von Martin Ott, 02.09.2008

Tipps zur Auswahl der richtigen Zahlungsmittel im E-Commerce: Ratgeber E-Payment

Aus dem
t3n Magazin Nr. 13

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Die Lastschrift

Lastschrift (auch ELV: elektronisches Lastschriftverfahren) ist bei Kunden wie auch Händlern in Deutschland aufgrund der einfachen Handhabung sowie bequemen und schnellen Ausführung sehr beliebt. Das Lastschriftverfahren ist daher ein Muss für jedes Internet-Startup und nimmt circa 40 bis 50 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens ein.

Viele Kunden scheuen jedoch zunehmend die vollständige Preisgabe ihrer Bankdaten. Im möglichen Streitfall liegt dem Händler keine schriftliche Einzugsermächtigung vor. Die Quote der Rücklastschriften bei diesem Verfahren ist daher sehr hoch (je nach Produkt und Partner zum Teil bis zu 40 Prozent), da der Kunde jederzeit die Möglichkeit hat, die anfallenden Beträge direkt über die Bank zurückzubuchen. Man sollte diese wichtige Bezahloption daher am besten zusammen mit einem Partner einbinden, der gleichzeitig ein professionelles Risikomanagement zur Verfügung stellt. Firmen wie B+S Card Service [1], Moneybookers [2] oder Pago [3] bieten dies an.

Die Kreditkarte

Die zweitwichtigste Bezahlmethode in Deutschland und ein Muss für alle Startups ist die Kreditkarte. Gründe für die Kreditkarte sind neben der weltweiten Verbreitung auch der Sicherheitsaspekt sowie der hohe Automatisierungsgrad. Visa, Mastercard und American Express sollte man daher immer mit anbieten. Bei den meisten Payment-Service-Providern müssen separate Kreditkarten-Akzeptanzverträge abgeschlossen werden, einige bieten allerdings alle Bezahlmethoden aus einer Hand. Zu beachten ist auch die verbreitete Einbehaltung so genannter „Rolling Reserves“. Die Auszahlung von 10 - 20 Prozent des Umsatzes wird dabei in der Regel vom Anbieter für drei bis sechs Monate zurückgehalten, um sich gegen etwaige Zahlungsausfälle abzusichern.

Obwohl die Kreditkarte sich wachsender Beliebtheit erfreut, ist die Verbreitung in Deutschland im Vergleich zum Ausland noch sehr gering. Vor allem in jüngeren Zielgruppen wie Teenagern, Auszubildenden und Studenten, aber auch in bestimmten kulturellen oder sozialen Schichten findet man Kreditkarten bisher nur vereinzelt. Auch ist die Bezahlung per Kreditkarte für kleine Beträge aufgrund der oft höheren Transaktionskosten nicht immer bestens geeignet. Besonders im Kreditkartenbereich ist es auch sehr wichtig, von Anfang an einen Partner mit professionellem Risiko- und Betrugs-Management zu wählen, der dem zunehmenden Trend zu Kreditkartenbetrügen Einhalt gewährt und diesen weitestgehend verhindert. Anbieter von kompletten Bezahlsystemen wie B+S, Bibit (in Deutschland RBS Worldpay) [4], Moneybookers oder Pago haben hier oft die Vorreiterrolle.

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