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Bitcoins für’s Volk: So will das Startup PEY die virtuelle Währung unter die Leute bringen

    Bitcoins für's Volk: So will das Startup PEY die virtuelle Währung unter die Leute bringen

PEY verschenkt Bitcoins (Screenshot: peyapp.com)

Das Startup PEY will Bitcoins auf die Straße bringen. In einer Promotionaktion verschenken sie deshalb Geld in der digitalen Währung. Im Rahmen unserer Themenwoche Zukunft des Geldes haben wir sie dabei begleitet und geschaut, was Ottonormalverbraucher über Bitcoin weiß und wissen will.

Themenwoche Zukunft des Geldes

Marius Beyer und Ricardo Ferrer Rivero verziehen ihre Gesichter, als sie den 60 Kilogramm schweren Lamassu-Automaten auf ein Holzkonstrukt in der Hannoverschen Kneipe Härtekrug hieven. Die beiden sind heute hier, um Geld zu verschenken, genauer gesagt: um Bitcoins zu verschenken. Und genau dafür brauchen sie den Lamassu – einen Bitcoin-Geldautomaten.

Mit Bitcoin im Laden zahlen

Ricardo ist der Gründer des Startups PEY. Er hat mit Collin Raddatz, der CTO ist, und Marius Beyer, Assistent der Geschäftsführung, ein Zahlungssystem entwickelt, das zum einen Ladenbesitzern ermöglicht, Zahlungen in Bitcoin entgegenzunehmen, und Kunden die Möglichkeit gibt, unkompliziert auch im Alltag mit Bitcoins im Laden zu bezahlen. Mit dem Lamassu gibt es in Hannover nämlich schon eine Weile einen Automaten, an dem man Euro in Bitcoins tauschen kann, aber es gab keine physischen Läden, in denen man sie auch ausgeben konnte.

Das wollten Ric und sein Team ändern. Denn um ein neues System zu etablieren, braucht dieses System einen hohen Nutzwert, einen entscheidenden Vorteil. Mit Bitcoin gestaltet sich dies hierzulande etwas schwierig. Er bringt hier nicht den Nutzen, den er in Ländern mit enormer Inflation hat. Dennoch haben auch in Deutschland einige Menschen Interesse an einer Währung, die weder vom Staat ausgegeben wurde, noch in die Obhut einer Bank muss, um Geld zu transferieren.

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Die neue Ausgabe des t3n Magazin erscheint am 26. August im Handel.

Mit einer neuen Währung ist allerdings auch viel Unsicherheit verbunden. Händler fürchten sich vor starken Kursschwankungen. Deswegen arbeitet PEY mit dem Dienstleister Bitpay zusammen. Für den Händler bedeutet das, dass der in Rechnung gestellte Betrag direkt umgerechnet wird und bei ihm in Euro auf seinem ganz normalen Konto ankommt. Auch die Kosten für die Hardware übernimmt PEY in der Einführungsphase für die Händler. Über 50 Läden und Dienstleister hat PEY schon im Boot. Jetzt arbeiten sie daran, den Geldfluss anzuregen.

Noch ist es kompliziert, online an Bitcoins zu kommen. Und kaum ein Hannoveraner weiß von dem Automaten im Lindener Coworkingspace Edelstall. Langfristig arbeitet PEY auch an einer Lösung, Bitcoin über den Arbeitgeber zu erhalten, sei es als einen Teil des Gehalts oder als geldwerten Vorteil. Bis dahin will PEY der Sache schon mal einen kleinen Schubs geben. Der Termin im Härtekrug ist der sechste von insgesamt zehn Terminen im Stadtteil Linden, wo ein hoher Kreativen- und Studentenanteil Innovation eher begünstigt. Zehn Euro gibt es pro Person, und mit dem Wirt wurde ein Deal ausgehandelt: Schnitzel + Getränk kosten heute 9,50 Euro. Beim benachbarten Frisör gab es vorherige Woche sogar 25 Euro. Der Sinn dahinter ist, sich in dem jeweiligen Laden auch direkt etwas leisten zu können und so den kompletten Vorgang, vom Einlösen der Euroscheine am Automaten bis hin zum Bezahlen, einmal durchgespielt zu haben.

Marius Beyer ist Assistent der Geschäftsführung bei PEY. Hier erklärt er einem Bitcoin-Interessierten, wie er mit dem Bitcoin-Automaten Euro in Bitcoin tauscht. Grundlegendes Interesse ist bei den Einsteigern vorhanden, allerdings ist der Nutzen vielen noch nicht klar. (Foto: Melanie Petersen)
Marius Beyer ist Assistent der Geschäftsführung bei PEY. Hier erklärt er einem Bitcoin-Interessierten, wie er mit dem Bitcoin-Automaten Euro in Bitcoin tauscht. Grundlegendes Interesse ist bei den Einsteigern vorhanden, allerdings ist der Nutzen vielen noch nicht klar. (Foto: Melanie Petersen)

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