von Benjamin Niediek, Alexander Heinze, 28.02.2008

Typografische Möglichkeiten bei der Webseitengestaltung: sIFR3

Aus dem
t3n Magazin Nr. 11

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Die Beispielseite im Vorher-Nachher-Vergeich. Auf der rechten Seite hat sIFR die Überschriften durch die im Flash-Film eingebetteten Schriften ersetzt. Ist kein Flashplayer vorhanden oder JavaScript deaktiviert, wird die Seite wie links dargestellt.

Häufig liegt dem Gestalten oder Programmieren einer Internetseite eine Corporate Identity zu Grunde, deren Logos, Farben und Schriften verwendet werden sollen. Für Logos und Farben ist das keine große Herausforderung. Um Schriften zu implementieren, greifen jedoch viele zu Grafiken, in der die Schriften gerendert sind. Da dies für einen semantisch sauberen Quellcode sowie für die Indizierung durch Suchmaschinen suboptimal ist, suchen Webdesigner seit langem nach Lösungen zur sauberen Einbindung von beliebigen Fonts in ihre Internetseiten.

siFR bietet als Lösung eine Kombination aus mehreren Web-Technologien. Beim „scalable Inman Flash Replacement“ werden Adobe Flash, JavaScript und CSS auf ein konventionelles (X)HTML-Dokument angewendet. Der typische Ablauf bei einer mit sIFR ausgestatteten Webseite ist folgender:

  • Das (X)HTML-Dokument wird normal vom Browser verarbeitet.
  • Nach erfolgtem Laden des DOM greift das sIFR-JavaScript ein und ersetzt vorher definierte Elemente (wie z. B. <h1> oder auch <h3 class=“subheader“>) durch einen Flashfilm.
  • Dieser Film bekommt per JavaScript den Inhalt des Elements (also den Text) übergeben und stellt ihn in der gewählten, eingebetteten Schriftart dar.

Diese Technik ermöglicht validen Quellcode und selbst wenn entweder Flash oder JavaScript nicht auffindbar sind, gibt es kein Problem: Die Seite wird dann als normales, CSS-gestyltes (X)HTML-Dokument dargestellt. Inzwischen wurde die aktuelle Beta2 von sIFR3 vorgestellt, auf deren Basis nun eine Anleitung zur Integration dieser Technik vorgestellt wird.

Vorraussetzungen

Die Bearbeitung und das Exportieren der Flash-Dateien benötigt mindestens Version 8 der Flash IDE (eine Testversion können Sie bei Adobe [1] herunterladen), außerdem den Editor Ihrer Wahl und das aktuelle Release von sIFR [2]. Nach Entpacken des Pakets liegt folgende Ordnerstruktur vor:

  • css
  • demo
  • flash
  • js

Das vorliegende JavaScript ist komprimiert, die unkomprimierten Originaldateien liegen in „js/source/“.

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Eine Antwort

  1. von Kevin Lieser 27.09.2010 (13:32Uhr) 1.

    Das klingt an sich sehr gut.
    Nutze derzeit einfach die CSS Regel @font-face.

    Die Frage ist nur, wie groß die jeweiligen, ersetzten Flash Bereich von der Dateigröße her sind. Aber die 200kb Schriften (in allen möglichen Formaten -> eben auch für IE) die per font-face genutzt werden sind auch nicht gerade dolle.

    Werds mir sofort mal anschauen (gerade auch für ein neues Projekt).

    Herzlichen Dank!

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