T3N Magazin: Befürchten Sie nicht Probleme mit den Content-Lieferanten, also den Blog- und Website-Betreibern, von denen Sie Ihren Inhalt beziehen, wenn Sie Rivva stärker monetarisieren würden?
Frank Westphal: Ich denke, dass es bestimmt ein dutzend Leute geben würde, die sich sofort auf die Hinterbeine stellen würden. Es gäbe aber zum Beispiel auch Probleme mit den Inhalten der ZEIT, die das Feed-Abonnement nur für private Seiten erlauben. Generell finde ich es schade, dass bestimmte Medienangebote aus Deutschland in meinem Leitmedien-Index gar keinen Einfluss haben, weil sie sich den Themen Verlinkung und RSS-Feeds verschließen. Die taz bietet beispielsweise gar keinen Feed an, aber auch der Spiegel liefert keinen semantisch korrekten Feed aus. Auch im Bereich Internet-Gesetzgebung ist Deutschland aus meiner Sicht ein ziemliches Entwicklungsland. Wenn der Bundesgerichtshof in dritter Instanz im Rechtstreit um perlentaucher.de, die Resümees von Zeitungsartikeln veröffentlichen, zugunsten der Süddeutschen Zeitung und der FAZ entscheidet, kann ich Rivva dicht machen.
T3N Magazin: Lesen Sie überhaupt noch RSS-Feeds oder sind Meme-Tracker die Informationsquelle Ihrer Wahl?
Frank Westphal: Es gibt schon noch eine ganze Menge Feeds, die ich in der Gesamtheit lesen möchte. Weniger wegen der Themen, sondern wegen der Leute, die da schreiben und die ein gutes analytisches Gespür haben, Sachen auseinander nehmen, gut kommentieren und Hintergründe aufzeigen. In Deutschland sind das zum Beispiel Markus Spath von hackr.de, Marcel Weiß von neunetz.com, Martin Weigert von zweinull.cc und Christiane Schulzki-Haddouti von KoopTech. Im Englischen lese ich gerne Steve Gillmor, John Udell, John Gruber und Brian Oberkirch.


















[...] auf die Ankündigung im Rivva-Blog kann man (natürlich) auf Rivva verfolgen. Im t3n Magazin Nr. 12 gab es übrigens ein interessantes Interview mit Frank Westphal zu lesen. « vorheriger [...]