Vorheriger Artikel Nächster Artikel

SEO für internationale Onlineshops: Darauf kommt es an

Aus dem
t3n Magazin Nr. 28

06/2012 - 08/2012

Mit einem im Inland gut funktionierenden Geschäftsmodell ins Ausland zu expandieren, klingt für viele Unternehmen reizvoll. Besonders im spielt dabei das Thema eine entscheidende Rolle. Wichtig ist dabei neben einigen Besonderheiten bei der Wahl des Hosters und dem Umgang mit Duplicate Content vor allem die Struktur der Website.

SEO für internationale Onlineshops: Darauf kommt es an

Der Deutsche Handelsverband prognostiziert dem deutschen E-Commerce-Sektor für 2012 einen Rekordumsatz von 29,5 Milliarden Euro [1]. Das ist eine Steigerung um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zwar wächst der deutsche E-Commerce jedes Jahr im zweistelligen Bereich, dennoch liebäugeln immer mehr deutsche Shops damit, auch ausländische Märkte zu erschließen.

Spitzenreiter im europäischen Vergleich ist Polen, wo aktuell für 2012 mit einem Wachstum von bis zu 24 Prozent zu rechnen ist. Auch andere Länder sind für Unternehmen interessant. So erwarten Analysten in Spanien ein Wachstum von 18 Prozent und in Italien ein Wachstum von 19 Prozent. Aus diesen Wachstumszahlen ergibt sich weiteres Potenzial und damit die Chance auf mehr Umsatz, auch für deutsche Unternehmen.

Über die Landesgrenze hinaus

Viele namhafte deutsche Unternehmen folgen diesem Trend und versuchen, ihr Geschäftsmodell im Ausland zu positionieren. So ist beispielsweise Deutschlands bekanntester Schuh-Shop Zalando nach erfolgreichen Ablegern in Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Großbritannien nun auch im skandinavischen Raum vertreten. Das Gutscheinportal Groupon ist gar in über 40 Ländern aktiv.

Fremde Länder, fremde Sprachen

Eine Schwierigkeit, der sich jedes Unternehmen im Ausland stellen muss, liegt im Umgang mit den unterschiedlichen Sprachen. Für jedes Land muss man eine eigene Seite mit für das Land angepassten Inhalten erstellen. Es genügt nicht, bestehende Inhalte zu übersetzen – man sollte jeden Ableger speziell auf das Zielland anpassen.

Die Expansion in das deutschsprachige Ausland (Österreich und Schweiz) bringt die niedrigste Hürde mit sich. Die Sprache ist bekannt und auch Linkmarketingmaßnahmen kann ein Unternehmen mit den bestehenden Mitarbeitern umsetzen. Schwieriger wird es, wenn man in ein nicht deutschsprachiges Land expandieren möchte. Muttersprachler sind hier unverzichtbar. Zwar gibt es Dienstleiter, die Texte in vielen verschiedenen Sprachen anbieten, dennoch erreicht man mit internen Ressourcen die besten Ergebnisse, da man seine Mitarbeiter besser instruieren und das Qualitätsmanagement einfacher umsetzen kann.

dms 1e652145267aaf72e94b8248907c3400
Zalando agiert mittlerweile auch erfolgreich in den Niederlanden, Italien, Frankreich, Großbritannien, Österreich und der Schweiz.

Mehrsprachige Länder stellen ein Unternehmen vor die Entscheidung, ob man für jede Sprache einen eigenen Ableger der Website erstellen sollte. So würde man in der Schweiz neben einer deutschen auch eine italienische und französische Version erstellen. Bevor ein Unternehmen diese Entscheidung trifft, sollte es die entsprechenden Märkte genau analysieren.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.

1 3 4
Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
3 Antworten
  1. von Fritz am 08.11.2012 (10:27 Uhr)

    Zu "Das kann beim Erkennen der unterschiedlichen Sprachen zu großer Verwirrung führen. Sorgfältige Ausweisung der genutzten Sprache in einem Dokument und das Targeting der Subfolder auf ein Land mit Hilfe der Webmaster Tools sind daher notwendig."

    Hier scheint Google dann aber ganz gut auf Canonical Language Tags anzuspringen: die Definition einer jeweiligen Master Language Version und einer Country-Language Version lässt den Google Bot hier meist eine länderspezifisch korrekte Zuteilung machen :)

    Antworten Teilen
  2. von Nullaussage am 11.11.2012 (09:44 Uhr)

    Wenn man ins Ausland expandieren will, muss man also die Landessprache beherrschen und sollte das Projekt intern umsetzen. Österreich geht einfach, weil das keine andere Sprache ist. Aha. Was für ein sinnloser Artikel ohne jeglichen Nachrichtenwert.

