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SEO mit WordPress: Plugins und Tipps für ein besseres Ranking

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Aus dem
t3n Magazin Nr. 28

06/2012 - 08/2012

SEO mit WordPress: Plugins und Tipps für ein besseres Ranking

Die besten SEO-Plugins für WordPress

Im Laufe der letzten Jahre entwickelte die Community rund um eine unglaubliche Anzahl an Plugins. Darunter befinden sich auch einige Plugins für die Suchmaschinentauglichkeit der Software. Diese unterstützen den Betreiber bei der Generierung der Sitemap, dem Finden des „perfekten“ „Title-Tags“ und anderen wichtigen Faktoren. Neben den umfangreichen Allround-Lösungen gibt es kleinere Plugins, die sich für spezielle Zwecke einsetzen lassen.

WordPress SEO von Yoast

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Mit dem Plugin „WordPress SEO von Yoast“ lassen sich umfangreiche SEO-Maßnahmen vornehmen.
Das „Allround-Plugin“ des Niederländers Joost de Valk ist zweifellos das umfangreichste SEO-Plugin, das für erhältlich ist. Nach der Installation erhält das Plugin einen eigenen Menüpunkt mit zehn Unterpunkten im WordPress-Backend. Die Funktionsvielfalt ist enorm und reicht von der Möglichkeit, den Autorisierungs-Code für die Anmeldung bei den Webmaster Tools zu hinterlegen bis hin zur Bearbeitung der .htaccess-Datei.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören das Steuern der Meta-Angaben und die Indexierung der Beiträge. Unter „SEO > Titel“ lässt sich für jede Seitenart (also Artikel, Seiten, Kategorieseiten und „Tag“-Seiten) ein Template für die automatische Erstellung des „Title-Tags“ und der Meta-Description anlegen. Indexierungsregeln für die einzelnen Seitenarten können unter „SEO > Indexierung“ erstellt werden. Das Besondere am Plugin des Niederländers ist, dass diese Indexierungsregeln auch konsequent in die Erstellung der XML-Sitemaps einfließen. Damit wird gewährleistet, dass in den XML-Sitemaps ausschließlich Seiten enthalten sind, die auch für die Indexierung gedacht sind. Nützlich ist auch die visuelle Optimierungshilfe für die inhaltliche Arbeit am „Title-Tag“© und der Meta-Description in der Beitragsansicht von WordPress. Hier gibt das Plugin nicht nur Auskunft, wie viele Zeichen noch zur Verfügung stehen, sondern zeigt in der sogenannten „Snippet Preview“ auch direkt an, wie die Seite in den Suchergebnissen von Google aussehen könnte.

Schließlich erhält der Nutzer unter „SEO > Interne Links“ die Möglichkeit, Breadcrumbs für die unterschiedlichen Seitenarten zu erstellen. Diese geben dem Nutzer eine Orientierungshilfe und dem Googlebot einen Hinweis auf die Seitenstruktur.

„wpSEO“ von Sergej Müller

Das SEO-Plugin von Sergej Müller eignet sich ebenfalls hervorragend für die Regelung der Indexierung einzelner Seitenarten und die Optimierung von „Title-Tags“ und Meta-Descriptions. Allerdings hält das kostenpflichte „wpSEO“ nicht mit allen Funktionen des Konkurrenten mit. So muss hier auf die Erstellung einer Sitemap sowie der Breadcrumbs-Navigation verzichtet werden. Dafür punktet das Plugin bei der Optimierung der „Title-Tags“ in punkto Flexibilität und Übersichtlichkeit. Zudem gibt es Vorschläge für die Metadaten von Google Suggest, Umleitungsfunktionen von Artikeln und eine Indexierungs-Sperre für alte Artikel.

WordPress SEO
Die Alternative zu Yoast: wpSEO von Sergej Müller eigent sich ebenfalls hervorragend für die Regelung der Indexierung einzelner Seitenarten und die Optimierung von Title-Tags und Meta-Descriptions.

