OpenAtrium erweitert Drupal
Das Kernkonzept hinter OpenAtrium sind so genannte Gruppen. Unter Gruppen versteht OpenAtrium öffentliche oder private Teilbereiche innerhalb einer OpenAtrium-Installation. Für Gruppen können jeweils gesondert Funktionen, Gestaltung und Nutzer eingestellt werden. Wofür man das Konzept der Gruppe nutzt, ist dem Nutzer überlassen. Es ist möglich, pro Kunden oder Abteilung eine Gruppe anzulegen, aber auch pro Projekt. In beiden Fällen gibt es Vor- und Nachteile für die Strukturierung der Daten.
Interessant ist die Funktion, über mehrere Gruppen hinweg Informationen zu veröffentlichen. Auch Nutzer (Kunden, Mitarbeiter) lassen sich in der zentralen Instanz von OpenAtrium pflegen und anschließend komfortabel einzelnen Gruppen zuordnen und mit gruppenbasierten Rollen versehen. Gruppen, die nicht weiter genutzt werden, können archiviert werden. Dies verhindert, dass Benutzer neue Inhalte einfügen oder bestehende verändern. Archivierte Gruppen lassen sich jederzeit wieder reaktivieren.
Innerhalb der Gruppen können benötigte Funktionen bequem ein- und ausgeschaltet werden und einen der beiden Sichtbarkeitsmodi öffentlich oder privat annehmen. Private Funktionalitäten und Beiträge sind dann nur für Mitglieder der Gruppe sichtbar und nicht außerhalb. Eine Vielzahl der Bildschirmausgaben lässt sich von allgemeinen Darstellungen, etwa alle Aufgaben in einem Projekt, auf personenbezogene Angaben umstellen. Das schafft Übersicht bei komplexen Strukturen. Wer doch einmal den Überblick verloren hat, nutzt die gruppenweite Suchfunktion.
Module für OpenAtrium
Die Basis für OpenAtrium bildet Drupal 6. Damit einher gehen sämtliche Möglichkeiten, OpenAtrium zu erweitern und an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse anzupassen. Wer Funktionen vermisst oder aus Drupal liebgewonnene Module nachrüsten möchte, kann dies mehr oder minder uneingeschränkt tun. Aufpassen sollte man nur bei Modulen, die Kernfunktionen für OpenAtrium zur Verfügung stellen.
Viele Ergebnis-Listings und Seiten sind entweder über Views oder Content Construction Kit (CCK) anpassbar. Über CCK können die Inhaltstypen (z. B. Blogpost, Profil oder Kalendereintrag) um neue Eingabefelder (Kundennummer, Ansprechpartner, Projektnummer) ergänzt oder bestehende Felder angepasst werden. Wer in den Ausgaben Felder nicht benötigt, kann diese über Views ausblenden.
Daneben bietet das Unternehmen Development Seed eine Reihe von Modulen und APIs an, um direkt neue Features für OpenAtrium zu entwickeln. Features lassen sich über so genannte Featureserver direkt für Dritte zur Verfügung stellen und leicht installieren. Das Design von OpenAtrium ist über Themes an Vorgaben anpassbar. Firmenlogo und Farben können direkt in den Einstellungen für einzelne Gruppen gesetzt werden.
OpenAtrium als Kommunikationszentrale
OpenAtrium kann über die Projekt-Website oder auch über den Git-Repository-Dienst GitHub bezogen werden. In beiden Fällen erhält man OpenAtrium fertig verpackt zur Installation auf einem xAMP-Stack. Die Anforderungen an das System sind dabei Drupal-typisch. Es genügt ein Apache Server (2.x), PHP in Version 5.2.x sowie eine aktuelle MySQL- oder PostgreSQL-Version. Um Probleme bei der Ausführung von Drupal zu vermeiden, sollte das PHP-Memory-Limit auf mindestens 128 MB gestellt werden. Wer OpenAtrium lokal testen möchte, dem seien WAMP für Windows, MAMP für den Mac oder XAMPP für Win, Mac und Linux empfohlen. Sollten Schwierigkeiten bei der Installation von OpenAtrium auftreten, hilft ein Besuch der OpenAtrium-Community [1] oder der deutschen Drupal-Community-Website DrupalCenter.de.
Die anschließende Konfiguration von OpenAtrium ist mehrschichtig gestaltet. Zum einen ist OpenAtrium eine ganz normale Drupal-6-Distribution. Damit sind alle bekannten Einstellungsmöglichkeiten vorhanden, wenn auch teilweise durch OpenAtrium verborgen. Nur der erste Nutzer (user/1) bekommt wirklich alle Einstellungen zu Gesicht und kann das System damit umfassend konfigurieren.
OpenAtrium bringt eine Reihe von Konfigurationsoptionen mit, die sich nahtlos in die Oberfläche integrieren und die Arbeit mit dem System flüssiger und runder wirken lassen. Dabei beschränkt sich der Grad der Optionen immer auf das Notwendigste.
Fazit
Auf den ersten Blick ist OpenAtrium nicht die funktionsreichste Software auf dem Markt. OpenAtrium ist eher Plattform und bietet sich damit als einfach zu erweiterndes Werkzeug für Freelancer oder kleine Agenturen an. Die reiche Auswahl an Modulen und die sehr umtriebige Community bieten OpenAtrium eine sehr gute Basis für stetiges Wachstum.
Wer auf der Suche nach einer ausbaufähigen (drupalbasierten) Open-Source-Intranet- oder Projektmanagementlösung ist, wird an OpenAtrium sicher seinen Spaß haben. Unsere Agenturlösung wird bereits eingemottet.






Eine Antwort
von Development: OpenAtrium – Schicke Intr… 22.03.2010 (08:42Uhr) 1.
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