    Antworten Teilen
  3. von ralf.dreiundzwanzig am 15.11.2012 (03:45 Uhr)

    Schade, dass SEO - Autoren immer nur an Text denken. Ein Online Shop besteht auch aus Fotos und selbstverständlich auch aus anderen multimedialer Daten ( Video, PDF, Sound/Musik).

    Bei Fotos muss man selbstverständlich rücksicht auf die kulturelle Aspekte nehmen. Und sollte dabei nicht den Ikea Fehler machen. (Ikea hat in diesem Jahr auf den Fotos für die arabische Welt alle Frauen wegretuschiert).

    Gleichzeitg fehlt mir in diesem Artikel wirklich alles Rund um Lieferung. Der Zoll der Schweiz ist abentuerlich. Oder einfach sich mal Norwegen ansehen?

    Norwegen gehört zu den Mitgliedstaaten der „European Free Trade Association“ (EFTA) und ist Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Aufgrund des EWR-Abkommens fallen beim Versand aus der EU nach Norwegen keine Zölle an.

    Elektrische Produkte benötigen eine Genehmigung der Norwegischen Kontrollstelle für elektrisches Material (NEMKO).

    Sie benötigen eine EORI-Nummer sowie eine Handelsrechnung in Englisch, Französisch oder Norwegisch.

    Vor diesem Hintergrund kann ich den Server Standort doch nicht der EDV Abteilung überlassen.

    Auch wie bekomme ich als Händler mein Geld vermeiden die SEO - Experten. Und unsere "Allgemeine Geschäftsbedingungen" wollte der Rechtsanwalt auch nicht "nur" übersetzen.

    Sobald ich mit meinem Shop in die Schweiz gehe - stellt sich nicht nur die Frage, ob ich den Content nun auch in Englisch und Französisch- anbiete - ich verlasse damit auch den EU - Binnenmarkt. Hier muss man sich dann mit den Handelsabkommen beschäftigen... damit habe ich gelichzeitig auch noch eine andere Währung in meinem eCommerce Projekt und andere Payment-Lösungen. Meine Anbindung an - Google Merchant Center- ist in der Schweiz etwas anders... und die Kunden zahlen bevorzugt mit Kreditkarte - Weil Ihnen die Regierung diese Zahlungsart nicht versaut hat... wie bei uns...

    Und einen Shop mal eben in Österreich starten - stelle ich mir schon wegen den unterscheidleichen Umsatzstersätzen als ein _grauhen_ vor.

    Ein Online Shop benötigt kein SEO - sondern ein richtiges eCommerce Konzept. Mit einem Internetmarketing ohne Suchmaschinen Spam und selbsternannten Google Experten.

    Und selbstverständlich MUT für den EU-Binnenmarkt. Hier hätte ich mir Informationen gewünscht... meintwegen auch aus SEO sicht....

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Aktuelles aus dem Bereich SEO
Experten im Gespräch: Erfolgsfaktoren im E-Commerce und Handel
Experten im Gespräch: Erfolgsfaktoren im E-Commerce und Handel

Setzen sich Geschäftsführer erfolgreicher Marken und Onlineshops mit Branchenexperten zusammen, lohnt sich das Zuhören. Beim Experten-Panel des diesjährigen etailment Summit ging es unter anderem … » weiterlesen

E-Commerce: 14 nützliche Blogs für Online-Shopbetreiber [Update]
E-Commerce: 14 nützliche Blogs für Online-Shopbetreiber [Update]

Wo finde ich Anregungen, Tipps und neue Impulse zum Thema E-Commerce? Wie implementiere ich neue Funktionen oder optimiere meine Konversionsrate? Nachfolgend stellen wir euch 13 Blogs zum Thema … » weiterlesen

Weihnachten im Juli: Der Marketing-Zeitplan für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft [Infografik]
Weihnachten im Juli: Der Marketing-Zeitplan für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft [Infografik]

Bis Weihnachten sind es noch ein paar Monate. So ganz von alleine wird sich eure Marketing-Strategie für das Weihnachtsgeschäft allerdings nicht aufbauen und umsetzen. Eine praktische Infografik … » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n 37 jetzt kostenfrei probelesen! Alle Inhalte des t3n Magazins Diesen Hinweis verbergen