Hilfreich ist auch die Möglichkeit, Einfluss auf die Ausführungsgeschwindigkeit zu nehmen. Hierbei wählt der Webmaster, ob die Metadaten automatisch eingeführt und die bisherigen ersetzt werden sollen oder nicht. Das Plugin von Sergej Müller [3] kostet je nach Nutzung 20 bis 100 Euro.

Weitere empfehlenswerte Plugins

W3 Total Cache

Seit einigen Monaten ist die Ladegeschwindigkeit von Websites ein Ranking-Faktor bei Google. Aus diesem Grund gehört zum Thema Suchmaschinenoptimierung auch ein Plugin zur Performance-Optimierung, etwa der „W3 Total Cache“ [4]. Das Plugin aktiviert das Browser-Caching und die Komprimierung, zudem fasst es CSS- und JavaScript-Dateien zusammen und minimiert diese.

Broken Link Checker

Mit wachsender Anzahl von Unterseiten werden immer mehr ältere Seiten gelöscht, auf die Verlinkungen bestehen. Man spricht in diesen Fällen von „toten“ beziehungsweise „broken“ Links. Google aber auch herkömmliche Seitenbesucher sehen solche Links nicht gerne, weshalb sie entfernt oder, besser noch, auf die neue URL abgestimmt werden sollten. Für WordPress-Seiten lässt sich dazu der „Broken Link Checker“ verwenden [5]. Nach der Installation beginnt das Plugin, die Seite auf fehlerhafte Links zu überprüfen. Diese werden dann im Dashboard von WordPress angezeigt und lassen sich entfernen oder anpassen. Bei größeren Seiten empfiehlt es sich allerdings, dieses Plugin aus Performance-Gründen nach einem erfolgreichen Scan zu deaktivieren, da es sonst regelmäßige Crawls ausführt, die sich auf die Performance der Seite auswirken können.

Google XML Sitemaps

Wer auf den Einsatz von „WordPress SEO von Yoast“ als Allround-Lösung verzichtet, benötigt ein Plugin zur Generierung der XML-Sitemaps. Hierfür ist der „Google XML Sitemaps Generator“ von Arne Brachhold [6] das am häufigsten genutzte Plugin. Mit diesem lässt sich gezielt steuern, welche Seitenarten in die Sitemap aufgenommen werden und wie diese priorisiert werden sollen. Außerdem räumt das Plugin die Möglichkeit ein, einzelne Seiten auszuschließen.

Yet Another Related Posts Plugin

Eine wichtige Rolle für die Suchmaschinenoptimierung spielen thematisch passende Querverlinkungen. Diese dienen dazu, die Besucher und den Googlebot auf Unterseiten mit ähnlichen Inhalten aufmerksam zu machen. Für diesen Anwendungsfall ist eine Vielzahl an Plugins erhältlich. Welches davon das richtige ist, hängt von den Anforderungen an das entsprechende Plugin ab. Ein gern genutztes „Related Posts“-Plugin ist das „Yet Another Related Posts Plugin" von Mitcho [7].

WP Smush.it

Gerade in Bildern steckt großes Optimierungspotenzial, was den Traffic und letztlich auch die Ladegeschwindigkeit angeht. „WP Smush.it“ [8] hilft bei der Optimierung und Komprimierung der Bilder und entfernt unnötige Metadaten. Mit dem Plugin lassen sich mit nur einem Knopfdruck alle in der Mediathek vorhandenen Bilder optimieren.

GD Star Rating

Insbesondere, wenn man für ein Keyword bereits auf Platz zwei oder drei der Suchergebnisse zu finden ist, kann ein schöner Eye Catcher im Snippet zu einer höheren Klickrate führen. Das „GD Star Rating“-Plugin [9] bietet den Lesern die Möglichkeit, diesen zu bewerten und zeigt das Ergebnis an. Das Besondere daran ist, dass das Plugin daraus ein sogenanntes Rich Snippet baut, aus dem Google sich die notwendigen Informationen für Sternchen auf der Ergebnisseite holt. Testen lässt sich diese Funktion im „Rich Snippets Testing Tool“ direkt bei Google [10].

