von Tom Hensel, 28.02.2008

Trends und Technologien: Rich Internet Applications 2008

Aus dem
t3n Magazin Nr. 11

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Adobe

Im Zentrum dreht sich alles um den Adobe Flash Player, der Kompilate im proprietären SWF-Format ausführt. Das Kürzel SWF steht für den ursprünglich „Shockwave Flash“ genannten Player, der von Macromedia bereits 1996 auf den Markt gebracht wurde, zeitgleich mit dem passenden Authoring-Tool Flash.

Auch wenn die Ansätze einer Skriptsprache bereits in der ersten Version von Flash enthalten waren, tauchte der Begriff „ActionScript“ erst mit Version 5 in der Dokumentation auf. Die, wie das verwandte JavaScript, auf dem ECMAScript-Standard basierende Sprache wurde bis in die aktuelle Version 3.0 weiterentwickelt und zeigt viele Eigenschaften einer modernen, objektorientierten Sprache.

Adobe hat mit dem Kauf von Macromedia im Jahr 2005 die Technologie in viele Produkte seiner Palette integriert, beispielsweise bietet „Lightroom“ die Möglichkeit zum Export einer interaktiven Fotogalerie auf Basis von Flash. Als Quasi-Standard dominierte Macromedia und nunmehr Adobe bis heute den Markt. Der fortwährenden Kritik [7] an der proprietären Natur der Technologie setzten beide Unternehmen ein hohes Maß an Innovation entgegen. Ähnliche Ansätze wie der offene SVG-Standard schafften es jedoch kaum zu einer verbreiteten Nutzung. Im März 2004 machte Macromedia mit der Veröffentlichung von „Flex“ den ersten Schritt in Richtung Rich Internet Applications.

Flash, Flex, AIR

Adobe bietet zurzeit die umfangreichste Palette von Anwendungen, Entwicklungsumgebungen und Tools zur RIA-Entwicklung an. Sie teilen das Ausgabeformat SWF, zu dem viele Wege führen. Das für rund 850 Euro erhältliche Flash CS3 Professional ist ein „Designer- Tool“: Mittels einer Vielzahl von Werkzeugen und einer Zeitleiste werden Vektorgrafiken erstellt und animiert. Um Möglichkeiten zur Interaktion zu schaffen, können die grafischen Elemente mit ActionScript angepasst und erweitert werden, im Fokus stehen jedoch die gestalterischen Möglichkeiten. Flex ist dagegen ein „Entwickler-Tool“, im Mittelpunkt steht die Programmierung mit ActionScript. Gegenüber Flash um zahlreiche Bibilotheken erweitert, bietet das Flex-SDK Lösungen für viele allgemeine Probleme bei der Entwicklung von Applikationen: XML, RPC, SOAP, JSON sowie viele weitere einschlägige Standards werden „out-of-the-box“ unterstützt. Adobe stellt für Fireworks, Flash und Photoshop kostenlose Erweiterungen bereit, um deren Ausgaben in Flex nutzen zu können. Flex kann auch serverseitig eingesetzt werden: Auf einem J2EE-Applikationsserver wie Apache Tomcat steht eine Brücke zu Java zur Verfügung, die neben der obligatorischen JDBC auch der Anbindung von Adobe-Produkten wie Acrobat und LiveCyle dient. Die auf Eclipse basierende Entwicklungsumgebung Flex Builder ist nicht zwingend nötig, da das Flex-SDK zur Kompilation nach SWF ausreicht, kann aber die Entwicklung erleichtern und beschleunigen: Zum Preis von rund 215 Euro bietet der Flex Builder luxuriöse Funktionen für die Arbeit mit ActionScript.

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Eine Antwort

  1. von visualisierte | media design – Web… 25.10.2009 (21:02Uhr) 1.

    [...] Trends und Technologien: Rich Internet Applications 2008 » t3n Magazin Das Jahr 2007 war voller Neuheiten und Ankündigungen aus dem Bereich der Rich Internet Applications. Neben einigen Innovationen wandeln sich auch immer mehr etablierte Technologien, um den wachsenden Markt zu bedienen. Es bleibt zu prüfen, welches Potenzial die vielfältigen Möglichkeiten im nicht minder Hype-umnebelten Jahr 2008 tatsächlich bieten und wie die Reise in das RIA-Nirvana weitergeht. (tags: ria artikel article internet technologie t3n) [...]

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