Vor circa zehn Jahren entwickelte eine Gruppe von Wissenschaftlern um den Web-Erfinder Tim Berners-Lee die Vision des Semantic Web, in dem Daten, Informationen und Wissen nicht nur für Menschen lesbar, sondern auch durch Software-Agenten interpretierbar, abfragbar und intelligent verknüpfbar sind. In der Folgezeit wurden unter Führung des World-Wide-Web-Konsortiums (W3C) eine Reihe von Basis-Standards und Technologien für das semantische Web entwickelt. Zu diesen Technologien gehören unter anderem:
- Universal Resource Identifier (URIs), die eine weltweit eindeutige Identifikation von Ressourcen erlauben
- das Resource Description Framework (RDF), das die Beschreibung von Ressourcen mittels Tripeln ermöglicht
- die Schema- und Ontologie-Sprachen RDF-Schema (RDF-S) und Web Ontology Language (OWL), in denen Vokabulare, vordefinierte Informationsstrukturen und logische Axiome repräsentiert werden können
- die Anfragesprache SPARQL, mit der, in Analogie zu SQL für relationale Datenbanken, Wissensbasen und Tripel-Stores angefragt werden können
Mittels URIs können sowohl reale Entitäten (z. B. „Brandenburger Tor“) als auch abstrakte Konzepte (z. B. „Bauwerk“) weltweit eindeutig identifiziert werden. Eine URI ist dabei prinzipiell ähnlich einer Webadresse (URL) aufgebaut, es wird allerdings nicht zwingend verlangt, dass es tatsächlich eine entsprechende Webseite gibt. Man kann sowohl bestehende URIs wiederverwenden, zum Beispiel http://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburger_Tor, als auch eigene neu definieren, etwa http://aksw.org/SoerenAuer.





