Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) aus Stuttgart nutzt TYPO3 als Basis eines verteilten Informationssystems für 2.000 Benutzer. Das System kommt in der Regel in Werkstätten und Autohäusern zum Einsatz – also dort, wo meist kein Internetzugang zur Verfügung steht. Es galt daher eine Lösung zu schaffen, um das System auf 2.000 Notebooks mit jeweils lokalem TYPO3-Server zu betreiben. Um alle Systeme auf dem gleichen Stand zu halten, sendet ein intelligentes Verfahren unter Minimierung der zu übertragenden Datenmenge die Inhalte von einem zentralen Server auf die Notebooks.
Mit 2000 Prüfingenieuren ist die GTÜ die größte amtlich anerkannte Kfz-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger. Zu ihren Leistungen zählen beispielsweise Hauptuntersuchungen (HU), Abgasuntersuchungen (AU) und Kfz-Gutachten.
Was ist GRIPS?
GRIPS steht für „GTÜ Recherche- und Informationssystem für Prüfingenieure und Sachverständige“ und ist als ein Nachschlagewerk für den täglichen Gebrauch konzeptioniert. In diesem finden sich beispielsweise Prüfanweisungen und technische Informationen, die für die Kfz-Untersuchungen in den Werkstätten oder Autohäusern vor Ort benötigt werden. Darüber hinaus enthält GRIPS Vorlagen und Formulare, Aus- und Fortbildungsunterlagen sowie ein Adressverzeichnis.
GRIPS ist wie viele vergleichbare Systeme historisch gewachsen. Anfangs bestand es aus umfassenden Papierordnern, für die mehrmals jährlich „Updates“ in Form von Blattsammlungen verschickt wurden. Diese Papiere galt es, per Hand in die Ordner einzusortieren. Ende der neunziger Jahre wurde GRIPS dann auf HTML umgestellt. Die Inhalte wurden mit einem HTML-Editor bearbeitet und in Form von statischen HTML-Dateien in einer Ordnerstruktur abgelegt. Das manuelle Einsortieren der Blätter gehörte damit der Vergangenheit an. Updates wurden auf CDs geliefert, die den kompletten GRIPS-Ordner, knapp 400MB an Daten, enthielten. Zusätzlich zu den CDs gab es Online-Updates. Anhand des Änderungsdatums der HTML-Dateien war das System recht einfach in der Lage, die Veränderungen gegenüber dem letzten Update zu identifizieren und damit die Datenmenge gering zu halten. Dennoch konnte ein Update bis zu 10MB umfassen.
Grenzen der alten Lösung
Die Lösung mit statischen HTML-Seiten bot zwar viele Vorteile gegenüber den Papierordnern, stieß über die Jahre aber ebenfalls an Ihre Grenzen. Fragestellungen wie beispielsweise „Welche Fehler traten häufig an Fahrzeugen des Herstellers x, Modellreihe y, ab Baujahr 2005 auf“ lassen sich mit einem statischen, auf HTML basierenden System nicht beantworten. Der übliche Weg, um derartige Fragestellungen beantworten zu können, ist eine Datenbank-Anwendung mit Web-Frontend, die zwingend einen entsprechenden Datenbank- und Web-Server voraussetzt.







