Auch die Integration von Bezahloptionen stellt ein aufwendiges und notwendiges Übel dar. Der Aufwand reicht dabei von zwei Tagen bis zu mehreren Wochen, je nach Komplexität der eigenen Plattform und Prozesse sowie des jeweiligen Bezahlsystems. Idealerweise sollte man auch hier versuchen, möglichst alle Bezahlarten von einem Anbieter und über eine Integration zu bekommen, um den Aufwand im Rahmen zu halten. Bei der Auswahl des richtigen Partners kann die Integration aller relevanten Bezahlmethoden und des Risikomanagements inklusive Vertragsabschluss in zwei bis drei Tagen erfolgen.
Internationale Expansion
Bevor man sich für oder gegen einen Anbieter entscheidet, sollte heute auch immer eine Abwägung von zukünftigen internationalen Aktivitäten getroffen werden. Präferenzen bei den Bezahlarten sind vor allem auch kulturell und sozial bedingt und unterscheiden sich von Land zu Land sehr stark. Während man in den USA und Großbritannien mit Kredit- und Debit-Karten hinkommt, braucht man etwa in Frankreich unbedingt „Carte Bleue“ [13]. In den Niederlanden bezahlen die meisten Kunden per „iDEAL“ [14], in Österreich sollte man „eps“ (früher netpay) anbieten, in Skandinavien sind Online-Banking-Optionen wie „Nordea“ weit verbreitet.
Gute Anbieter von Bezahlsystemen ermöglichen daher einem Unternehmen von vornherein eine Abdeckung aller international wichtigen Zahloptionen, was eine spätere Justierung und Feinabstimmung immer noch möglich macht, ohne dass dafür neue Verträge oder zusätzliche Integrationen nötig sind. Startups richten bei der internationalen Expansion oft langwierig lokale Bankkonten ein oder gründen internationale Tochtergesellschaften, ohne zu wissen, dass gute Bezahlanbieter auch lokale Konten und unterschiedliche Währungen anbieten und damit die Notwendigkeit einer Tochtergesellschaft oft wegfällt.
Risikomanagement und Rücklastschriften
Viele Online-Händler haben massive Probleme mit Rücklastschriften, abhängig davon, welche Zahlart und Produkte sie anbieten. Wichtig ist es daher, bei der Auswahl eines Partners auch auf professionelles Risikomanagement zu achten. So sollten Lastschriftverfahren und Kreditkarten nicht ohne Schufa-Scoring, Adressabgleich, Blacklisten und einen geeigneten Inkasso-Dienst angeboten werden. Einige wenige Anbieter gehen so weit, gegen einen geringen Risikoaufschlag eine komplette Rücklastschriftgarantie zu geben. Damit erreicht der Kunde mehr Umsatz, bei geringeren Kosten und Aufwand.






