Interessante Links speichern, wiederfinden und vor allem mit Freunden teilen – diese Aufgaben erledigt der noch junge Service Mento mit Eleganz und schönen Lösungen im Detail. Dass es ihn gibt, verdanken wir nicht nur dem Macher Gregor Hochmuth, sondern auch seinen Freunden und der amerikanischen Bürokratie. Denn eigentlich sollte Mento ganz anders werden. Und beinahe hätte es den Dienst nie gegeben.
„Den Namen Mento gibt es schon sehr lange“, sagt Gregor Hochmuth. „Aber eigentlich wollte ich eine Art Empfehlungsseite für alles machen.“ Restaurants, Bücher, Filme: Eben zu allem, worüber Freunde auch mit anderen Freunden reden und sich gegenseitig Tipps geben.
Überhaupt Freunde: Sie spielen eine zentrale Rolle in Gregor Hochmuths Ideenwelt. Denn große Portale für Empfehlungen gibt es natürlich schon. Nur: „Da bestimmt die Mehrheit, was gut und was schlecht ist. Die Meinung meiner Freunde ist mir aber wichtiger“, sagt der Mento-Macher. „Auf jeden Fall kann ich eine Empfehlung dann besser einschätzen.“
Vorläufer des Portals brachte die Idee
Der erste Test eines solchen Systems verlief allerdings ernüchternd: Es lief einfach nicht richtig an. Wer auf die Mitarbeit einer Community setzt, kennt diesen Effekt: Nur ein verschwindend geringer Teil wird selbst aktiv. Innerhalb eines ja meist überschaubaren Freunde-Netzwerks waren das zu wenige. War die Idee etwa schon gescheitert? Nicht ganz. Denn eine Funktion war erstaunlich beliebt: Links empfehlen.
Gregor Hochmuth reagierte, warf alles andere über Bord und konzentrierte sich auf dieses Feature. Ein Vorgehen, das sich bei ihm auch heute noch zeigt: Anfang August hat er das jetzige Mento [1] erneut aufgeräumt. Kaum genutzte Funktionen wanderten in die zweite Reihe, wichtige Features wurden noch stärker hervorgehoben. Dabei spielt Gregor Hochmuths eigener Geschmack keine Rolle. Wichtig ist, was den Nutzern gefällt. „Das ist eine Lektion, die man lernen muss“, hat er festgestellt. „Man kann sich schnell in eine lange Liste mit Features hineinsteigern.“




