Micro-Payment-Systeme oder eWallets wie PayPal, bei denen der Käufer den Warenpreis aus einer virtuellen Geldbörse entrichtet, die er zuvor mit einer von ihm festgelegten Summe „aufgeladen“ hat. Nachteil: Bei diesem Verfahren benötigen sowohl Käufer als auch Verkäufer ein Konto bei dem entsprechenden Anbieter. Zudem werden meist nur Klein- und Mittelbeträge über diese Systeme transferiert. Stärker verbreitet im Netz ist die Bezahlung per Kreditkarte – als wichtige Anbieter sind hier Visa, MasterCard und American Express zu nennen.

Wenn ein Onlineshop-Betreiber sich auf diese international verbreiteten Zahlverfahren beschränkt, verzichtet er jedoch auf ein großes Umsatz- und Gewinnpotenzial. Denn der Großteil der Transaktionen wird über lokale Systeme der Zahlungsabwicklung realisiert – über Debitkarten, Online-Bank-Transfersysteme, PayButtons und nationale Lastschriftverfahren. Dazu noch einmal die Beispiele von Belgien, Frankreich und den Niederlanden.

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Eine Antwort

  1. von E-Commerce: Bezahlverfahren für den int… 17.03.2010 (08:46Uhr) 1.

    [...] Artikel aus t3n Nr. 18 einen Überblick über internationale Bezahlverfahren. Der Text steht jetzt kostenlos im Heftarchiv zur Verfügung. Zudem kann man t3n Nr. 18 versandkostenfrei in unserem Shop [...]

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