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t3n 39

Die besten Growth-Hacks für´s Business: Ein Blick in die Trickkiste erfolgreicher SaaS-Anbieter

    Die besten Growth-Hacks für´s Business: Ein Blick in die Trickkiste erfolgreicher SaaS-Anbieter

Growth-Hacks für Saas-Anbieter (Foto: sorendls / iStock)

Wachsen, wachsen, wachsen. Diese Devise gilt für nahezu jedes Startup, erreicht im Bereich der SaaS-Anbieter aber völlig neue Dimensionen. Sie profitieren von der enorm leichten Skalierbarkeit ihres digitalen Produktangebots, anders als beispielsweise Onlinehändler.

Dieser zunächst klein anmutende Vorteil legt den Grundstein für auf Wachstum ausgelegtes Marketing, das so genannte Growth-Hacking. Obwohl sich dessen Grundkonzept nicht über alle Geschäftsmodelle stülpen lässt, dient es für nahezu jeden Marketer als gelungene Inspiration.

In drei Abschnitten soll dieser Artikel an Beispielen aufzeigen, mit Hilfe welcher „Hacks“ clevere Marketer messbare Erfolge erzielten. Die drei Abschnitte orientieren sich – in Anlehnung an die SaaS-Branche – am Sales Funnel eines (digitalen) Produkts, dem mehrschrittigen Ablauf eines Produktkaufs. Mit etwas Kreativität lassen sich die vorgestellten Maßnahmen auch von Unternehmen anderer Branchen für ihre Unternehmensziele adaptieren.

Von der Strategie zur Taktik: Erst auf die Zahlen blicken

Growth-Hacking ist „keine Einzelmaßnahme, sondern eine strategische Vorgehensweise“, erklärte Kevin Indig im t3n Magazin Nr. 36. Um die hier vorgestellten Taktiken erfolgreich ins eigene Marketing zu integrieren, bedarf es deshalb einiger Vorbereitung. Das zugrunde liegende Schema führt Marketer von den identifizierten Schwachstellen über eine aufgestellte Hypothese zu einer Maßnahme und schließt mit deren Auswertung.

Ein Onlinehändler etwa, der die Konversionsraten seiner Mitbewerber durch Branchenreports kennt, identifiziert Schwachstellen während des Kaufabschlusses. Nach einer genaueren Untersuchung könnte er die Hypothese aufstellen, dass dies an einer unklaren Kommunikation der Versandkosten liegt. Er reagiert mit einer Verbesserung des Problems und analysiert im Anschluss die Auswirkungen seiner Änderung auf die relevanten Kennzahlen.

Das Beispiel macht deutlich, dass Marketer einen kritischen Blick auf ihre Kennzahlen werfen müssen, bevor einzelne in diesem Artikel vorgestellte Maßnahmen angewendet werden. Nachdem die wichtigsten Schwachstellen identifiziert und Hypothesen für ihren Missstand aufgestellt wurden, können die folgenden „Hacks“ als Inspiration für mögliche Lösungen dienen.

Die im Folgenden genannten „Hacks“ werden wie oben erläutert in drei Kategorien unterteilt: Nutzerakquise, Kundenaktivierung und Kundenbindung.

Nutzerakquise

Die wichtigste Frage für fast jedes Unternehmen lautet: Woher stammen die Nutzer meines Produkts? Die Antwort ist stark vom Unternehmen, dem Produkt und seiner Zielgruppe abhängig. Ein Unternehmen mit großer Präsenz in sozialen Netzwerken kann beispielsweise völlig andere Maßnahmen in Erwägung ziehen als ein auf Anzeigen angewiesener Mitbewerber, dessen Kunden vor allem über Google AdWords auf der Website landen.