Redirection

Wer die Permalink-Struktur seiner Seite ändert, erhält dabei gute Unterstützung durch die Allround-SEO-Plugins „wpSEO“ und „WordPress SEO von Yoast“. Geht es allerdings um die Umleitung einer einzelnen URL, eignet sich dafür das Redirection-Plugin [11].

WP-Pagenavi

Haben sich erst einmal einige Unterseiten in den Kategorien oder „Tag“-Seiten angesammelt, gilt es, die Verlinkung auf den Kategorie- und Schlagwortseiten zu optimieren. Denn standardmäßig wird auf diesen Seiten immer nur die jeweils nächste bzw. letzte Seite verlinkt. Besser ist es, eine Pagination einzubauen, die Links auf alle Listenseiten enthält. Genau das tut „WP-PageNavi“ [12].

Antispam Bee

Damit die Website nicht als Spamschleuder von Google bestraft wird, ist es ratsam, ein Antispam-Plugin zu verwenden. Empfehlenswert ist das effiziente „Antispam Bee“ von Sergej Müller [13].

RSS Footer

Spammer benutzen fremde RSS-Feeds, um die eigene Seite mit Content anzureichern. Da dies in vielen Fällen vollautomatisch passiert, können Betroffene mit Hilfe des Plugins „RSS Footer“ [14] zumindest einen Link auf die eigene Seite im Footer des Feeds einbauen.

Fazit

Generell gilt es, den Einsatz von Plugins nicht zu übertreiben. Nicht alles was geht, muss mittels Plugins auch umgesetzt werden. Denn der Einsatz zu vieler Extra-Funktionen wirkt sich schnell negativ auf die Performance der Seite aus und führt zu schlechten Ladezeiten – was sich negativ auf das Ranking bei Google auswirkt.

Wichtig ist es zudem, bei weniger bekannten Plugins darauf zu achten, dass in diesen keine unseriösen, womöglich versteckten, Links eingebaut sind. Damit soll meist ein Spam-Projekt mit Links versorgt werden – was den Optimierungsaufwand für die eigene Seite am Ende wiederum komplett zunichte machen könnte.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.

Links und Literatur

Softlink 3104
  1. 1 http://rpc.pingomatic.com/
    Update-Services
  2. 2 http://t3n.me/HXpepk
    Bookmarklets
  3. 3 http://wpseo.de/
    Das Plugin „wpSEO“
  4. 4 http://t3n.me/Je2LDF
    Das Plugin „W3 Total Cache“
  5. 5 http://t3n.me/I7jFGj
    „Broken Link Checker“-Plugin
  6. 6 http://t3n.me/HSsVdM
    Google XML Sitemaps Generator
  7. 7 http://mitcho.com/yarpp/
    „Yet Another Related Posts Plugin“
  8. 8 http://dialect.ca/code/wp-smushit/
    Bildoptimierung „WP Smush.it“
  9. 9 http://www.gdstarrating.com/
    Das „GD Star Rating“-Plugin
  10. 10 http://t3n.me/HXMNSO
    Das „GD Star Rating“-Plugin
  11. 11 http://urbangiraffe.com/plugins/redirection/
    Redirection-Plugin
  12. 12 http://t3n.me/IVX7DZ
    Pagination einbauen mit „WP-Pagenavi“
  13. 13 http://t3n.me/HUWvV9
    Antispam-Plugin „Antispam Bee“
  14. 14 http://t3n.me/I7kAXa
    Mit „RSS Footer“ Links in RSS-Feeds einbauen
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8 Antworten
  1. von Cornelia Greiner am 12.12.2012 (16:30 Uhr)

    Eine Linkstruktur mit Kategorien kann ich für Blogs nur bedingt empfehlen, da gerade im Tech-Bereich die Kernthemen recht schnelllebig sind und man bei einer Änderung sehr viele 404 Fehler, intern und extern, erzeugt.

    Für kleinere, persönliche Blogs oder Nischenblogs mit stark abgegrenztem Themenspektrum ist es aber eine Option.

