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Marketing-Automation: 16 moderne All-in-One-Lösungen im Überblick

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t3n Magazin Nr. 38

12/2014 - 02/2015

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E-Mail, Social Media, Content-Marketing, Lead-Management, Analytics, SEO, Conversion-Optimierung: Wer die Vielfalt heutiger Marketing-Aufgaben effizient erledigen will, braucht Tools zur Marketing-Automation und Optimierung. Eine Marktübersicht zu ganzheitlichen Marketing-Plattformen.

Marketing-Automation: 16 moderne All-in-One-Lösungen im Überblick

(Foto: Designbüro+Marx / Photocase)

Über die letzten Jahre ist es immer einfacher geworden, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Dieser Umstand trifft besonders auf die Unternehmer der digitalen Branche zu. Internet-Firmen müssen sich zum Beispiel nicht länger um den Aufbau einer sicheren, leicht skalierbaren Server-Infrastruktur kümmern. Stattdessen können sie einfach die Dienste von Amazon, Google oder einem der anderen Platform-as-a-Service-Anbieter kostengünstig mieten. Dazu kommt, dass sie viele wichtige Software-Funktionen auslagern können, indem sie moderne API-Dienste in Anspruch nehmen.

Ein weiteres Beispiel: E-Commerce-Anbieter müssen dieser Tage nicht monatelang an der Entwicklung eines eigenen Shop-Systems arbeiten. Für relativ wenig Geld können sie dank moderner Lösungen wie Shopify Lösungen wie Shopify einen Onlineshop im Nu erstellen. Die Eintrittsbarrieren sind in den meisten Märkten also wesentlich niedriger als je zuvor. Ein wichtiger Grund, weshalb die Startup-Wirtschaft boomt – und der Wettbewerb größer denn je ist.

Vor diesem Hintergrund hat das Motto „If you build it, they will come” mittlerweile seine Bedeutung zunehmend verloren. Ein gutes, innovatives, qualitativ hochwertiges Produkt, das ein Problem effizient löst und einen hohen Kundennutzen bietet, reicht in den hart umkämpften Märkten von heute nicht mehr aus, um sich erfolgreich zu positionieren. 2009 konnten Anbieter einer mittelmäßigen App in Apples und Googles Stores noch Hunderttausende Downloads organisch erzielen. Heute können sie froh sein, wenn überhaupt jemand ihre App findet, solange sie keine aktiven Marketing-Maßnahmen ergreifen.

Marketing-Automation

Dabei sind die Möglichkeiten extrem vielfältig geworden. Neben den klassischen Marketing-Kanälen (E-Mail, PR und Werbung) spielen heute viele weitere Instrumente eine zunehmend wichtige Rolle: Dazu gehören zum Beispiel soziale Netzwerke, Content-Marketing, branchenspezifische Online-Portale oder SEO und ASO (App Store Optimization).

Bei den Highend-Anwendungen für den Enterprise-Bereich zählt Eloqua von Oracle zu den Klassikern der Marketing-Automation-Tools und bietet eine Vielzahl von Funktionen. (Screenshot: eloqua.com)
Bei den Highend-Anwendungen für den Enterprise-Bereich zählt Eloqua von Oracle zu den Klassikern der Marketing-Automation-Tools und bietet eine Vielzahl von Funktionen. (Screenshot: eloqua.com)

Die Koordinierung dieser vielen neuen Marketing-Aufgaben stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Abhilfe versprechen moderne Marketing-Plattformen aus der Cloud. Das Stichwort lautet „Marketing-Automatisierung“ – eine Technologie, die Marketing-Aufgaben und -Prozesse vereinheitlicht, automatisiert, skaliert und effizient misst. Das Ziel: Die Effizienz erhöhen und Kundenzahlen und Umsätze steigern. Oder, um es im Startup-Jargon zu formulieren: Traction zu gewinnen.

