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SEO: Mit Google Rich Snippets zum Klickerfolg

Aus dem
t3n Magazin Nr. 29

09/2012 - 11/2012

Die Suchergebnisseiten bei sind bunter geworden: Seit einigen Monaten fallen vermehrt Ergebnisse auf, die durch Sternebewertungen, Produktbilder oder weitere zusätzliche Informationen angereichert sind. Hinter dem Erfolg durch Vielfalt stecken die Rich Snippets.

SEO: Mit Google Rich Snippets zum Klickerfolg

Die Möglichkeit, Rich Snippets in die Suchmaschinenrankings, also Search Engine Result Pages (SERPs), einbinden zu lassen, besteht bereits seit Mai 2009. Im Gegensatz zu den USA ist das Feature in Deutschland allerdings erst in den vergangenen Monaten im SEO-Bereich populär geworden.

Mit Hilfe von Rich Snippets gibt ein Website-Betreiber dem Nutzer einen ersten Eindruck darüber, welche Inhalte ihn auf der Seite erwarten [1] – ein erster Einblick, der im Idealfall zum Besuch der Website führt. Im Gegensatz zum einfachen – aus Titel, Metabeschreibung und URL bestehenden – Snippet ist ein Rich Snippet durch detaillierte Informationen wie Bewertungen und Preise von Produkten, Herstellerdaten oder Bilder angereichert, die einen direkten Mehrwert für den Nutzer haben.

Ziel der Rich Snippets ist es, den User bereits innerhalb der SERPs umfassend über die Seite zu informieren. So erscheinen Suchergebnisse mit Rich Snippets innerhalb der SERPs prominenter [2]. Sie nehmen mehr Platz ein und werden durch farbliche Elemente wie die gelben Sterne oder Bilder zum Eyecatcher. Das kann zu einer Steigerung der Clickthrough-Rate führen [3], auch wenn die Suchergebnisse nicht zu den Top-3-Rankings zählen.

Rich Snippets am Beispiel einer Suchanfrage für Antivirensoftware.

Technische Umsetzung

Technisch werden Rich Snippets mit Hilfe von HTML-Markups realisiert, die die unterschiedlichen Informations- beziehungsweise Elementtypen des Inhalts kennzeichnen [4]. Das bedeutet, dass bereits im Quellcode die Vielfalt der Informationen dargestellt [5] werden kann, die die Suchmaschine dann ausliest. Für die Einbindung von Rich Snippets können folgende Markups bei gleichen Ergebnissen verwendet werden: Mikrodaten, Mikroformate sowie RDFa. Im Fachjargon hat sich jedoch der Überbegriff Mikroformate für alle drei Formattypen durchgesetzt [6].

Google selbst empfiehlt die Verwendung der auf schema.org zusammengefassten Mikroformate, die auch andere Suchmaschinen wie Bing und Yahoo unterstützen. Website-Betreiber können diese Formate direkt in die HTML-Tags (<div>, <p>, <span> etc.) einschließen und definieren somit, welche Informationen im Snippet ausgegeben werden sollen.

Informationen innerhalb des Quellcodes kennzeichnet man, indem sowohl der Informationstyp als auch die Informationseigenschaften definiert werden [7].

Beispiel eines Rich Snippets in HTML

<div class="dl-faktbox-rating" itemscope itemtype="http://schema.org/AggregateRating" itemprop="aggregateRating">
 <div class="leserwertung">Leser-Wertungen: <span class="anzahl">613.733</span>
 <span itemprop="ratingCount" style="display:none;">613733</span></div>

 <div class="rating1" itemprop="ratingValue">92%</div>

 <div class="rating2">8%</div>

Listing 1

In diesem Beispiel ist der Informationstyp eine Bewertung, an der sich 613.733 Personen beteiligt haben und von denen 92 Prozent eine positive und 8 Prozent eine negative Bewertung abgegeben haben.

Website-Betreiber können den Suchmaschinen lediglich vorschlagen, welche Informationen als Rich Snippet erscheinen sollen. Selbst wenn im Quellcode alle Informationen korrekt markiert sind, bedeutet dies nicht, dass sie zwangsweise auch als Rich Snippets erscheinen. Ob und welche Informationen in den SERPs angezeigt werden, steuert letztlich nur die Suchmaschine.

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3 Antworten
  1. von Mat am 21.02.2013 (16:23 Uhr)

    Alter Hut :)
    Aber trotzdem eine nette Zusammenfassung.

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  2. von Frank am 22.02.2013 (13:09 Uhr)

    Stimmt, mir rich snippets lässt sich einige machen. Schade ist wirklich das nicht von allen Seiten, alle im Quellcode der Webseite eingebauten Snippets, auch in der google Suche später angezeigt werden. Je größer der Trust der Webseite, desto eher werden auch die Snippets angezeigt.

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  3. von Steve am 22.02.2013 (22:30 Uhr)

    Hallo zusammen,

    wenn man Eigenschaften mit CSS versteckt, wie dies in Eurem Code-Beispiel mit styles="display:none" der Fall ist, macht Google da auch nicht mehr mit. Was auch in den SERPs angezeigt werden soll, muss ein Leser auch auf der Seite sehen.
    Klar, lässt sich dynamisch mit JavaScript Inhalt verstecken..., aber darum ging es ja nicht im Artikel.

    Grüße
    Steve

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