Beim Anbieter kyte (kyte.tv) vermischt sich Live-Content mit vorab produzierten Videos, Bildern und Audio-Beiträgen zu einem eigenen Multimedia-Channel. Dabei setzen die Anbieter vor allem auf eine einfache Einbettung des Content-Stream in Blogs, Social Networks und andere Websites über ein kyte-Widget. Besonders schick ist die Integration ins Handy über einen Mobil-Client: Per Internetverbindung können Anwender ihre Bilder und Videos von javafähigen Mobilgeräten hochladen oder die Channels anderer Nutzer anschauen.
Live-Bilder von unterwegs
Wer im Web über seine Webcam gedrehte Videos veröffentlicht, merkt spätestens nach dem dritten „Hallo Welt“-Video: Zwischen den eigenen vier Wänden passiert relativ wenig Berichtenswertes. Genau in diese Bresche schlagen Dienste wie Qik (qik.com), der moderne Nokia-Handys mit S60-Betriebssystem in eine mobile Fernsehkamera verwandelt. Per Internetverbindung streamt der Nutzer öffentlich oder privat über einen Handy-Client bis zu 14 Minuten am Stück live ins WWW. Bricht die Netzabdeckung einmal ab, läuft die Aufnahme weiter und Qik lädt den Stream zeitversetzt hoch, sobald der Empfang wieder hergestellt ist.
Live-Streams werden auf der Plattform automatisch als Video abgelegt. In Web-2.0-Manier lässt sich Qik mit anderen Webdiensten kombinieren: Video-Chatter können Videos direkt an Seesmic weiterleiten, rasende Reporter senden direkt in einen Mogulus-Fernsehkanal, der das laufende Programm für den Live-Stream automatisch unterbricht. Das bietet interessante Einsatz-Szenarien beispielsweise für Messereporter, die live vor Ort spontane Interviews führen wollen, oder für Bürger-Journalisten, die bei einer Katastrophe oder einem Ereignis direkt live gehen können. Qik befindet sich noch in einer geschlossenen Beta-Phase, in der Regel werden neue Nutzer aber innerhalb weniger Tage freigeschaltet. Wer mit Qik ins Netz streamt, sollte sich vorher einen günstigen Datentarif für sein Mobilgerät besorgen.
Bei der deutschen Handy-Community Viif (viif.com) gelingt die Videoübertragung vom Handy ins Netz auch ohne Internetverbindung. Statt einem Datenpaket nutzt der Webdienst die in vielen Handys verfügbare Video-Konferenzfunktion, benötigt dazu allerdings UMTS-Empfang. Viif speichert das aktuelle Bild der Videokonferenz auf dem Anbieter-Server ab und macht es später entweder als privates oder öffentliches Video verfügbar. Wer lieber konsumiert als produziert, kann sich über Viif aktuelle Kino-Trailer, lustige Videos, die aktuellen Nachrichten oder Clips von anderen Nutzern aufs Handy streamen lassen. Die Videokonferenz mit Viif kostet aus deutschen Handynetzen 39 Cent pro Minute, für o2-Nutzer ist der Dienst zurzeit kostenlos.