Während sich Marketing-Automatisierungs-Tools zunächst vor allem auf das Thema E-Mail-Marketing fokussierten, decken sie heutzutage viele Aspekte des digitalen Marketings ab. Hierzu zählen unter anderem Landing-Pages und Web-Formulare, Kampagnen-Management, Content-Marketing, Lead-Generierung, CRM-Integration, Social-Marketing und Analytics.

Highend-Systeme der Enterprise-Klasse

Konzerne und Großunternehmen nutzen solche Lösungen bereits seit langem. Zu den Marktführern im Highend-Segment gehören die üblichen Verdächtigen: Oracle, IBM, Salesforce.com und Co. Sie bieten umfangreiche, meist Web-basierte Plattformen, die häufig durch Übernahmen in ihre Produktportfolios gelangt sind. So zum Beispiel IBM mit Silverpop, Oracle mit Eloqua und Salesforce mit ExactTarget.

Kunden können die Systeme in der Regel entweder On-Demand einsetzen oder aber auch in Eigenregie im eigenen Unternehmensnetzwerk betreiben. In Sachen Funktionalität sind sie über die Jahre zu wahren Feature-Monstern geworden und dürften kaum Wünsche offen lassen. Anwender können entscheiden, welche Module sie einsetzen möchten und die Lösung nach ihren Anforderungen und Bedürfnissen anpassen.

Auch ExactTarget von Salesforce bietet Marketing-Automatisierung für den Enterprise-Bereich. Ein wichtiger Bestandteil ist die übersichtliche Darstellung aller Marketing-Initiativen. (Screenshot: ExactTarget)
Auch ExactTarget von Salesforce bietet Marketing-Automation für den Enterprise-Bereich. Ein wichtiger Bestandteil ist die übersichtliche Darstellung aller Marketing-Initiativen. (Screenshot: ExactTarget)

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6 Antworten
  1. von Evelyne am 16.01.2015 (15:48 Uhr)

    Danke für diesen höchst interessanten Artikel ! Die Agentur 1min30 ist immer auf der Lauer nach die Neuerscheinung über Marketing Automation: https://www.1min30.com/de/marketing-automation-agentur

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  2. von Viktor Dite am 16.01.2015 (23:07 Uhr)

    Ich habe mich auch lange mit dem Thema befasst das richtige auszuwählen und glaube für eine deutsche, günstige Nutzung in Optivo das Optimum gefunden zu haben. Es hat eine fantastische API und fein justierbare Target-Gruppen. Das wichtigste im deutschen Raum ist jedoch: Man gibt die Listen nicht aus deutscher Hand!

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  3. von Torsten Herrmann am 18.01.2015 (19:14 Uhr)

    Die Preisdarstellung von Act-On und HubSpot ist leider schlicht weg falsch. In der Basisversion fehlen HubSpot Workflows, die Grundvoraussetzung für Marketing Automation (sieht man auch in deren Preistabelle). Bei Act-On hingegen muss man verstehen, was aktive Kontakte sind. Aktiv sind nur solche, mit denen man in einem Monat Kontakt hat. Damit ist das Tool eher günstiger als die meisten anderen. Ehrlich gesagt ist das einer der Gründe, warum man einen Berater braucht, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt. Für eine Entscheidung wäre diese Analyse leider unzureichend.

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  4. von Leadmanagement_Coach am 27.01.2015 (14:25 Uhr)

    Sehr schöne Aufstellung, vielen Dank.

    Weil ich es als Leadmanagement-Coach schon bei vielen meiner Kunden erlebt habe: "A fool with a tool, is still a fool". Bitte nicht mit der Tool-Auswahl beginnen. Alle Tools haben unterschiedliche Schwerpunkt und Vorteile. Die kann man eigentlich erst richtig einschätzen, wenn die Leadmanagement-Strategie steht. "Leadmanagement geeignete" Buyer-Persona Profile sind z. B. der absolute Dreh- und Angelpunkt für erfolgreiches Leadmanagement mit Marketing-Automation. Fragen sollte man sich auch:
    - Wo soll das Tool zum Einsatz kommen? (Land, Sprachen, B2B, B2C, Abteilungen, national, international usw.)
    - Wie gestalten sich meine Touchpoints? Wo und wie erreiche ich meine Buyer-Persona? Wo muss ich aktiv werden?
    - Wie sieht der Kaufprozess meiner Buyer-Persona aus und wie entwickele ich sie mit Lead-Nurturing bis zur Vertriebsreife (MQL = Marketing qualified Lead)?
    - Wo sollen bzw. dürfen meine Daten liegen?
    - Wie bewerte ich meine Leads? --> Lead-Scoring
    - Wie übergebe ich die Leads an den Vertrieb
    - usw.