Der Immobilienplattform Movoto gelang es mit ausgefeiltem Blog-Content, die monatlichen Besuche innerhalb von drei Jahren auf 18 Millionen zu steigern. (Screeenshot: movoto.com)
Der Immobilienplattform Movoto gelang es mit ausgefeiltem Blog-Content, die monatlichen Besuche innerhalb von drei Jahren auf 18 Millionen zu steigern. (Screeenshot: movoto.com)

Wenn Content, dann richtig

Alle schreien nach Content, doch kaum einer macht es richtig. Dabei gibt es einige Unternehmen, die ihren Erfolg zu großen Teilen veröffentlichten Inhalten zu verdanken haben und als gelungenes Vorbild dienen könnten. Beispiele finden sich vor allem unter den SaaS-Anbietern, etwa die Marketing-Suite Hubspot oder der Sharing-Service Buffer. Die Immobilien-Plattform Movoto ließ kürzlich tief blicken und verriet in einem Blogpost, mit Hilfe welcher Maßnahmen das eigene Marketingteam den Unternehmensblog auf 18 Millionen monatliche Besucher skalierte. Entscheidend war demnach eine klare Zielsetzung, das ständige Beobachten und Kopieren erfolgreicher Vorbilder, ein ausgefeiltes System zum Validieren von Artikelideen sowie ein strikter Workflow fürs Seeding der erstellten Beiträge. Da die Viralität der Beiträge sowie deren Backlinks wichtige Kennzahlen waren, waren Upworthy und Buzzfeed große Vorbilder. Alle Artikelideen wurden darüber hinaus auf ihr Linkpotenzial geprüft, das nach der Veröffentlichung über Seedingkampagnen ausgeschöpft wurde.

Virale Gewinnspiele

Gewinnspiele haben zwar das Potenzial, extrem viele Besucher auf die eigene Website zu locken, aber häufig ein großes Problem: Kaum ein Teilnehmer hat Interesse daran, das Gewinnspiel zu teilen und damit die eigenen Gewinnchancen zu schmälern. Die Lösung dieses Problems versprechen mehrere Webdienste: Rafflecopter hat sich Viralität über soziale Netzwerke auf die Fahnen geschrieben. Wer WordPress nutzt, kann KingSumo Giveaways einsetzen, die mittels ihrer speziellen Templates zu mehr Teilnahmen und einer viralen Verbreitung führen sollen.

Erfolgreich gelang dies beispielsweise dem Entwickler Josh Earl, der seinen Newsletter „Free Sublime Text Tips“ durch ein Gewinnspiel mit einem Produktwert von nur 70 US-Dollar um fast 200.000 bestätigte E-Mails erweiterte.

Webinare als Kundenmagnet

Webinare können ein sehr wichtiger Wachstumshebel sein. Sie funktionieren vor allem bei erklärungsbedürftigen Produkten und bieten die Möglichkeit, direkt mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten. Wichtig ist, den Abstand und zugleich auch den Bezug zum eigenen Produkt zu halten. Niemand schaut gern eine Werbesendung, trotzdem sollen Webinare letztlich zahlende Kunden akquirieren. Ein sehr erfolgreiches Beispiel für den Einsatz von Webinaren liefert der SaaS-Anbieter LeadPages. Er wuchs innerhalb von lediglich zwei Jahren auf 25.000 Kunden, unter anderem durch regelmäßig veranstaltete Webinare. Mittlerweile teilt das Unternehmen seine Erfahrungen mit diesem Marketinghack im Rahmen des kostenlosen zur Verfügung gestellten Videokurses „The Webinar Funnel System“.

Links und Literatur

  1. Blogpost von Movoto
  2. Rafflecopter
  3. KingSumo Giveaways
  4. The Webinar Funnel System
  5. Studie zu Preiseffekten
  6. Qualaroo
  7. Promoter

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2 Reaktionen
Thao

Super Artikel! Zwar liegt der Schwerpunkt auf der SaaS Branche, aber ich finde vieles kann man auch übergreifend für andere Branchen übernehmen. Als Unternehmen zu wachsen ist schwer, vor allem wenn man sich nur Ziele gesetzt hat ohne eine richtige Strategie entwickelt zu haben oder wenn die Theorie in der Praxis nicht umsetzbar ist. Der Artikel ist auf jeden Fall ein Guideline wie man vorgehen kann. Danke!

Antworten
Immo
Immo

Hier erzählt ein Growth Hacker von seiner spannenden Tätigkeit: http://www.netzaktiv.de/rein-ins-wachstum-5-fragen-growth-hacker-hendrik-lennarz/

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