Gems und Plugins
Zu guter Letzt gibt es Plugins und Gems, die das Schreiben von Code bzw. die Erstellung von Funktionalität beschleunigen, wie beispielsweise make_resourceful [12]. Mit diesem Plugin lassen sich für Controller mittels eines einzigen Methodenaufrufs alle RESTful-Actions dynamisch zur Laufzeit erzeugen. Dies hat den Vorteil, dass kaum Schreibaufwand anfällt und die Controller schön schlank bleiben. Trotzdem lassen sich, wie das Beispiel zeigt, noch zusätzliche Anpassungen vornehmen.
Make_resourceful ist für das Rapid Prototyping hervorragend geeignet, zumal das Ziel, einen funktionsfähigen Controller mit minimalen Aufwand zu erstellen, erfüllt wird.
class FooController < ApplicationController make_resourceful do # Aufruf von make_resourceful actions :all # Generierung der RESTful-Actions (index, show, create, update, delete) sowie new und edit before :show, :index do # before_filter für show und index @page_title = "Awesome!" end # Festlegung der Formate der Antwort response_for :index, :new, :edit do |format| format.html format.js do render :update do |page| page.replace_html 'id', :partial => 'partial' end end end end end
Listing 1
Andere Gems, die zu einer Beschleunigung der Entwicklung führen, sind „haml“ und „sass“, welche die Standard-Template-Engine von Rails ersetzen und die Entwicklung von Web-Frontends „ruby-mäßiger“ machen.
Die Verwendung von zahlreichen erstklassigen Plugins und Gems ermöglichen dem Rails-Entwickler, dass er das Rad nicht ständig neu erfinden muss und führen zu massiven Zeitersparnissen. Außerdem helfen Tools und IDEs bei der konkreten Entwicklungsarbeit. Hier ist besonders Textmate für den Mac hervorzuheben, welches sich mittels Bundles erweitern lässt. Das Rails-Bundle enthält für nahezu alles, was man beim Schreiben von Code braucht, einen Kurzbefehl, egal ob es sich um Ruby-Strukturen wie Blöcke und Methoden oder Rails-spezifische Aspekte wie die Erzeugung von Partials handelt [13]. Zudem lassen sich für Textmate relativ einfach eigene Macros erstellen.
Grenzen des Rapid Prototyping und Fazit
Rapid-Prototyping und Extreme-Programming (XP) weisen erhebliche Ähnlichkeiten auf. Wenn man so will, kann man Rapid-Prototyping auch als Teilmenge von XP verstehen. Charakterisierend für Rapid-Prototyping ist, dass jede Tätigkeit auf die Erstellung des Prototypen ausgerichtet ist und somit der geringste formale Aufwand angestrebt wird. Rapid-Prototyping ist eine sinnvolle und zukunftsfähige Vorgehensweise. Sicherlich gibt es auch Grenzen des Ansatzes – zum Beispiel nimmt die Ineffizienz von Abstimmungsprozessen mit der Teamgröße zu.
Durch die hohe Entwicklungsgeschwindigkeit eines Rails-Teams eignet sich Rails besonders für Rapid-Prototyping und man kommt auch mit kleinen Teams zu beachtlichen Ergebnissen.







![Diese Tools nutzen Entwickler für unterschiedliche Aufgaben [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-351639_symbolbild-werkzeug-tool_medium.jpg)


2 Antworten
von Martin 10.09.2009 (11:57Uhr) 1.
Spannend, vielen Dank!
von Rapid-Prototyping und Rails: Wie man sch… 10.09.2009 (22:02Uhr) 2.
[...] Nr. 16 die Grundlagen, zeigt Wege zur Umsetzung und geht auf die Grenzen des Rapid Prototyping ein. Sein Beitrag ist jetzt kostenlos in unserem Heftarchiv verfügbar. t3n Nr. 16 kann man zudem als Einzelheft für 9,80 Euro inklusive Versand in unserem Shop [...]