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Suchmaschinen-Marketing effizienter einsetzen und auswerten: SEO-Tools unter der Lupe

Während man früher noch auf selbstprogrammierte Lösungen angewiesen war, um die eigenen SEO-Bemühungen auswerten zu können, gibt es heute umfangreiche Software-Lösungen, die nicht nur für professionelle SEO-Dienstleister interessant sind. Vier davon haben wir uns genauer angeschaut. Wir geben Tipps, für welchen Einsatzzweck sich die Lösungen Searchmetrics, Sistrix, Seolytics und Syntryx besonders eignen.

Wer sich regelmäßig mit SEO beschäftigt – ob für die eigene Website, den eigenen Onlineshop, als Inhouse-SEO oder als professionelle Agentur für Kunden – braucht heutzutage weit mehr als etwa einen kostenlosen Backlinkchecker. Es gilt, Positionen zu beobachten, die Konkurrenz zu durchleuchten oder neue Keywords zu finden – und dafür benötigt man ein professionelles Programm.

Noch vor kurzem wurde solche Software ausschließlich in größeren Inhouse-Teams und von Agenturen für den eigenen Gebrauch programmiert. Doch in den letzten zwei Jahren haben immer mehr Akteure den steigenden Bedarf entdeckt und so sind zahlreiche Anbieter entstanden, die ihre SEO-Software als Fertiglösung anbieten. Vier der derzeit wichtigsten SEO-Software-Anbieter sind Searchmetrics, Sistrix, Seolytics und Syntryx. Alle Programme laufen im Browser, benötigen also keine Installation und lassen sich von überall aus bedienen.

SEO-Software bietet viele Vorteile

Die ideale SEO-Software nimmt einem den größten Teil der regelmäßigen Analyse- und Monitoring-Tätigkeiten ab. Das beginnt schon beim Positionstracking. Klassische Trackingprogramme wie „Advanced Web Ranking“ [1] zeichnen nur Positionen von Keywords auf, die man vorher selbst eingegeben hat.

Doch gerade unbekannte Keywords, die man bislang nicht im Blickfeld hatte, bieten oft die größte Hebelwirkung, da man ohne gezieltes Optimieren bereits eine recht gute Position erreicht hat. Entdeckt man solche Keywords frühzeitig, kann man als SEO-Verantwortlicher viel effizienter und damit auch kostensparender arbeiten.

Gute SEO-Software überwacht selbstständig einen bis zu acht Millionen Keywords umfassenden Pool an interessanten Suchbegriffen und speichert alle Seiten ab, die sich in den ersten 50 oder 100 Ergebnissen zu einem Keyword finden. Mittels einer einfachen URL-Eingabe kann der Benutzer so sehen, für welche Suchbegriffe seine Website gut bei Google positioniert ist.

Neben klassischen SEO-Positionen überwachen die Software-Tools in der Regel auch Adwords-Anzeigen, Google News, Videos sowie Bilderergebnisse und werten diese automatisch aus. Die Daten stehen dabei nicht erst ab Kaufdatum der Software zur Verfügung, denn gerade die historischen Informationen sind wichtig: Wie war mein Mitbewerber vor einem Jahr positioniert, was ist seitdem passiert und vor allem – wie wurde das erreicht?

Steigen (oder sinken) die Rankings des Mitbewerbers plötzlich rapide, kann man daraus Rückschlüsse auf dessen SEO-Tätigkeit ziehen. Auch schwarze Schafe unter SEO-Anbietern kann man mittels einer Software recht schnell entlarven.

Das Ranking einer zweifelhaft optimierten Website im zeitlichen Verlauf, inklusive Google-Abstrafung (Sistrix Toolbox).
Das Ranking einer zweifelhaft optimierten Website im zeitlichen Verlauf, inklusive Google-Abstrafung (Sistrix Toolbox).

SEO wie es sein sollte: langsam aber kontinuierlich steigende Position ohne Zurückstufungen.
SEO wie es sein sollte: langsam aber kontinuierlich steigende Position ohne Zurückstufungen.

Interessant ist es auch zu sehen, welche Keywords die Konkurrenz für ihre bezahlten Suchergebnisse gebucht hat und mit welchen unterschiedlichen Anzeigentexten die Mitbewerber arbeiten.

Um die Positionen zu überwachen, benötigen die Software-Anbieter einiges an Rechenleistung. Um Backlinks zu finden, die auf die eigene Website verweisen, setzen sie auf eigene Crawler, da die Yahoo-Backlink-Abfrage aufgrund von API-Restriktionen in der Regel nur einen Bruchteil der Links findet.

Sieht man sich den Umfang der SEO-Software-Lösungen an, ist es verständlich, dass die Anbieter ihren Service nicht für einen einmaligen Betrag anbieten, sondern auf ein Abo-Modell setzen. Neben Programmierkosten entstehen den Betreibern monatliche Serverkosten für Traffic, Crawler und Datenspeicher. Die monatlichen Kosten für eine gute SEO-Software können daher durchaus im vierstelligen Bereich liegen.

Links und Literatur

  1. Advanced Web Ranking
  2. Searchmetrics Suite
  3. Sistrix Toolbox
  4. Seolytics
  5. Syntryx
  6. Keyword Datenbank

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9 Reaktionen
seven

Interessanter Artikel. Schade dass die meisten hochwertigen SEO Dienstleister nur Firmen im Auge haben, aber nicht den kleine Mann, der sich die hohen monatlichen Kosten nicht leisten kann. Schön wäre es wenn man mal den einen oder anderen Service für 1 Monat buchen, so als einmalige Leistung.

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Dallmeier

Ich kenne mich zuwenig damit aus. Aber gerade für die Bewertung von Keywords ist mir Market Samurai empfohlen worden. Kann das jemand bestätigen oder handelt es sich hier um ein nur mäßig geeignetes Tool? Die Homepage von denen finde ich nämlich nicht wirklich sehr informativ diesbezüglich. Und zu sehen war auch nur ein Screenshot.

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Sören
Sören

Die Datenbasis bei SEOlytics bezogen auf das Positionsmonitoring sind über 10 Millionen Keywords, denn der User kann hier sein *eigenes* Keywordset anlegen & beobachten. Die im Vergleich erwähnten 3 Mil. beziehen sich nur auf das SEM Modul.

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geocaching

xovi fehlt in der tat, schade.

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Suchmaschinenmarketing

Vielen Dank für die Übersicht Syntryx werde ich mir jetzt auch mal genauer anschauen, dass gleich mache ich aber auch mal mit Xovi.

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Philipp
Philipp

Eure Meinung zu http://www.ibusinesspromoter.de/ hätte mich noch interessiert und auch zu den Leistungen von SEO-Anbietern wie sumo.de oder rankpay.com.

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Xovi

Schade dass wir in diesem Artikel nicht berücksichtigt worden sind. Xovi gibt es bereits seit Dezember letzten Jahres, also jetzt schon fast 6 Monate.
Hoffen wir beim nächsten Mal dabei zu sein:)

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Andreas Lenz

@eric: wir auch, gabs aber zu dem Zeitpunkt der Artikelerstellung leider noch nicht.

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Eric
Eric

Ich hätte gerne auch XOVI mit im Vergleich gesehen.

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