Weitere Zahlmethoden
Um neue Zielgruppen zu erschließen und das Bezahlen von kleinen Beträgen, so genannten Micropayments, zu ermöglichen, haben viele kleine Anbieter eine Vielzahl von weiteren Möglichkeiten für das Bezahlen im Internet entwickelt. So sind im Internet verwendbare Prepaid-Karten wie die PaysafeCard [12] beispielsweise bereits für Jugendliche ab 14 Jahren verfügbar. Auch gibt es Mobile-Payment-Verfahren. Aber diese sind aufgrund der schlechten Konvertierung, der Limitierung auf Kleinstbeträge, der Schwierigkeit der Zurechenbarkeit der Transaktionen sowie der immens hohen Kosten heute noch nicht massentauglich und daher nicht zu empfehlen.
Bestimmte Payment-Service-Provider können sowohl direkte und traditionelle Bezahloptionen als auch neue E-Payment-Verfahren aus einer Hand liefern. Auch hier gibt es große Plattformen wie Bibit (in Deutschland RBS Worldpay), Moneybookers oder Pago, die verschiedene Bezahlmethoden bündeln und damit die Komplexitätskosten und den Aufwand reduzieren, den vielzählige Vertragsverhandlungen, verschiedene Abrechnungssysteme und Systemintegrationen bedeuten würden.
Funktion und Leistungsangebote von Payment-Service-Providern. Quelle: ibi research (E-Commerce-Leitfaden 2008, befindet sich auf der Heft-CD).
Kosten und Integrationsaufwand
Wie bei jeder Dienstleistung variieren auch bei den Bezahlanbietern die Preise für die angebotenen Services. Neben sehr unterschiedlichen Preisen pro Transaktion stellen viele Anbieter noch separate Einrichtungs- oder andere monatliche Gebühren in Rechnung. Diese reichen von einigen hundert Euro bis zu tausenden Euro je Monat und Integration. Insbesondere in der Gründungsphase sollte daher ein Anbieter gefunden werden, der rein transaktionsbasiert abrechnet. Je nach Umsatzvolumen liegen die Preise dabei um die 3,5 Prozent plus 30 Cent je Transaktion und gehen bei Millionenumsätzen bis unter 2 Prozent.
Das Thema Risikomanagement sollten Shop-Betreiber nicht vernachlässigen, damit nicht am Ende der Kunde seinen Warenkorb leert, ohne zu bezahlen.
Neben den Gebühren für die Nutzung der Dienstleistung unterschätzen gerade junge Unternehmen oft die Kosten und Aufwände für die Integration, das Risiko-Management, Inkasso, Reporting und den Kundenservice. Für Schnellstarter, die sich auf die Kernkompetenz und schnelles Wachstum konzentrieren wollen, empfehlen sich Anbieter im Markt, die auch diese Dienstleistungen komplett für den Händler – und ohne Mehrkosten – übernehmen. In späteren Jahren der Unternehmensentwicklung kann man sich dann entscheiden, welche Prozesse vielleicht doch auch intern aufgebaut werden sollten.






