„Basis-Apps“ und Application Templates
Der schnellste Weg zu einem vorzeigbaren Ergebnis ist die Verwendung einer fertigen „Basis-App“, die bereits über grundlegende Funktionalität verfügt und nur noch angepasst und erweitert werden muss. Hilfreich sind hier „Baseapp“ bzw. die diversen Forks [4], um die Kombination aus Nutzerauthentifizierung, Profilen und Basis-Layout nicht selber machen zu müssen, aber vor allem „Saasy“ [5]. Saasy enthält neben der Nutzerauthentifizierung auch eine Payment-Integration, die Subscription-Modelle, Rechnungserstellung und vieles mehr umfasst. Leider werden bisher noch nicht viele Payment-Gateways unterstützt. Wichtig bei der Auswahl einer Basis-App ist, dass sie vom Entwicklungsteam stetig aktualisiert wird. Bei Baseapp sollte man sich den Network-Graphen von Github ansehen, um einen Fork auszuwählen, der bereits die aktuellste Rails-Version unterstützt.
Application Templates sind ein neues Feature von Rails 2.3. Standardmäßig erzeugt man mit dem Konsolen-Befehl „rails [projektname]“ ein neues Rails-Projekt. Auf diese Weise werden dem Entwickler sämtliche Ordnerstrukturen, Konfigurationsdateien und Skripte zur Verfügung gestellt, um mit seinem Projekt durchstarten zu können. Application Templates bieten die Möglichkeit, die Erzeugung der Rails-Applikation zu erweitern. Da es sich bei den Templates um einfache Ruby-Dateien handelt, stellen sich dem Entwickler nahezu unendliche Möglichkeiten. Es können Dateien gelöscht, verschoben, Plugins/Gems installiert oder Dialoge erstellt werden.
Die Erstellung von Templates ist sehr leicht. Eine gute und umfangreiche Einführung in die Thematik findet man bei Pratik Naik [6]. Für den Anfang reicht es auch, wenn man mit den zahlreich vorhandenen Templates herumspielt, die andere Rails-Entwickler ins Netz gestellt haben. Die Suche nach „rails templates“ bei Github führt bereits zu 160 Treffern. Als Grundlage für eigene Weiterentwicklungen eignen sich die Templates von Jeremy McAnally [7], Ryan B. [8], App Lego [9] und Rails Boost [10]. Bei letzterem kann man sich sein Template über ein Web-Interface zusammenklicken.
Scaffold-Generatoren
Nachdem man eine Rails-Applikation mit diversen Plugins und Gems initialisiert hat, geht es an die Entwicklung der einzelnen Funktionalitäten. Hier kommen traditionell die Generatoren zum Einsatz, die Rails mitliefert. Der Aufruf „script/generate model [modelname] [datenbankfeld:typ] [datenbankfeld:typ] ...“ erzeugt ein Model mit den definierten Datenbankfeldern und eine zusätzliche Migrations-Datei, um die Datenbank zu aktualisieren. Für diese Generatoren gibt es ebenfalls Erweiterungen. Der Railscasts-Macher Ryan Bates bietet zum Beispiel seine Nifty-Generatoren zum Download an [11]. Mit diesen lassen sich darüberhinaus Konfigurationsdateien erzeugen. Praktisch sind auch Generatoren, die bei Test-Tools wie RSpec mitgeliefert werden und Specs anstatt von Tests erzeugen.





![Diese Tools nutzen Entwickler für unterschiedliche Aufgaben [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-351639_symbolbild-werkzeug-tool_medium.jpg)


2 Antworten
von Martin 10.09.2009 (11:57Uhr) 1.
Spannend, vielen Dank!
von Rapid-Prototyping und Rails: Wie man sch… 10.09.2009 (22:02Uhr) 2.
[...] Nr. 16 die Grundlagen, zeigt Wege zur Umsetzung und geht auf die Grenzen des Rapid Prototyping ein. Sein Beitrag ist jetzt kostenlos in unserem Heftarchiv verfügbar. t3n Nr. 16 kann man zudem als Einzelheft für 9,80 Euro inklusive Versand in unserem Shop [...]