Prinzipiell sind zur Entwicklung alle JavaScript-fähigen Werkzeuge verwendbar, notfalls reicht ein Texteditor. Der bekannte Firebug ist eine omnipotente Hilfe, in Kombination mit YSlow [18] ergibt sich ein äußerst nützliches Gespann. Mit Aptana Studio, Eclipse, NetBeans und vielen weiteren sind Open-Source-Entwicklungsumgebungen verfügbar. Zur Gestaltung dienen die aus der traditionellen Webentwicklung bekannten Werkzeuge. In manchen Fällen ist die Verwendung von SWF-Elementen sinnvoll, die mittels einer Schnittstelle kommunizieren. Adobes „Flex-Ajax Bridge“ [19] beispielsweise schafft eine solche zwischen Flex und JavaScript.
Ajax ist der Treibstoff für viele Web-2.0-Startups. Die Auswahl des richtigen Frameworks oder der richtigen Library fällt aber nicht immer leicht.
Die schlanke Natur des asynchronen JavaScript ist eine der größten Vorteile. Zwar sind Ajax-Anwendungen abhängig von einem meist ressourcenlastigen Browser, aktuelle Entwicklungen geben aber dieser Problematik wenig Zukunft. Das bereits erwähnte Mozilla Prism dient als Beispiel für eine kompakte Sandbox. Wünschenswert bleibt ein höheres Maß an Kommunikation zwischen den Ajax-Fraktionen, um die Bildung von technologischen Inseln zu vermeiden. Das W3-Konsortium gibt mit einem Entwurf eine gute Richtung vor [20].
Microsoft Silverlight
Bemüht um den Eindruck des Neuen, erinnert man sich mit Silverlight kaum noch an Microsofts erste Versuche, „reiche“ Webanwendungen zu ermöglichen. Der breite Erfolg von ActiveX im Internet Explorer blieb aus, doch mit Silverlight hat Microsoft scheinbar aus ActiveX gelernt und das Plugin von frühen Versionen an für mehrere Plattformen und Browser verfügbar gemacht. Eine positive Entwicklung, doch Microsoft handelt naturgemäß nicht ganz uneigennützig: Neben der Verwendung von Open-Source-Skriptsprachen wie Python und Ruby in den Microsoft-Inkarnationen IronPython und IronRuby besteht die Architektur um Silverlight serverseitig aus dem etablierten und in Teilen dem zuvor genannten ActiveX entsprungenen .NET. Ein Großteil der Komponenten des .NET-Universums wie Internet Information Services oder ASP.NET sind proprietäre und Windows-exklusive Technologien. Open Source findet sich hier leider kaum, für erfahrene Windows-Entwickler bietet diese Welt jedoch umfangreiche und gut integrierte Möglichkeiten zur Entwicklung von RIAs.
Im Mittelpunkt der Silverlight-Entwicklung steht das umfangreiche und für diverse Micrsoft-Sprachen geeignete Visual Studio 2008, das in der Professional-Variante rund 1.000 Euro kostet. Optional ist „Expression Blend“ zur Gestaltung der Oberflächen für rund 600 Euro erhältlich. Beide Produkte arbeiten optimal zusammen und ermöglichen einen geschlossenen Arbeitsablauf.







Eine Antwort
von visualisierte | media design – Web… 25.10.2009 (21:02Uhr) 1.
[...] Trends und Technologien: Rich Internet Applications 2008 » t3n Magazin Das Jahr 2007 war voller Neuheiten und Ankündigungen aus dem Bereich der Rich Internet Applications. Neben einigen Innovationen wandeln sich auch immer mehr etablierte Technologien, um den wachsenden Markt zu bedienen. Es bleibt zu prüfen, welches Potenzial die vielfältigen Möglichkeiten im nicht minder Hype-umnebelten Jahr 2008 tatsächlich bieten und wie die Reise in das RIA-Nirvana weitergeht. (tags: ria artikel article internet technologie t3n) [...]