von Sven Ditz,
online veröffentlicht am 06.06.2007
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Das freie CMS erobert die Tourismus-Branche: TYPO3 auf Reisen

Aus dem
t3n Magazin Nr. 8

In weniger als zwei Jahren hat sich die anfänglich sehr große Skepsis von Touristikern in einen wahren Run auf TYPO3 gewandelt. Das dies gute Gründe hat, zeigt der folgende Bericht.

Noch vor 18 Monaten konnten Internetagenturen mit dem Vorschlag: „Setzen Sie doch ein, das ist leistungsfähig und kostet nichts“, Touristiker noch in ungläubiges Staunen versetzen. „Wenn das nichts kostet, dann wird es nichts Vernünftiges sein“ und „wenn da so viele Leute gleichzeitig programmieren, dann kann das ja ohnehin nicht funktionieren“ waren die beiden am häufigsten vorgebrachten Gegenargumente. Mittlerweile hat sich dies gewandelt und hat sich in der Tourismusbranche rasant verbreitet. Die Liste der TYPO3-basierten Websites in der Tourismusbranche ist lang, darunter zahlreiche bekannte Namen:

Ostseeinsel Rügen www.ruegen.de
Deutsche Ostseeküste www.deutsche-ostseekueste.de
Nordseeinsel Helgoland www.helgoland.de
Nordseeinsel Föhr www.foehr.de
Ostfriesland www.ostfriesland.de
Hamburg www. hamburg-tourism.de
Flensburg www.flensburg-tourismus.de
Vorpommern www.vorpommern.de
Gran Canaria www.grancanaria.com
Niagarafälle www.tourismniagara.com

Gründe für den Erfolg

Wie ist der Erfolg in gerade dieser Branche zu erklären? Die Gründe sind vielfältig. Zunächst sind hier die Klassiker zu nennen: TYPO3 ist, zumindest im Frontend, für Redakteure einfach zu bedienen, zudem ist das System lizenzkostenfrei, leistungsfähig und zukunftssicher, da es nicht von einer einzelnen Firma, sondern einer weltweit aktiven Community weiterentwickelt wird. Das sind die typischen Argumente für Geschäftsführer. Die technikbezogenen Argumente sind ebenso traditionell: TYPO3 basiert mit PHP und MySQL auf ausgereifter Technik, der Bedienungsumfang für Redakteure ist detailliert administrierbar, es gibt gute Sicherheitskonzepte sowie Logging, Rollback-Verfahren und eine umfangreiche Dokumentation. Neben diesen relativ allgemeinen Gründen gibt es auch viele Argumente, die aus touristischer Sicht besonders überzeugen.

Synergieeffekte durch Content Syndication

Die oft sehr hierarchische Struktur im Tourismus bietet ideale Einsatzfelder für die hervorragenden Content-Syndication-Eigenschaften von TYPO3. Ein Beispiel: Zu einem Landesverband (z. B. Brandenburg) gehören diverse Regionen (z. B. „Naturreich“), die wiederum aus Unteregionen bestehen (z. B. Uckermark), zu denen viele Orte (z. B. Prenzlau) gehören. Für die Region „Naturreich“ wurde ein umfangreiches Tourismusportal erstellt. Um Zeit und Geld zu sparen, hat die Uckermark eine Website erstellen lassen, die Layout, Installation und viele Module von naturreich.de nutzt, etwa das regional filterbare A-Z. Ähnlich hat diese Vorteile auch Prenzlau genutzt. TYPO3 dient auf diese Weise als Basis zur Content Syndication: Viele dezentrale Redakteure (z. B. Touristeninformationen) pflegen ihre Inhalte ein und ziehen sich dann wiederum ihre eigenen Projektvarianten heraus.

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Eine Antwort

  1. von Open Source Projekte im eTourismus 19.02.2012 (22:52Uhr) 1.

    [...] umgesetzt. Schon 2007 brachte das Magazin t3n beispielsweise einen Artikel mit dem Titel “Das freie CMS erobert die Tourismus-Branche: TYPO3 auf Reisen” – heute ist TYPO3 das am häufigsten eingesetzte Open Source CMS am deutschsprachigen [...]

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