Genau genommen ist Lifestreaming eine umfangreichere und automatisierte Version dessen, was sich in Social Networks wie Facebook und StudiVZ oder auf Weblogs findet: Empfehlungen von anderen. Bekanntester Dienst ist hier FriendFeed [19]. Ein Vertreter aus Deutschland ist Lifestream.fm [20].

Modell 5: Newsbots

Interessante Entwicklungen gibt es darüber hinaus im Bereich der „Newsbots“. Die Idee dahinter ist, dass ein Mensch eine Automatik trainiert. Das kann beispielsweise so ablaufen, dass ein Dienst zunächst automatisiert Artikel zu einem Stichwort heraussucht. Als Nutzer zeigt man danach über Bewertungen, inwiefern diese Fundstücke passend oder unpassend, interessant oder uninteressant sind. Mit der Zeit soll der Service so immer besser werden.

Die Firmen Digital Collections und mindmatters stellten beispielsweise auf dem BarCamp Stuttgart gemeinsam die Idee zu „Feeedo“ vor. Digital Collections bietet bereits seit Jahren als Service an, Texte automatisch zu kategorisieren und zu verschlagworten. Kunden sind hier zum Beispiel Verlage. Das sei „ein bisschen Semantic, ein bisschen Magic“, erklärte Anne Arndt mit einem Augenzwinkern die Fähigkeiten von Digital Collections. Für Feeedo wäre diese Technik die Grundlage, die Nutzer würden wiederum möglichst spezialisierte Newsbots trainieren. Sehr viel mehr als Konzeptskizzen gibt es von Feeedo allerdings noch nicht.

Anders verhält es sich mit nandoo [21], die immerhin bereits in einer geschlossenen Beta sind. Hier dreht sich alles um „Streams“ genannte thematische Newsrubriken. Davon gibt es einige fertige zu häufigen Themen wie „Musik“, „Programmieren“ oder „Börse“. Darüber hinaus kann jedes Mitglied von nandoo eigene Streams anlegen oder die von anderen mitnutzen. Hier kann man einen Newsartikel als Beispiel vorgeben und sich dazu passende andere Artikel heraussuchen lassen. Über Bewertungen teilt der Nutzer mit, was passt und was nicht. Eine interessante Zusatzfunktion ist hier, Artikel automatisch kürzen zu lassen. Dabei werden nicht einfach Zeilen weggelassen. Stattdessen versucht das System, die wichtigsten Sätze zu finden und diese zu einem neuen, kürzeren Artikel zusammenzufügen. Das funktioniert immer wieder recht gut. Voraussetzung ist hier allerdings, dass die Inhalteanbieter das auch zulassen.

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Eine Antwort

  1. von Andreas Lenz 02.03.2009 (09:16Uhr) 1.

    Rivva hat neben dem allgemeinen und dem Ruby on Rails Tracker jetzt auch einen für Musik, WordPress, Nachhalitgkeit. Extrem spannend auch die sich ständig verbessernde Twitter Integration z.B. hier http://rivva.de/twitter/retweet

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