Mythos 6: Viele eingehende Links sind gut für das Ranking
Hier hat sich inzwischen die Gewichtung verschoben. Vor einiger Zeit kam es noch darauf an, möglichst viele eingehende Links zu bekommen („Linkpopularität“). Als dann bei etlichen Websites im Footer jeder Seite teilweise ganze Linkfarmen auftauchten, änderten sich die Kriterien. Inzwischen ist es wichtiger, von möglichst vielen Domains („Domainpopularität“) beziehungsweise unterschiedlichen IP-Adressen („IP-Popularität“) Links zu erhalten. Allerdings geht es auch hier um Qualität und nicht um Quantität. Links von Domains, die selbst ein gutes Ranking bei Google haben, sind am besten. Dieser Teil des Algorithmus heißt „Trustrank“.
Übrigens hat auch die Position des Links auf der Seite und im Quelltext einen Einfluss auf die Gewichtung. Footer-Links sollte man zum Beispiel vermeiden.
Mythos 7: Google fördert valide Seiten nach W3C-Standard
Falsch. Das strikte Einhalten von Webstandards beeinflusst das Ranking einer Webseite nicht. Umgekehrt können aber grobe Codierungsfehler dafür sorgen, dass nicht alle Seiteninhalte korrekt eingelesen werden und sich so das Ranking verschlechtert.
Mythos 8: Die Keyword-Dichte sollte im oberen Teil des Texts hoch sein
Heute ist es so, dass eine Seite relevanter wird, wenn die Suchbegriffe (Keywords) nicht nur am Anfang des Texts auftauchen, sondern über den gesamten Inhalt verteilt sind. Durch diese Keyword-Verteilung wird der gesamte Inhalt relevant und somit besser bewertet. Optimal ist es, wenn die Suchphrase im Quelltext oben, in der Mitte und unten erscheint.
Mythos 9: Perfekte „Onpage“-Optimierung ist bei stark umkämpften Suchbegriffen wichtig
„Offpage“-Kriterien (d.h. von wo und wie man verlinkt ist) sind heutzutage tatsächlich wichtiger als „Onpage“-Elemente wie zum Beispiel Title-Tags und optimale Keyword-Dichte. Es ist heute möglich, Vorschaltseiten, die sehr wenig oder gar keinen Text haben, bei Google ganz nach oben zu bringen. Theoretisch könnte man sogar mit einer vollständig leeren Seite bei Google die Top-Position erreichen – nur durch Offpage-Optimierung.
Ein schönes Beispiel der Macht der Domainpopularität (eigentlich IP-Popularität) ist das Wörtchen „hier“: Google-Suchtreffer Nr. 1 ist die Downloadseite des Acrobat Reader, obwohl das Wort „hier“ darauf nicht ein einziges Mal auftaucht. Warum ist diese Seite dann auf Platz 1 von fast 600.000.000 Treffern? Viele Webmaster platzieren neben Links zu PDF-Dateien den Satz: „Klicken Sie hier, um den Acrobat Reader herunterzuladen.“ Der Link im Wort „hier“ zeigt dabei immer auf die Acrobat-Downloadseite.
Mythos 10: Grafische Links sind schlecht
Tatsächlich wird ein Textlink mit dem richtigen Linktext bevorzugt behandelt, aber ein Bild-Link, der im Alt-Text (Alternativ-Attribut) die richtige Suchphrase nutzt, wird von Google ebenfalls gut bewertet. Wichtig ist, dass es ein direkter Link ist, der nicht durch einen Adserver o.Ä. läuft. Das Title-Attribut, das eigentlich für Textlinks vorgesehen ist, hat keinen Einfluss auf das Ranking.
Bei Grafiken ohne Link wird das Alt-Attribut überhaupt nicht im Ranking-Algorithmus bewertet.
Nützliche Tools
Es gibt viele Websites mit Hilfen rund um die Suchmaschinenoptimierung. Einige haben sich dabei als besonders praktisch herausgestellt:
- Google AdWords Keyword Tool: Zeigt zu einem Keyword alternative oder verwandte Begriffe an. Angaben nach Suchhäufigkeit, allerdings ungenau [1].
- Google Trends: Ausführliche Suchstatistik mit grafischer Darstellung, hilfreicher Vergleich von Keywords möglich [2].
- Keyword Density Analyzer: Gutes Tool, um die Häufigkeit von Suchbegriffen (Keyword-Dichte) auf einer Seite festzustellen [3].
- Search Engine Spider Simulator: Zeigt an, wie Suchmaschinen eine Website wahrnehmen [4].
- Backlink Watch: Welche Websites verweisen wie auf meine eigene Site [5] ?






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