von Susanne Vestner-Ludwig, 02.12.2007

Die populäre Linux-Distribution auf aktuellen Notebooks nutzen: Ubuntu „Gutsy Gibbon“ im mobilen Einsatz

Aus dem
t3n Magazin Nr. 10

Für NVIDIA- und AMD/ATI-Karten befinden sich aktuelle proprietäre Grafikkartentreiber in den Ubuntu-Quellen. Sie lassen sich mit dem „RestrictedManager“, einer Software zur Verwaltung eingeschränkter Treiber, mit ein paar Klicks nachinstallieren. schlägt im Normalfall automatisch den passenden Treiber vor. Zum „RestrictedManager“ gleich noch mehr.

AMD/ATI und Desktopeffekte sind (immer noch) nicht die besten Freunde. Mit dem proprietären „fglrx“-Treiber sind ein eigener X-Server und XGL vonnöten, um Compiz zu nutzen. AMD hat angekündigt, einen neuen proprietären Treiber zu veröffentlichen, der viele Probleme lösen soll. Er wird aber wohl erst in die nächste Ubuntu-Version Einzug halten. Außerdem hat AMD vor kurzem die Spezifikationen der Grafikkarten offengelegt. Die Entwicklung freier Treiber durch die Community hat begonnen und man kann gespannt sein.

Wireless LAN

Bei Notebooks ist zweifellos die WLAN-Verbindung zu einem der wichtigsten Dinge avanciert, die ein Nutzer unbedingt haben möchte. Auch hier erweisen sich die Intel-Chips wie der Intel Pro Wireless 3945 oder 4965 als problemloseste Variante. Treiber für diese WLAN-Chips sind bereits Teil des Kernels von Ubuntu und müssen nicht nachinstalliert werden. Sollten die Module aus unerfindlichen Gründen mal nicht automatisch geladen werden, können sie mit Hilfe folgender Befehlszeilen nachgeholt werden:

SHELL

sudo modprobe iwl3945 bzw. sudo modprobe iwl4965

Listing 1

Die in Notebooks häufig verbauten Broadcom-Chips waren bisher oft nicht zur Zusammenarbeit mit zu überreden. Ubuntu stellt seit Gutsy jedoch die Möglichkeit bereit, Firmware für die meisten Broadcom-Chips einfach zu installieren, wenn das nicht schon bei der Installation von Gutsy automatisch geschehen ist. Sollte der eigene Broadcom-Chip nicht unterstützt werden oder nur unstabil arbeiten, kann man sich mit dem Open-Source-Programm „Ndiswrapper“ [3] behelfen. Es ermöglicht die Nutzung von Windows-Treibern für drahtlose Netzwerkkarten unter Unix/Linux.

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