Formulare sind ein essenzieller Bestandteil des WWW. Bei der Eingabe eines Suchbegriffs in den Suchmaschinen, in Foren, Gästebüchern, Onlineshops und selbst im TYPO3-Backend: überall Formulare. Selbst wenn dem W3C inzwischen das Image einer praxisfernen und rein akademischen Einrichtung anhaftet, macht XForms den Eindruck, mehr Probleme lösen zu können als neue zu verursachen. Im neuen XForms-Standard kommen alte Bekannte wie XML Schema und XPath zum Einsatz. Dadurch können Zusatzinformationen auf elegante Weise in Formulare eingebettet werden. Browser werden diesen Mehrwert interpretieren können und entsprechende Funktionen bereitstellen. Das W3C verfolgt strikt seine Strategie, möglichst alle neuen Entwicklungen mit Hilfe von XML zu implementieren. Da verwundert es nicht, dass neben der Formulardefinition auch Formulardaten in XML strukturiert sind. XForms sind keine eigenständigen Dokumente, sondern lassen sich unter Verwendung von Namespaces in fast beliebige andere Dokumente (z. B. SVG) integrieren.
Trennung von Modell und Benutzerschnittstelle
Wie so oft liegen die Hauptvorteile einer Neuentwicklung in der sauberen Trennung verschiedener Ebenen. Mit XForms wird ein Formular in Modell und Benutzerschnittstelle aufgeteilt. Dadurch wird die Trennung zwischen Inhalt und Layout, die Wiederverwendung in verschiedenen Kontexten sowie die Verarbeitung auf unterschiedlichen Ausgabegeräten gewährleistet. XForms hält sich somit an die MVC-Architektur. Das Modell wird im Kopf des Dokumentes durch <model> definiert. Hier werden in gewohnter XML-Manier die eigentlichen Daten (Instance Data), zugehörige Typdefinitionen, eventuelle Abhängigkeiten (Bindings) und Versandinformationen (Submisson) festgelegt. Das schema-Attribut lässt die Herzen von XML-Schema-Freunden höher schlagen. Hier lässt sich ein Schema-Dokument bestimmen, gegenüber dem der XForms-Prozessor die Formulardaten validiert.
Als Beispiel betrachten wir zunächst ein einfaches, traditionelles Suchformular:





