Eindeutig schwieriger wird das Tracking von Transaktionen, die aufgrund von organischen Suchmaschinenlinks entstehen. Um diesbezüglich Erkenntnisse zu gewinnen, muss in der Regel ein Trackingwerkzeug wie „timAdControl“ [2] eingesetzt werden, denn normale Logfile-Analyseprogramme wie beispielsweise „AW-Stats“ liefern nur die Anzahl der über eine Suchmaschine zur Zielwebsite gelangten Besucher, nicht aber die daraus resultierenden Transaktionen. Ferner differenzieren derartige Tools auch nicht zwischen organischen und bezahlten Klicks.
Sicherlich könnte man nun auf die Idee kommen, die Erkenntnisse aus dem Keyword-Advertising auch für die Beurteilung der betriebswirtschaftlichen Relevanz von organischen TOP-Platzierungen heranzuziehen. Die Annahme, dass eine bezahlte Platzierung auf Platz 3 eine ähnliche Relevanz hat wie eine nicht bezahlte organische Platzierung auf Platz 3, liegt ja sehr nahe. In der Realität ergeben sich jedoch immer wieder schlecht erklärbare und gleichsam kuriose Phänomene. Mir sind Kampagnen bekannt, bei denen die organischen Top-Platzierungen ein Vielfaches der bezahlten Top-Platzierungen erwirtschaften und umgekehrt. Dies mag daran liegen, dass es immer noch Nutzer gibt, die grundsätzlich keine bezahlten Links anklicken. Andererseits gibt es mittlerweile auch viele Nutzer, die aufgrund der großen Anzahl irrelevanter Links in den organischen Suchergebnissen (Spamming) lieber direkt auf einen bezahlten Link klicken. Je nach Branche und Produkt oder Dienstleistung kann es hier große Unterschiede geben. Betreibt man ernsthaftes Suchmaschinenmarketing, so empfiehlt es sich, in jedem Fall ein professionelles Tracking für beide Facetten des Suchmaschinenmarketings einzuführen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Denn schließlich kostet auch SEO Geld – oder zumindest die eigene Arbeitszeit.
Die Herbeiführung einer organischen Top-Platzierung ist – je nach Konkurrenzlage – fast schon eine Wissenschaft. Darum möchte ich diesbezüglich auf die einschlägige Literatur verweisen und auch mein im Juli erscheinendes Buch „TYPO3 Online-Marketing Guide“ nicht unerwähnt lassen.