    Ansonsten toller Artikel :)

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  2. von Kaiser am 12.12.2012 (18:14 Uhr)

    @Cornelia Greiner: Um bei internen Links am aktuellen Stand zu bleiben und 404-Seiten zu vermeiden, habe ich ein (kostenfreies) Plugin gebaut, welches man auch aus dem offiziellen Repository laden kann [1].

    [1] http://wordpress.org/extend/plugins/internal-link-checker/

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  3. von fotobeam am 12.12.2012 (20:39 Uhr)

    Als Alternative zu WordPress SEO von Yoast würde ich noch All in One SEO Pack mit aufnehmen. Außerdem ist das Plugin SEO Rank Reporter sehr nützlich, um das Ranking von bestimmten Keywords auf Artikelseiten zu bewerten. Kurzvorstellung hier unter Punkt 5: http://fotobeam.de/blog/wordpress/top5-wordpress-plugins/

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  4. von Mal prüfen am 13.12.2012 (15:29 Uhr)

    Also einige Plugins sind veraltet oder schon in andere integriert.
    Wo habt ihr denn den Beitrag den rausgekrammt?

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  5. von NetzBlogR am 13.12.2012 (16:06 Uhr)

    Die Kategorie würde ich im Permalink nicht verwenden. Sollten sich irgendwann mal Kategorie-Bezeichnungen umbenennen, wären plötzlich dutzende URLs falsch. Ein einfaches "/%postname%" reicht völlig aus.

    Alternativ könnte man "/%postname%/%category%" verwenden, da WordPress unvollständige URLs von Artikeln/Seiten automatisch zu vervollständigen versucht. Ein Aufruf von http://www.demo.de/impr würde z.B. automatisch auf http://www.demo.de/impressum/neuekategorie weitergeleitet werden.

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  6. von Christoph Baur am 15.12.2012 (09:49 Uhr)

    @Mal prüfen: Der Artikel wurde im April verfasst und erschien im Mai in der Print-Ausgabe Nr. 28 und wurde nun auch online veröffentlicht. Aus diesem Grund kann es natürlich sehr gut sein, dass das ein oder andere Plugin nicht mehr aktuell ist.

    @fotobeam: Vielen Dank für deinen Kommentar. Natürlich kennen wir auch All in One SEO Pack, aber in einem Magazin ist - anders als in einem Blog - leider immer nur begrenzt Platz vorhanden. Deshalb mussten wir uns auf unsere beiden Favoriten beschränken.

    @Cornelia Greiner: Das kommt natürlich immer auf das jeweilige Thema an. Natürlich gibt es Themen, bei welchen sich so häufig etwas grundlegendes ändert, dass Kategorien keinen Sinn ergeben. Aber die meisten Themen sind in der Regel so aufgebaut, dass eine wohl überlegte Grundstruktur durchaus sehr lange bestehen bleiben kann. Ohnehin sollte die Struktur einer Seite möglichst nachhaltig gewählt werden. Es macht wenig Sinn regelmäßig alle Kategorien und Tags über den Haufen zu schmeißen und alles neu zu machen. Je besser die Keywordanalyse, desto besser ist in der Regel dann die Seitenstruktur, die auf Basis der KW-Analyse aufgebaut wurde.

    Ansonsten: vielen Dank für euer Lob.

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  7. von henning.emmrich am 22.02.2013 (21:26 Uhr)

    Unsere Wordpress Agentur http://www.agentur-fuer-wordpress.de/wordpress-suchmaschinenoptimierung/ hat uns "WordPress SEO" von Yoost empfohlen und wir sind sehr zufrieden. Auch "normale" User können damit leicht Suchmaschinen optimierte Artikel erstellen.

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  8. von Thermaikos am 22.06.2013 (17:39 Uhr)

    Da auch ein WP Plugin zum Artikel-Bewerten genannt ist, möchte ich hier auf das Purple Heart Rating Plugin aufmerksam machen, das ein paar gute SEO-relevante Funktionen hat (z.B. das Erzeugen der Sterne bei den Google Suchergebnissen). Ist auch in Deutsch verfügbar, sowohl das Plugin als auch die Webseite:

    Hier zu finden: http://wp-buddy.com/products/plugins/purple-heart-rating-wordpress-plugin/de/

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