Die Verantwortlichen haben sich dagegen entschieden, alle Geschäftsbereiche in einer TYPO3-Instanz zu betreiben – nicht zuletzt, um eine unnötige Komplexität beim Betrieb von TYPO3 zu vermeinden. Nun koexistieren für das Generieren der HTML-Cache-Dateien in der Pre-Production mehrere TYPO3-Instanzen, die allerdings auf dieselben TYPO3-Quellen zugreifen, welche zentral aus einem Repository gespeist werden.
Die Sicht der Redakteure
Jeglicher Content wird auf eigenen TYPO3-Servern gepflegt, die nicht unmittelbar mit der aktuellen Live-Version verbunden sind. Mögliche Fehler während der Eingabe von Inhalten, die bei einer „normalen“ TYPO3-Installation im schlimmsten Fall sofort „live“ sichtbar wären, werden dadurch ausgeschlossen. Die TYPO3-Accounts sind mit dem firmeneigenen LDAP-Server gekoppelt. Die einzelnen Rechte werden je nach Abteilung und Position definiert. Als Oberfläche dient derzeit das klassische TYPO3-Backend.
Fazit
Galt die Eigenprogrammierung mit PHP bei vielen großen Firmen oft als einziger Ausweg aus dem Anforderungsdschungel komplexer Web-Projekte, so lohnt sich heutzutage ein Blick auf fortgeschrittene Content Management Systeme wie TYPO3. Das System ist auf der einen Seite flexibel genug, um es an eigene Bedürfnisse anzupassen, bietet auf der anderen Seite aber auch genügend Out-Of-The-Box-Funktionen, um damit selbst komplexe Webprojekte zu entwickeln und in der Praxis stabil und schnell zu betreiben.
Oft wird man bei der Arbeit mit TYPO3 von vielen Funktionen überrascht. So stellt TYPO3 zum Beispiel im Bereich „Suchmaschinenoptimierung“ mit RealUrl ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung. Die entsprechende Fachkenntnis vorausgesetzt, können mit RealURL selbst ausgefallene URL-Schemata modelliert werden, die die Suchmaschinen-Freundlichkeit erheblich steigern. Verbesserungen wären allerdings im Bereich der Oracle-Datenbank-Unterstützung wünschenswert. Hier findet man nur spärliche Informationen, obwohl eine Anbindung an Oracle-Datenbank-Systeme über den Datenbank-Abstraktions-Layer (DBAL) grundsätzlich möglich ist.
Abschließend lässt sich sagen, dass sich TYPO3 bei einem international tätigen und schnell wachsenden Unternehmen wie SIXT trotz komplexer Anforderungen am Ende mit seiner Vielseitigkeit klar bewährt. Die nächsten TYPO3-Projekte sind bereits in Planung.


Marco Kärger ist Leiter der Softwareentwicklung für den Bereich Internet bei 


2 Antworten
von Jan 06.10.2009 (11:35Uhr) 1.
Hallo,
der Artikel ist sehr interessant, nur kommt für mich nicht klar heraus, ob die ausliefernden Apache-Cluster-Nodes mit einer Typo3-Installation versehen sind oder nicht. Im Laufe des Artikels gibt es diesbezüglich Widersprüche ...
Vielleicht kann mich jemand aufklären :-)
Vielen Dank
von Marco Kärger 08.10.2009 (09:01Uhr) 2.
hallo jan,
jede einzelne node verfügt über eine eigene vollständige typo3 installation, alle seiten würden also auch ohne cached files funktionieren.
viele grüsse,
marco kärger