Textmate (Mac OS – kommerziell)

War BBedit jahrelang der einzige leistungsfähige Editor für Mac OS, so ist mit Textmate ein weiterer leistungsfähiger und innovativer Editor hinzugekommen. Die Funktionsvielfalt nutzt auch das TypoScript-Add-on aus und bietet neben der Standardunterstützung wie Autovervollständigung, Autoeinrückung, Syntax-Highlighting auch interaktive Code-Snippets an. Da das Add-on teilweise auf den Quellen von SweeTS basiert, ist es sehr aktuell. Ein Wermutstropfen bei Textmate ist jedoch die fehlende FTP-Unterstützung.

Ultraedit (Windows – kommerziell)

Eines der Schwergewichte im Bereich Texteditoren ist Ultraedit: Das Programm glänzt durch Schnelligkeit und großen Funktionsumfang, inklusive FTP-Unterstützung. Auch für Ultraedit existiert ein TypoScript-Add-on, das Syntax-Highlighting und Autovervollständigung zur Verfügung stellt. Leider ist auch diese Erweiterung nicht gerade aktuell (2005) und nutzt die Anpassungsmöglichkeiten, die Ultraedit bietet, nicht voll aus.

Eines der Highlights von SweeTS ist die integrierte TypoScript-Hilfe.

Eines der Highlights von SweeTS ist die integrierte TypoScript-Hilfe.

Vim/Gim (Linux/Windows – Open Source)

Wer beim Editieren von TypoScript nicht auf den auf Unix-Rechnern weit verbreiteten Editor Vim beziehungsweise seine visuellere Variante Gim verzichten möchte, hat Glück. Auch hierfür ist ein TypoScript-Add-on vorhanden. Dabei setzt der Autor des Add-ons neben der Erweiterung für Vim/Gim auf den Browser Firefox und das Add-on „MozEx“. Ist alles installiert und konfiguriert, reicht ein Rechtsklick in der Textarea im Backend und der TypoScript-Code des Backends wird in Vim/Gim geladen und kann dort bearbeitet werden. Wird der TypoScript-Code dort gesichert, erscheint er nach kurzem Warten wieder in der Textarea, wo er abermals gesichert werden muss. Die TypoScript-Erweiterung für Vim/Gim bringt lediglich Syntax-Highlighting mit.

Schöne neue Welten?

Das Programmieren von TypoScript mit Hilfe eines Texteditors erhöht Produktivität, beugt Fehlern vor und verschafft dem Programmierer viel mehr Überblick. Getrübt werden die Möglichkeiten jedoch durch den Umstand, dass nur wenige Editoren eine Unterstützung für FTP oder gar für SFTP mitbringen. Insgesamt könnten die Editoren noch komfortabler in die TYPO3-Umgebung eingebunden sein, womit das häufige Speichern und Hochladen von Änderungen entfallen könnte. Doch dafür müsste auch Vim/Gim den eingeschlagenen Weg noch konsequenter verfolgen.

Der Workflow beim Entwickeln mit einem Editor via FTP könnte zudem noch einmal maßgeblich gesteigert werden, wenn bei ausgeschaltetem Template-Caching nicht den Fehler machen würde, ausgelagerte TypoScript-Dateien trotzdem zwischenzuspeichern. Auf Seiten von TypoScript wäre eine eindeutige Definition des #-Zeichens wünschenswert, da es derzeit sowohl als Marker als auch für Kommentare verwendet wird. Und schließlich wäre eine Markierung anderer Programmiersprachen, die innerhalb von TypoScript verwendet werden, für Texteditoren sinnvoll und hilfreich.

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