T3N Magazin: Wieviele Blogs trackt Rivva heute?
Frank Westphal: Derzeit sind es rund 2.200. Ich rühme mich gerne damit, dass ich weniger Blogs tracke als die Konkurrenz. Wikio zum Beispiel trackt viel mehr, wobei ich die Qualität der Titelseite nicht viel besser finde. Ich habe aber vor kurzem ein Vorschlagformular geöffnet, weil sich viele Leute über eine gewisse Eintönigkeit und darüber beklagt haben, dass Rivva keine spannenden neuen Blogs mehr findet. Ressorts würden da Platz für neue Themen machen, zum Beispiel für Kochen und Rezepte (lacht). Außerdem führt man so ganz neue Gruppen von Leuten auf die Plattform, was ich ziemlich spannend finde, da das zu Kreuzbefruchtungen führen kann. Viel zu viele Disziplinen schmoren heute in ihrem eigenen Saft. Ich bin der festen Überzeugung, dass die ganz großen Fortschritte in Zukunft nur noch interdisziplinär stattfinden.
T3N Magazin: Bislang findet man auf Rivva keinerlei Werbung. Wie refinanziert sich das Projekt? Haben Sie ein Konzept, wie Sie Ihren Service in Zukunft monetarisieren können?
Frank Westphal: Eigentlich nicht (lacht). Ich schwanke da immer wieder hin und her. Zunächstmal darf ich als Freiberufler im Moment gar keine Werbung verkaufen. Ich darf nicht mal Amazon Affiliate Links einbinden. Ich müsste also ein Gewerbe anmelden, mit allem was dazu gehört, wie ein separates Konto oder Buchführung. Eine andere Sache ist der Content: Google hat eine Definition für Spam-Seiten aufgestellt. Wenn man von einer Website alle ausgehenden Links und Fremdinhalte wegstreicht und dann nichts mehr übrig bleibt, handelt es sich für Google um eine Spam-Seite. Rivva wäre demnach also eine solche. Ich sehe das natürlich anders, da Rivva Dinge zusammenbringt und miteinander vernetzt, die vorher nicht vernetzt waren und so einen echten Mehrwert bietet, den man hauptsächlich als Zeitersparnis bezeichnen kann. Trotzdem stellt sich die Frage, wie sich das vermarkten lässt. Beim Thema klassiche Bannerwerbung bin ich skeptisch, da viele Leute heutzutage Bannerblocker einsetzen oder gelernt haben, Bannerwerbung zu ignorieren. Deutlich cleverer und besser zum Modell eines Meme-Trackers passend finde ich einen Ansatz, den auch Gabe Rivera auf Techmeme verfolgt. Dort haben Firmen und Blogger die Möglichkeit, Storys aus ihrem Feed durch Sponsoring auf die Startseite zu bringen. So eine Story wird natürlich als Anzeige gekennzeichnet, um die Besucher nicht in die Irre zu führen. So kommen aber auch Storys auf die Startseite, die auf organischem Weg keine Chance hätten. Da diese Storys aus einem Feed geliefert werden, ist diese Art der Werbung nicht so statisch wie ein Banner. Voraussetzung für so ein Modell wäre allerdings, dass die bezahlten Storys zum thematischen Fokus passen.




2 Antworten
von Web 2.0: Deutscher Memetracker Rivva wir… 05.05.2009 (00:12Uhr) 1.
[...] auf die Ankündigung im Rivva-Blog kann man (natürlich) auf Rivva verfolgen. Im t3n Magazin Nr. 12 gab es übrigens ein interessantes Interview mit Frank Westphal zu lesen. « vorheriger [...]
von Yeah: Rivva ist zurück! » t3n News 07.06.2011 (11:12Uhr) 2.
[...] Interview mit Frank Westphal aus den Anfangszeiten von Rivva (2008) - t3n Magazin Kommentieren 0 Twittern 0 Teilen 0 07.06.2011 Ads_BA_AD('FOOT'); Ähnliche News und ArtikelRivva-NachfolgerBlog-Aggregator Virato nutzt Social Media zum RankingWer auf der Suche nach einem übersichtlichen Blog-Aggregator ist, sollte ein Auge auf Virato werfen.Mit „Social Magazines“ und „Curation“ gegen den Info-OverkillPersonalisierte NewsVor ein oder zwei Jahren hätte fast jeder Web-Nerd in Sachen Kanalisierung und Personalisierung der Nachrichtenflut...t3n Magazin im Abo„Klein ist das neue Groß“: t3n Nr. 23 - die eigene Nische fürs Web-Business finden - Jetzt bei uns erhältlich!Zehn Social-Media-Monitoring-Tools fürs kleine PortemonnaieSocial Media filtern und analysierenWer wissen will, was über das eigene Unternehmen oder die angebotenen Dienstleistungen im Social Web gesprochen wird,... Weitere Artikel zu Twitter [...]