    Erst wenn das geklärt ist, kann man sinnvoll prüfen, wie die einzelnen Tools das realisieren. Hier muss man auch einen Blick werfen, ob auch überall Marketing-Automation drin ist, wo Marketing-Automation drauf steht. Einige Anbieter verstehen unter dem Begriff auch mal durchaus etwas anderes.

    Gerade zum Thema Datenhaltung fehlt mir in der Auflistung noch ein Tool, das sich in den letzten Jahren stark von einer eMail Marketing- zu einer Marketing-Automation Lösung gewandelt hat: Evalanche von http://sc-networks.com/de/
    Gerade für deutsche Mittelständler ist sicher spannend, dass die Daten bei Evalanche in einem deutschen Rechenzentrum liegen und sie ein TÜV-Zertifikat haben.

    Wer möchte findet in meinem eBook "„Coffee is for closers only - modernes Leadmanagement geht anders“ einen Überblick über Themenspektrum:
    http://www.strike2.de/landing/ebook-leadmanagement/

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  5. von nextim am 02.01.2016 (16:39 Uhr)

    Dass in diesem Beitrag der ein oder andere Anbieter fehlt, ergibt sich aus dem stetig wachsenden Marktumfeld. Aus dem Stand fallen mir hier Jumplead, Leadsius und SALESmanago ein - alle drei übrigens europäische Unternehmen. Das Problem ist sicher nicht ein Mangel an Softwaretools. Die Herausforderung besteht eher in der Auswahl der Werkzeuge für den jeweiligen Anwendungsfall und hier müssen interessierte Anwender genau hinsehen, welche Prozesse sie abbilden wollen und welche Ressourcen dafür zur Verfügung stehen. Ich habe unter anderem Erfahrung mit Hatchbuck, das hier als Lösung für StartUps deklariert wird. Nun ja, Hatchbuck positioniert sich selbst als Lösung für Small Business, korrekt. Allerdings haben wir und unsere amerikanischen Freunde sicher unterschiedliche Auffassungen von SMB - bereits der deLuxe Plan ist auf 25.000 Kontakte ausgelegt. Fragen wir mal einen ordentlichen deutschen Mittelständler im B2B-Bereich, wie viele Kontakte er in seiner Datenbank hat. Mehr zur Evaluierung dieses Tools unter http://www.nextim.de/inbound-marketing-software/

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  6. von digitalmobil.com am 18.01.2016 (13:35 Uhr)

    Guter Beitrag, aber neben den Lizenz-Systemen wären da auch noch ein paar kostenfreie opensource Ansätze die man in der Auswahl berücksichtigen sollte….gerade für den Mittelstand sicher interessant!

    Unsere Empfehlung, Mautic!

    1. Lizenzfrei und OpenSource
    2. Voller Funktionsumfang mit Leadverwaltung, Mail, LP, Forms, Kampagnen-Builder und Reports
    3. Deutsche Sprachversion
    4. Freiwählbares Hosting (auch im eigenen Rechenzentrum)
    5. Optimale Verbindung mit Wordpress durch definierte Schnittstellen
    6. Wechselfreundlich mit eigener API für Daten Im- und Export
    7. Schnellwachsende Community und ständig neue Plug-Ins (gitHub)

    http://www.digitalmobil.com/marketing-automatisierung-wird-bezahlbar-dank-mautic-open-source/

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