Unterschiede bei der Verfügbarkeit
Das Thema „garantierte Verfügbarkeit“ ist sehr vielschichtig. Bei geschäftskritischen Anwendungen gilt es darauf zu achten, was genau die Zusagen umfassen. Eventuell ist es nötig, die eigenen Anforderungen über passende (gegebenenfalls zusätzliche) Service-Level-Agreements (SLAs) abzudecken. Selbstverständlich kann bei einem Root Server nicht die Verfügbarkeit der Serverdienste an sich garantiert werden, wie dies etwa bei einem vom Anbieter betreuten Managed Server [1] der Fall ist. Meistens wird an dieser Stelle die Verfügbarkeit der Stromversorgung, der Internet-Anbindung an die Außenwelt und eventuell die Verfügbarkeit (Uptime) der Serverhardware zugesagt. Definitionssache ist außerdem, ob zum Beispiel „geplante Wartungsarbeiten“ (ggf. mit einer definierten Vorlaufzeit) Teil der (Nicht-)Verfügbarkeit sind oder zu „nicht verfügbar“ nur ungeplante Störungen zählen.
Angaben wie „99 Prozent p.a.“ suggerieren auf den ersten Blick eine hohe Verfügbarkeit. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich durch das verbleibende eine Prozent auf ein Jahr gerechnet (p.a. = per annum) aber 88 mögliche Stunden „Downtime“, bei 99,9 Prozent hingegen sind es gerade noch 9 Stunden [2]. Aber auch bei Unterschreitung fallen die „Strafen“ häufig recht mild aus. Extrembeispiele sind hier Formulierungen wie „Auf Wunsch anteilige Rückerstattung der monatlichen Tarifgrundgebühr“. Vielen Regelungen gemein ist, dass Ausfälle und SLA-Unterschreitungen zeitnah angemahnt werden müssen, um einen Anspruch aufrechtzuerhalten.
Wachstumsmöglichkeiten und Zusatzfeatures
Für Kunden mit besonders hohen Anforderungen können redundante und lastverteilte Servercluster sinnvoll sein. Solche Lösungen planen Sie am besten mit einem kompetenten Partner. Für größere Projekte ist es je nach Hoster auch möglich, „Wachstumsmöglichkeiten“ direkt vorab einzuplanen. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, für ein Server-Cluster mehrere Server am gleichen Standort (im gleichen Rechenzentrum, idealerweise sogar im gleichen Rack) unterbringen zu können, beispielsweise, um interne Netze zwischen den Servern zu realisieren. Wer dies bereits während der Planungsphase berücksichtigt, kann so Platz für mehrere Maschinen vorausbuchen oder günstig „reservieren“.
Wer erstmal mit einem kleineren Entwicklungsserver startet, sollte außerdem mit seinem Hoster besprechen, welche Möglichkeiten zum Hardware-Upgrade oder zum Wechsel auf größere Server während der Vertragslaufzeit möglich sind und welche Kosten für die Umstellung anfallen.
Neben dem Server bieten viele Hoster noch eine Reihe von Zusatzdiensten an. So ist es beispielsweise möglich, dedizierte Firewalls oder einen gesicherten VPN-Zugriff einzusetzen, was insbesondere im Umfeld von Windows-Servern oder zentral vor einem Server-Cluster gern genutzt wird. Auch stehen für Serverkunden häufig Möglichkeiten zur Registrierung von Domains oder SSL-Zertifikaten zur Verfügung.
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Die folgende Tabelle stellt die Root-Server-Angebote diverser Hoster gegenüber (Stand: Mai 2009). Dabei wurde jeweils das günstigste Angebot gewählt, das folgenden Minimalanforderungen entspricht:
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Vergleich von Root-Providern als Tabelle. Hinweis: Stand der Daten ist der 3. Juni 2009




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